Bildekräfte

Taetigkeitsbildner (1-4)

Die Tätigkeitsbildner

Beginnen wir mit den „Funktionen des Hörens“[1]. Die „Sinnesfunktionen, die die Wahrnehmung von Tönen oder Geräuschen betreffen“[2] hatten wir bereits als durch den 1. Sensorbildner verkörpert beschrieben. Zu diesen Sinnesfunktionen treten nun die Eigenschaft der „Auditive(n) Differenzierung“ hinzu. Die „Sinnesfunktionen, die die Wahrnehmung von Tönen oder Geräuschen betreffen, deren Abgrenzung von Hintergrundgeräuschen, die Zusammenführung auf beide Ohren getrennt einwirkenden Schalls zu einem Ganzen (binaurale Synthese) sowie die Trennung und Mischung von Tönen und Geräuschen.“

Die Abgrenzung der Töne von Geräuschen ist eine Leistung des BEWUSSTEN HÖRENS, welche durch den 1. Tätigkeitsbildner im auditiven Wahrnehmen möglich wird. Die Zusammenführung des Schalls zu einem Klang ergibt sich aus dem Prinzip des 1. und 2. Formbildners, welcher in SINNLICHEN Wahrnehmungsorganen verkörpert ist. Hinzu tritt die Eigenschaft des 2. Tätigkeitsbildners, einen Schall zu orten,[3] d.h. seine Bewegungsrichtung zu verfolgen, seine Energie und  Energiequelle wahrzunehmen und „Richtungshören“[4] zu verkörpern. Eine weitere Eigenschaften verkörpert der 3. Tätigkeitsbildner mit dem 3. Sensorbildner, er ermöglicht die „Unterscheidung … gesprochener Sprache … von anderen Tönen“[5] und rückt damit Wortbedeutungen ins Zentrum der Wahrnehmung.

Dann schaut der ICF-Standard auf die „Vestibulären Funktionen“[6] des Innenohrs, auf Lage-, Bewegungs- und Gleichgewichtssinn. Im Innenohr befindet sich eine Organisation, welche die Resultate der körperlichen Tätigkeit wahrnimmt, und die selbst aus den Tätigkeitsbildnern verkörpert wird. Im „Lagesinn“[7] verkörpert der 1. Tätigkeitsbildner seine Raum- und Organwahrnehmung, im „Bewegungssinn“[8]  offenbart der 2. Tätigkeitsbildner seine Prozesseigenschaft und im „Gleichgewichtssinn“[9] zeigt sich die qualitative Eigenschaft des 3. Tätigkeitsbildners. Auch hier wird die Charakterisierung der Tätigkeitsbildner besonders deutlich durch ihre regulative Abwesenheit[10] im Innenohr. Lässt der 3. Tätigkeitsbildner in seiner regulativen Wirkung nach, dann verselbständigen sich die Geräusche, erlahmt der 2. Tätigkeitsbildner so folgt Schwindel und verkörpert der 1. Tätigkeitsbildner immer weniger Lagesinn dann entsteht das Gefühl des Fallens.

Eine besondere Eigenart tritt bei Tinnitus[11] ein. Um die Funktionsweisen des Ohres und des Innenohres zu gewährleisten sind fortwährend die Selbstbildner, Sensorbildner und Tätigkeitsbildner im Ohrorgan tätig. Nun benötigt der Mensch für die verschiedenen Gestaltungsaufgaben in seinem Leben ebenfalls Bildekräfte. Folgt er einem unbewussten Trieb, dann kann er diese Bildekräfte aus seinem Ohrorgan abziehen, dann zieht er Selbstbildner, Sensorbildner und Tätigkeitsbildner aus seinem Ohr ab und nutzt diese Bildekräfte für andere Aufgaben als für die Regulation des Ohres oder Innenorhes. Beim Tinnitus wird nun durch eine Anforderung auf einem anderen Lebensgebiet der 1. Tätigkeitsbildner und u.U. auch der 2. Und 3. Tätigkeitsbildner aus dem Innenohr abgezogen und in manchen Fällen werden damit auch einige der Kraftbildner und Sensorbildner/Selbstbildner aus dem Ohrorgan abgezogen. – Um diesen Regulationsmangel aufzuheben, muss der Mensch lernen, die Bildekräfte für seine anderen Aufgaben aus einer anderen Quelle zu bekommen und die Tätigkeitsbildner, Kraftbildner, Selbstbildner/Sensorbildner wieder in sein Ohrorgan einziehen zu lassen.

