Chakra-Schulung

Stirnchakra (1)

Das Stirnchakra

Die Lage des Stirnchakra befindet im Bereich hinter der Nasenwurzel, hinter der Stirn. Die aus alten Zeiten veranlagte Tätigkeit des Stirnchakra besteht im reflexiven, dialektischen Denken. Das Gespräch als Austausch von Thesen, Antithesen und das Suchen nach Synthesen ist eine Fähigkeit, die aus den Anlagen des Stirnchakra entsteht. Seine Struktur besteht aus zwei Blättern der Lotusblume, ein altes und ein neues Blatt. Das Stirnchakra wird ausgebildet durch logisches Denken. Das aus vollem Bewusstsein entfaltete Denken, das sich selbst als wahrnehmendes und aktives Denken beobachten kann, erwacht an sich selbst. Es führt hin zu der Tatsache, die das Denken als Wirkung höherer Mächte im Menschen beobachtet.

Geistige Wahrnehmung kann nur dann von der Maya befreit möglich werden, wenn Ahriman und Luzifer erkannt werden. Doppelgänger inspirieren Glaubenssätze, Gefühle und Handlungsmuster. Glaubenssätze werden besonders stark über das Stirnchakra vermittelt. Die am weitesten verbreitete Überzeugung, die mit der Öffnung des Stirnchakra einher geht, ist die „Erfahrung eines lichten Wesens“ und der damit verbundene Glaube, einen Engel erlebt zu haben und „jetzt geistige Wesen sehen zu können.“ Dieser Irrtum ist nicht verwunderlich, denn Ahriman und Luzifer wirken besonders stark am Stirnchakra. Luzifer bewirkt das verlangen, geistige Wesen zu erleben und Luzifer selbst erscheint gerne als strahlend helles, geistiges Wesen, das einem Engel zum verwechseln ähnlich sieht. Ahriman bewirkt das Verlangen, die geistige Welt in Tabellen und Schemata einzuteilen, und Bilder zu sehen, so realistisch, wie sie in der Sinneswelt zu finden sind.

Typisch für Inspirationen aus Doppelgängern ist das Beantworten von Fragen, die nicht gestellt wurden, und das Reden über Dinge, die keiner hören will. Um dem Kraftverlust entgegen zu wirken, der sich aus diesem Doppelgänger-Wirken ergibt, gibt es einige Grundregeln für die geheimwissenschaftliche Schulung. Eine dieser Grundregeln ist das Schweigen. Der Schüler muss lernen, seine Erfahrungen für sich zu behalten, und darüber einige Jahre nicht zu sprechen. Und es gehört zu diesen Grundregeln das reine, logische Denken und das Studium geisteswissenschaftlicher Literatur. Denn gerade die Ausbildung des eigenen Denkens am Denken anderer ist eine Überwindung des eigenen Doppelgänger-Wirkens.

Übung – Selbstbewusstes Logisches Denken

Das Beherrschen eines logischen Denkens, eines Denkens, das sich selbst beim Zusammenfügen der Inhalte, der Vorstellungen und Begriffe beobachtet, wird zum Beobachter der Wesen, die denken. In diesem Moment erfahren wir die Wesen, die Denken. Wir kommen zu der Erfahrung, dass sich in unseren Geist Gedankenarten einmischen, die einer Eigengesetzlichkeit folgen. Mit zunehmender Erfahrung der Doppelgänger erkennen wir dann immer klarer, aus welchen Wesen die Gedankenarten kommen. Das Stirnchakra offenbart uns das Wesen, mit dem wir denkend verkehren. Doch diese Erkenntnis ist lange Zeit hinter der elektromagnetischen Verseuchung des Stirnchakra durch Luzifer und Ahriman verborgen. Am Stirnchakra greifen uns Luzifer und Ahriman am wirksamsten an, wenn sie Irritationen verursachen in der Frage, mit wem wir denkend geistig verkehren; so können sie eine große Verwirrung unter den Menschen stiften.

Diese Verwirrung durch das Wirken Ahrimans und Luzifers wird wirksam eingedämmt mit einem Vorgriff, der das Stirnchakra in einen Schutz der höchsten geistigen Führung stellt. Ein Freund und Kollege (Willi Seiß) hat in einem Werk eine sehr wirksame Schutzmeditation zum Stirnchakra veröffentlicht. Sie bewirkt, dass das Stirnchakra in die Führung des Christus verlagert wird. Sie operiert mit dem Urbild des menschlichen Erkenntnislichtes, das als webendes Licht verbindend zwischen dem Menschen und dem Christus vermittelt. Dazu müssen wir uns vergegenwärtigen, wie wir das Stirnchakra in manchen Momenten durch das strahlende Licht Luzifers erleuchtet empfinden. Die Meditation bringt uns hingegen in die Anregung, das Stirnchakra in das webende Licht des Christus zu hüllen. Das webende, goldleuchtende Erkenntnis-Licht des Christus wird mit dem Stirnchakra als Organ der Gedanken- und Wesenswahrnehmung verbunden und diese Verbundenheit mit der Christussphäre gibt dem Stirnchakra die Kraft, aus der Maya zu erwachen.

Die Meditation beginnt mit der Vorstellung der zwei Blätter resp. Speichen des Stirnchakra, und wie diese  durch einen Lichtstrahl mit dem Christus verbunden sind. Dabei meditiert man den Satz: „Lichtesweben gehe am Lotus ein.“ Entscheidend ist: Den Lichtstrahl als webendes Licht (Christus) wahrzunehmen und nicht als strahlendes Licht (Luzifer). – Dann sagt man: „Des Lichtes Webens Ziel ist Christus,“ und dabei lenkt man die Vorstellung von dem Lichtstrahl, ausgehend vom eigenen