Ähnliches tritt auch beim Schwindel[12] auf. Im Schwindel verkörpert sich die Abwesenheit des 2. Tätigkeitsbildner, der regulierend auf Bewegungserfahrungen wirkt; wenn dieser nun durch Unwohlsein, durch Magenverstimmungen oder dergleichen in die Verdauungsorgane abgezogen wird um dort regulierend auszuhelfen, dann fehlt der 2. Tätigkeitsbildner im Innenohr und dort verkörpert sich Schwindel. Das Gefühl des Fallens[13] verkörpert sich, wenn der 1. Tätigkeitsbildner für die Lösung von Krisen, für Neuorientierungen usw. abgezogen wird.

An diesen Beispielen zeigt sich eine Eigenart, welche die Tätigkeitsbildner von den Sensorbildner und Selbstbildnern unterscheidet. Treten die Sensorbildner und Selbstbildner jeweils für sich und gesondert voneinander auf, so verbinden die Tätigkeitsbildner die Bildekräfte miteinander. Wird ein Sensorbildner oder ein Selbstbildner aus seiner Wirkung herausgerissen, so hat das auf die im Umkreis wirkenden Sensorbildner oder Selbstbildner keinen oder einen nur unerheblichen Einfluss. Anders beim Tätigkeitsbildner. Wird dieser aus seiner Organbildung herausgerissen – durch eine Anforderung in einem anderen Lebensbereich – so reist er die mit ihm verbundenen anderen Tätigkeitsbildner ebenfalls heraus und zieht ggf. noch Sensorbildner, Selbstbildner und Kraftbildner mit heraus.

Einzig in besonderen Gewohnheiten, die von den Begriffsbildnern auszugehen scheinen, wird diese Regel der Tätigkeitsbildner unterbrochen. Bestes Beispiel dafür ist die Schlafgewohnheit[14] welche vom 5. Sensorbildner[15] ausgeht. Der Wachzustand wird vom 3. Tätigkeitsbildner verkörpert, und im Übergang[16] vom Wachen zum Schlafen verabschiedet sich der 3. Tätigkeitsbildner aus der dominierenden Aktivität und überlässt dem 2. Tätigkeitsbildner das Feld. Der 2. Tätigkeitsbildner hält den Schlaf aufrecht[17] und sorgt für die Schlafqualität[18]. Die physische Entspannung entspringt einer gesunden Aktivität des 2. mit dem 1. Tätigkeitsbildner, und die geistige Erholung hängt davon ab, wie der 3. Tätigkeitsbildner mit dem 4. und 5. Tätigkeitsbildner verbunden ist. Am „Schlafzyklus beteiligte Funktionen“[19] entspringen einerseits der Verbundenheit des 1. mit dem 2. Tätigkeitsbildner (NREM) und andererseits der Verbundenheit des 3. mit dem 4. und 5. Tätigkeitsbildner (REM).

Interessant ist, dass die Tätigkeitsbildner nicht nur in der Gestaltung von Wahrnehmungsorganen und Bewusstseins-Prozessen tätig sind, sondern darüber hinaus im Denken[20] beobachtet werden können. In der „Kontrolle des Denkens“[21] finden wir die Verkörperung des 1. Tätigkeitsbildners, in der Gestaltung des Gedankenprozesses, im Tempo[22] und der Zeit, die zum Denken verwandt wird, zeigt sich der 2. Tätigkeitsbildner,  in der Logik und in der Gedankenform[23] offenbart sich der 3. Tätigkeitsbildner  und im Inhalt, im Ideengehalt[24] des Denkens finden wir eine Auswirkung des 4. Tätigkeitsbildners.

Der 1. Tätigkeitsbildner

Der 1. Tätigkeitsbildner baut ein Fundament aus dem, was er vorfindet. Vor ihm haben bereits die vier Kraftbildner eine Konstitution geschaffen, in der es durch die Formbildner wirksame Zusammenhänge und Wirkung gab. Vor ihm hat der 1. Selbstbildner ein KÖRPERLICHES SELBSTBEWUSSTSEIN geschaffen, an das er seine Tätigkeit anknüpfen kann. Dieses Selbstbewusstsein hat einen  VOLLKOMMEN SITUATIVEN Charakter und erlebt SICH SELBST IN AFFEKTEN und Rezeptionen des 1. Sensorbildner. Der 1. Sensorbildner bildet Organ- und Objektrezeptoren, seine Produkte zeigen sich uns in den Wahrnehmungsorganen.  An diese Eigenschaften knüpft der Tätigkeitsbildner an, er grenzt die bedeutungsvollen Töne von Geräuschen ab und übt BEWUSSTES HÖREN. Aus der allgemeinen Raum- und Organwahrnehmung gliedert er den „eigenen Körperraum“ heraus und grenzt ihn von anderen Körpern ab. Der 1. Tätigkeitsbildner nimmt mit dem Lagesinn seinen eigenen Zustand wahr, und grenzt die eigene Stabilität von dem Gefühl des Fallens ab. Er orientiert sich in seiner Tätigkeit an der gesunden physischen Entspannung und grenzt diese von Erregungszuständen ab. Er ist sowohl an einem gesunden Schlafzyklus beteiligt wie auch an der „Kontrolle des Denkens“ und bildet die Basis, dass allgemein gegebene Prozesse im Körper und in der Seele den eigenen Affekten und schließlich dem eigenen bewussten Handeln zur Verfügung stehen. Seine Funktion ist, die im unbewussten Körperlichen veranlagten Prozesse für das Bewusstsein zugänglich zu machen. Er bildet INDIVIDUALISIERUNGSORGANE und seine Produkte sind bewusst gewordene Veranlagungen und schließlich individualisierte Veranlagungen.

Tätigkeitsbildner auf dem Schulungsweg

In der geistigen Schulung des Menschen wird der 1. Tätigkeitsbildner von den Hierarchien dazu verwandt, die Wesen sichtbar zu machen, die im Unbewussten des Phantomleibes – des ewigen ätherischen Gerüsts – leben. Das sind beim Menschen die Phantomantreiber (Existenzretter, Machtverteidiger, Selbstverteidiger), welche analog der DG-Struktur des Astralleibes die existentiellen Antriebe enthalten.

Nimmt der Mensch die Phantomantreiber über den 1. Tätigkeitsbildner in die Selbstkontrolle, dann reduzieren sich die Widerstände des Körpers gegen eine bewusste Verbindung mit dem Phantom der Erde, so dass ein unbefangenes Studium des ätherischen Gerüsts oder Phantomleib der Erde und des Kosmos möglich wird. Ohne eine Tätigkeitsbildner-1-Modellierung im eigenen Phantomleib sind die Erfahrungen mit dem Ätherischen und Physischen der Erde immer projektiv überlagert von den Impulsen der Existenzretter, Machtverteidiger und Selbstverteidiger.

Fügt man den 1. Tätigkeitsbildner in die Chakren ein (Meditation mit den Hierarchien), dann entsteht ein gerichtetes Bewusstsein, das sich in der Sinneswelt fokussieren kann.

Fokussiert man den 1. Tätigkeitsbildner in der Meditation, dann werden die gedachten Dinge in der Sinnlichen Welt geografisch verortungsfähig und sie verknüpfen sich mit den Produkten des 1. Kraftbildners (Körper), des 1. Begriffsbildners (z.B. Elementarwesen) und des 1. Selbstbildners (körperlich abgegrenzte Wesen mit Körperbewusstsein).

 

Der 2. Tätigkeitsbildner

Der 2. Tätigkeitsbildner erweitert das Fundament, das der 1. Tätigkeitsbildner errichtet hat. Auch er bedient sich der Konstitution, welche die Kraftbildner geschaffen haben, auch er nimmt das PROZESSUALE SELBSTBEWUSSTSEIN auf, das der 2. Selbstbildner erschaffen hat. Das SPEKTRUM DER GEFÜHLE selektiert die zur Verfügung stehenden motorischen und psychologischen Erfahrungen und bildet aus ihnen Anlässe für INNERE und ÄUSSERE ZEITERINNERUNGEN. In diesen Erinnerungen erkundet der 2. Sensorbildner mit seinen Prozess- und Qualitätsrezeptoren Lebens- und Seelenerfahrungen und bildet energetische und qualitative Vorstellungs- und Selbstbilder aus. In diesen Vorstellungs- und Selbstwahrnehmungserfahrungen beginnt nun der 2. Tätigkeitsbildner seine Wanderung; so wie er in der auditiven Rezeption verschiedener Schallerfahrungen zu einem Klang zusammenführt, so wie er einen Schall einem Ort zuweist oder die Energie einer Energiequelle zuordnen kann, so nimmt er nun Einfluss auf die Zusammenhänge und Lebensereignisse, welche ihm vom 2. Selbstbildner und vom 2. Sensorbildner zur Verfügung gestellt werden.

Darin offenbart der 2. Tätigkeitsbildner seine Prozesseigenschaft und PROZESSINDIVIDUALISIERUNG. Er ordnet die Erfahrungen so um den Führer des Tätigkeitsbildner herum, dass eine Individualität sichtbar und fühlbar wird. Ist er als regulative Instanz einmal abwesend, dann verselbständigen sich die Erfahrungen und es folgen chaotische Zustände (Geräusche, Schwindel, Unwohlsein, Fallen) in dem anfänglichen INNENRAUM der Erinnerungen. Der 2. Tätigkeitsbildner wirkt regulierend auf die Erfahrungen des Lebens, er integriert, was polar oder differierend erscheint, er ordnet, so dass die Erfahrungen INDIVIDUALITÄTSERLEBEN möglich machen. Er reguliert nicht nur das INNENLEBEN im Verhältnis zum AUSSENLEBEN, er reguliert auch den Übergang vom Wachen zum Schlafen, in dem er den 3. Tätigkeitsbildner (als Bewusstseinsbildner) herausdrängt und den Schlaf aufrecht erhält. Der 2. Tätigkeitsbildner sorgt für die Schlafqualität. Die physische Entspannung entspringt einer gesunden Aktivität des 2. mit dem 1. Tätigkeitsbildner, unter Abwesenheit des 3. Und aller übergeordneten Tätigkeitsbildner.

Der 2. Tätigkeitsbildner reguliert auf dieser Basis auch die Gestaltung des Gedankenprozesses und das Denk-Tempo in der Zeit. Der 2. Tätigkeitsbildner ist ein LEBENSINDIVIDUALISIERER, sowohl in der gegenwärtigen Zeit als auch in der Erinnerung. Aus diesem Grund ist Erinnerung immer eine Mischung aus subjektiver und objektiver Erfahrung. Denn der LEBENSINDIVIDUALISIERER bildet alle Erfahrungen so um, dass sie der Verkörperung einer INDIVIDUALITÄT nützen.

2. Tätigkeitsbildner auf dem Schulungsweg

In der geistigen Schulung des Menschen wird der 2. Tätigkeitsbildner von den Hierarchien dazu verwandt, die Wesen sichtbar zu machen, die im Unbewussten des Ätherleibes – des zeitlichen, ätherischen Gefüges – leben. Das sind beim Menschen die Äthertiere (Angst, Hass, Furcht), welche analog der DG-Struktur des Astralleibes die ätherischen Abwehrmechanismen gegen Neues und Unbekanntes enthalten.

Nimmt der Mensch die Äthertiere über den 2. Tätigkeitsbildner in die Selbstkontrolle, dann reduzieren sich die Widerstände des Körpers gegen eine bewusste Verbindung mit dem Äther der Erde, so dass ein unbefangenes Studium des ätherischen Gefüges in Pflanzen, Tieren und im Äther der Erde und des Kosmos möglich wird. Ohne eine Tätigkeitsbildner-2-Modellierung im eigenen Ätherleib sind die Erfahrungen mit dem Ätherischen und Physischen der Erde immer projektiv überlagert von den Impulsen der Angsttiere, Hasstiere und Furchttiere.

Fügt man den 2. Tätigkeitsbildner in die Chakren ein (Meditation mit den Hierarchien), dann entsteht ein gerichtetes Bewusstsein, das sich in der Ätherwelt fokussieren kann.

Fokussiert man den 2. Tätigkeitsbildner in der Meditation, dann werden die gedachten Dinge in der Ätherischen Welt verortungsfähig und sie verknüpfen sich mit den Produkten des 2. Kraftbildners (Ätherleiber), des 2. Begriffsbildners (z.B. Ätherwesen, Trolle, Schöpfer) und des 2. Selbstbildners (körperlich abgegrenzte Wesen mit Ätherbewusstsein).

 

Der 3. Tätigkeitsbildner

Auch der 3. Tätigkeitsbildner nimmt auf, was Kraftbildner und Formbildner vorbereitet haben. Die wesenhafte Körpererfahrung, aus der Respekt und Achtung entsteht, lässt INDIVIDUALITÄT in den Mitwesen wachsen, seine Scham- und Selbsterfahrungsrezeptoren lassen ihn mit anderen sich verbinden, weil die Sympathie danach verlangt, und lässt anderes unbemerkt vorbeiziehen, weil die Antipathie es verneint. Aus den Qualitäts- und Wesenserfahrungen, die durch Sympathie zu ihm kommen, kreiert der 3. Selbstbildner seine sozialisierenden SELBSTKONZEPTE, die für jene sich wiederholenden Lebenslagen der Sensorbildner und der Tätigkeitsbildner adäquate Verhaltensmuster kreieren.

Auf diesem Grund errichtet nun der 3. Tätigkeitsbildner seine Eigenschaften. Er verkörpert seelische Unterscheidungstätigkeit, in der „Unterscheidung … gesprochener Sprache … von anderen Tönen“, er selektiert die gewollten Töne von den Geräuschen, die gemalten Farben von den in Erscheinung getretenen. Er nimmt nicht auf, was ihm der 1. und 2. Sensorbildner liefern, sondern was gemeint und von den Mitwesen gewollt ist. Er rückt die Wort- und Gestaltungsbedeutungen ins Zentrum der Wahrnehmung.

Der 3. Tätigkeitsbildner verkörpert den Wachzustand. Geistige Erholung hängt nicht von der Verbundenheit des 3. Tätigkeitsbildner mit den untergeordneten, dem 1. und 2. Tätigkeitsbildner zusammen, sondern fließt aus den Quellen des 4. und 5. Tätigkeitsbildnern in die Seele. Träume und Unruhe im Schlaf sind ein Spiegel des 3. Tätigkeitsbildners, der einen Einfluss nimmt.

Der 3. Tätigkeitsbildner erfasst den Willen und das Denken, das sich INDIVIDUALISIERT. In der Logik und in den Gedankenform des 3. Tätigkeitsbildner spiegeln sich weniger die universellen Begriffe, sondern schlicht die selbstbezogenen Konzepte des 3. Sensorbildner. Der 3. Tätigkeitsbildner ist ein INDIVIDUALITÄTS-MODELLIERER, der das Seelische der Mitwesen respektiert und sein Eigenseelisches strikt von allem anderen abzugrenzen sucht.

3. Tätigkeitsbildner auf dem Schulungsweg

In der geistigen Schulung des Menschen wird der 3. Tätigkeitsbildner von den Hierarchien dazu verwandt, die DG- und astralen Wesen sichtbar zu machen, die im Unbewussten des Astralleibes – der Aura – leben. Das sind beim Menschen die Doppelgänger, Besetzungen und Abspaltungen, welche analog der Äther- und Phantomstruktur die astralen Antriebe enthalten.

Nimmt der Mensch die DG über den 3. Tätigkeitsbildner in die Selbstkontrolle, dann reduzieren sich die Widerstände der Seele gegen eine bewusste Verbindung mit der Geistselbst-Sphäre, so dass die monistische Erfahrung des astralen Weltganzen, der Menschenseele und mit den Hierarchien möglich wird.

Ohne eine Tätigkeitsbildner-3-Modellierung im eigenen Astralleib sind die Erfahrungen mit dem Übersinnlichen anderer Menschen, Tiere und dem Übersinnlichen der Welt immer projektiv überlagert von den Impulsen des ahrimanischen DG, des karmischen und des luziferischen DG.

Fügt man den 3. Tätigkeitsbildner in die Chakren ein (Meditation mit den Hierarchien), dann entsteht ein gerichtetes Bewusstsein, das sich in der astralen Welt fokussieren kann. Wer als Lebensberater oder spiritueller Forscher arbeiten will, kommt ohne diese AUSRICHTUNGSKRAFT der Tätigkeitsbildner im allgemeinen nicht aus.

Fokussiert man den 3. Tätigkeitsbildner in der Meditation, dann werden die gedachten Dinge in der astralen und Geistselbst-Welt gedanklich verortungsfähig und sie verknüpfen sich mit den Produkten des 3. Kraftbildners (Seelen), des 1. Begriffsbildners (z.B. Hierarchien) und des 1. Selbstbildners (körperlich abgegrenzte Wesen mit Seelenselbstbewusstsein).

 

Der 4. Tätigkeitsbildner

Auch der 4. Tätigkeitsbildner fußt auf der Konstitution von Kraft- und Formbildner. Doch hier kommt kein Selbstbildner zu Hilfe, um ein Individualitätsbestreben zu fördern. Der 4. Sensorbildner bildet zwar Wesensgliederrezeptoren aus, an denen ein Zusammenwirken von Individualität und Konstitution erfahren werden kann, jedoch kommt in den Zusammenhangserfahrungen und systemischer Kompetenzen kein Grenzwärter zu Hilfe, um der Individualität ihr Zentrum zu offenbaren. Der Tätigkeitsbildner steht vielmehr vor der Aufgabe, den Wesensgliederrezeptor erst zu finden und zur Not zu bilden. Um dann in der Auseinandersetzung mit der Strukturphänomenologie[25] den Führer seiner Tätigkeit vom Körper seiner Erfahrung unterscheiden zu lernen. Der Ideengehalt, der in diesem Kampf entsteht, und die mit ihm verbundenen Gedanken sind der Ausfluss des 4. Tätigkeitsbildners. Sein Charakter spiegelt sich in dem Tatbestand der miteinander sich verbindenden Tätigkeitsbildner.

Die Tätigkeitsbildner, allen voran der 4. Tätigkeitsbildner, bauen eine Zusammenhang bildende Konstitution in die menschliche Konstitution der Kraft- und Formbildner hinein, die mit letzteren verbunden oder von ihnen getrennt erscheinen kann. Der 4. Tätigkeitsbildner geht also deutlich über die INDIVIDUALISIERUNGSBESTREBUNGEN der anderen drei Tätigkeitsbildner hinaus, in dem er das INDIVIDUALISIERTE Leben und die INDIVIDUALISIERTE Seele wieder mit dem Umkreis verbindet. In diesem Sinne kann der 4. Tätigkeitsbildner GEMEINSCHAFTS- und BEZIEHUNGSINDIVIDUALISIERER genannt werden.

Zusammenfassend lassen sich die Tätigkeitsbildner  als Bewusstseins-Individualisierer oder Individualitätsträger[26] bezeichnen. Sowohl in den Wahrnehmungsorganen als auch im Denken verkörpern die Tätigkeitsbildner die innere Integration der Erfahrung, und die zu unterscheidenden Bewusstseinszustände deuten einerseits auf verschiedene Verbindungen und andererseits auf temporäre Lösungen[27] zwischen Tätigkeitsbildner und ihrem Umfeld hin. Löst sich der 3. vom 2. Tätigkeitsbildner, löst sich der psychische (3.) vom Erinnerung erhaltenden (2.) Tätigkeitsbildner, dann entstehen Dämmerzustände, Trance[28] und im schlechtesten Fall der Verlust des Bewusstseinsbeobachters[29].

4. Tätigkeitsbildner auf dem Schulungsweg

In der geistigen Schulung des Menschen wird der 4. Tätigkeitsbildner von den Hierarchien dazu verwandt, die Grenzerfahrungen erlebbar zu machen, nach denen sich die Seele sehnt. Das sind die Selbstbespiegelungen, die im kosmischen Sinne von dem von Rudolf Steiner beschriebenen „kleinen Hüter an der Schwelle zur geistigen Welt“ ausgehen; hier offenbart

  • der 4. mit dem 3. Tätigkeitsbildner den kleinen astralen Hüter,
  • der 2. mit dem 4. Tätigkeitsbildner den „kleinen ätherischen Hüter“
  • und hier offenbart der 1. mit dem 4. Tätigkeitsbildner den „kleinen Phantom- oder Erdhüter.“

Nimmt der Mensch die kleinen Hüter über den 4. Tätigkeitsbildner in die Selbstkontrolle, dann reduzieren sich die Illusionen des Menschen gegenüber den Erfahrungen auf der anderen Seite der Schwelle.

Ohne eine Tätigkeitsbildner-4-Modellierung in der Hüter-Erfahrung bleibt der kleine Hüter immer ein gruseliges Wesen, erst mit dem 4. Tätigkeitsbildner wird auch der gewandelte kleine Hüter sichtbar, der den Menschen in eine versöhnte geistige Welt führt.

Fügt man den 4. Tätigkeitsbildner in die Chakren ein (Meditation mit den Hierarchien), dann entsteht ein gerichtetes Bewusstsein, das sich im unteren Devachan fokussieren kann.

Fokussiert man den 4. Tätigkeitsbildner in der Meditation, dann werden die gedachten Dinge im Devachan der Urbilder erkennbar und verknüpfen sich mit den Intentionen des 4. Kraftbildners (Lebenssinn des Menschen), des 4. Begriffsbildners (Christus, Sophia, Maria, Vater)  und des 4. Selbstbildners (das selbstbewusste Erdenich).

[1] Funktionen des Hörens (Hörsinn). Sinnesfunktionen bezüglich der Wahrnehmung von Tönen oder Geräuschen und der Unterscheidung von deren Herkunftsort, Tonhöhe, Lautstärke und Qualität. Inkl.: Funktionen des Hörens, akustische Differenzierung, Ortung der Geräuschquelle, Richtungshören, Spracherkennung; Funktionsstörungen wie Taubheit, Schwerhörigkeit, Einschränkung des Hörvermögens, Hörverlust. Exkl.: Funktionen der Wahrnehmung (b156); Kognitiv-sprachliche Funktionen (b167). Ebd.

[2] b2300 Schallwahrnehmung. Ebd.

[3] b2302 Ortung der Schallquelle. Sinnesfunktionen, die die Feststellung der örtlichen Herkunft eines Tones oder Geräusches betreffen. Ebd.

[4] b2303 Richtungshören. Sinnesfunktionen, die die Unterscheidung, ob ein Ton oder Geräusch von rechts oder von links kommt, betreffen. Ebd.

[5] b2304 Sprachdifferenzierung. Sinnesfunktionen, die das Erkennen gesprochener Sprache und die Unterscheidung dieser von anderen Tönen oder Geräuschen betreffen. Ebd.

[6] Vestibuläre Funktionen. Sinnesfunktionen des Innenohrs, die Lage, Gleichgewicht und Bewegung betreffen

Inkl.: Funktionen, die die Position und den Lagesinn sowie das Körpergleichgewicht und die Bewegung betreffen. Exkl.: Mit den Hör- und vestibulären Funktionen verbundene Empfindungen (b240). Ebd.

[7] b2350 Vestibulärer Lagesinn. Sinnesfunktionen des Innenohrs, die die Feststellung der Körperausrichtung im Raum betreffen. Ebd.

[8] b2352 Vestibulärer Bewegungssinn. Sinnesfunktionen des Innenohrs, die die Feststellung der Körperbewegung im Raum betreffen, einschließlich ihrer Richtung und Geschwindigkeit. Ebd.

[9] b2351 Gleichgewichtssinn. Sinnesfunktionen des Innenohrs, die die Feststellung des Körpergleichgewichts betreffen. Ebd.

[10] Mit den Hör- und vestibulären Funktionen verbundene Empfindungen: Schwindelgefühl, Gefühl des Fallens, Ohrgeräusche (Tinnitus), Schwindel (Vertigo), Inkl.: Ohrenklingeln, Reizgefühl im Ohr, Druck im Ohr, Übelkeit in Verbindung mit Schwindelgefühl. oder Schwindel. Exkl.: Vestibuläre Funktionen (b235); Schmerz (b280). Ebd.

[11] b2400 Ohrgeräusche oder Tinnitus. Empfindung von tiefen, rauschenden, pfeifenden oder klingelnden Geräuschen im Ohr. Ebd.

[12] b2401 Schwindelgefühl. Gefühl von Bewegung, an der man selbst oder seine Umgebung beteiligt ist; Gefühl von Drehen, Schwanken oder Kippen. Ebd.

[13] b2402 Gefühl des Fallens. Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren und zu fallen. Ebd.

[14] Funktionen des Schlafes. Allgemeine mentale Funktionen, die sich in einer periodischen, reversiblen und selektiven physischen und mentalen Loslösung von der unmittelbaren Umgebung äußern, und die von charakteristischen physiologischen Veränderungen begleitet sind. Inkl.: Funktionen, die Schlafdauer, Schlafbeginn, Aufrechterhaltung des Schlafs, Schlafqualität, Schlafzyklus betreffen, wie bei Insomnie, Hypersomnie, Narkolepsie. Exkl.: Funktionen des Bewusstseins (b110); Funktionen der psychischen Energie und des Antriebs (b130); Funktionen der Aufmerksamkeit (b140); Psychomotorische Funktionen (b147). Ebd.

[15]  Der 5. Sensorbildner löst die Schlafdauer aus: ICF, b1340 Schlafdauer. Mentale Funktionen, die an der Zeit, die im diurnalen oder circadianen Zyklus im Schlaf verbracht wird, beteiligt sind. Ebd.

[16] b1341 Schlafbeginn. Mentale Funktionen, die sich im Übergang zwischen Wachheit und Schlaf äußern. Ebd.

[17] b1342 Aufrechterhaltung des Schlafes. Mentale Funktionen, die sich im Durchschlafvermögen äußern. Ebd.

[18] b1343 Schlafqualität. Mentale Funktionen, die sich in einem natürlichen Schlaf mit einer optimalen physischen und geistigen Erholung und Entspannung äußern. Ebd.

[19] b1344 Am Schlafzyklus beteiligte Funktionen. Mentale Funktionen, die sich in Rapid Eye Movements (REM)-Schlaf (verbunden mit Träumen) und in Non-Rapid Eye Movement Sleep (NREM) äußern. Ebd.

[20] Funktionen des Denkens. Spezifische mentale Funktionen, die im Zusammenhang mit dem formalen und inhaltlichen Ablauf des Denkens stehen. Inkl.: Funktionen, die Tempo, Form, Kontrolle und Inhalt des Denkens betreffen; Funktionen, die zielgerichtetes und nicht zielgerichtetes Denken betreffen; Funktionen, die logisches Denken betreffen, wie bei Gedankendruck, Ideenflüchtigkeit, Denkhemmung, inkohärentes Denken,

Vorbeidenken/Vorbeireden, umständliches Denken, Wahn, Zwangsgedanken, Zwangshandlungen

Exkl.: Funktionen der Intelligenz (b117); Funktionen des Gedächtnisses (b144); Psychomotorische

Funktionen (b147); Funktionen der Wahrnehmung (b156); Höhere kognitive Funktionen (b164);

Kognitiv-sprachliche Funktionen (b167); Das Rechnen betreffende Funktionen (b172). Ebd.

[21] b1603 Kontrolle des Denkens. Mentale Funktionen, die die willkürliche Kontrolle über das Denken beinhalten und die als solche von der Person selbst erkannt werden. Inkl.: Störungen wie Deja-Vu-Erleben, Zwang, Gedankenbeeinflussung und Gedankeneingebung. Ebd.

[22] b1600 Denktempo, Mentale Funktionen, die sich in der Geschwindigkeit des Denkprozesses äußern. Ebd.

[23] b1601 Form des Denkens. Mentale Funktionen, die Kohärenz und Logik des Denkprozesses gewährleisten (formales Denken). Inkl.: Störungen wie Perseveration, Vorbeidenken/Vorbeireden und Umständlichkeit. Ebd.

[24] b1602 Inhalt des Denkens. Mentale Funktionen, die Ideen und Inhalte im Denkprozess und das, was konzeptualisiert wird, betreffen (inhaltliches Denken), Inkl.: Störungen wie Wahn, überwertige Ideen und Somatisierung. Ebd.

[25] Vergl. Strukturphänomenologie von H. Witzenmann und deren Verwendung im Kapitel „Die Begriffsbildner“

[26] Funktionen des Bewusstseins. Allgemeine mentale Funktionen, die die bewusste Wahrnehmung und Wachheit einschließlich Klarheit und Kontinuität des Wachheitszustandes betreffen. Inkl.: Funktionen, die Zustand, Kontinuität und Qualität des Bewusstseins betreffen; Bewusstseinsverlust, Koma, vegetativer Status (Apallisches Syndrom), Dämmerzustand (Fugue), Trance, Besessenheit, drogeninduzierte Bewusstseinsveränderungen, Delir, Stupor. Exkl.: Funktionen der Orientierung (b114); Funktionen der psychischen Energie und des Antriebs (b130); Funktionen des Schlafes (b134). Ebd.

[27] Bewusstseinszustand. Mentale Funktionen, die sich bei Veränderung als Zustände wie Bewusstseinstrübung, Stupor oder Koma äußern. Ebd. [Anmerkung: 3. Tätigkeitsbildner löst sich vom 2. Tätigkeitsbildner]

[28] b1101 Kontinuität des Bewusstseins. Mentale Funktionen, die sich in Erhalt der Wachheit, Aufmerksamkeit und bewusster Wahrnehmung äußern [3. Tätigkeitsbildner] und die bei einer Störung zu Dämmerzustand (Fugue), Trance oder ähnlichen Zuständen führen können [Anmerkung: 3. Tätigkeitsbildner löst sich].

[29] b1102 Qualität des Bewusstseins. Mentale Funktionen, die sich bei Veränderungen auf die Art des Empfindens von Wachheit, Aufmerksamkeit und bewusster Wahrnehmung auswirken, wie drogeninduzierte Bewusstseinsveränderungen oder ein Delir. Ebd. [Beobachter im 4. Tätigkeitsbildner löst sich]

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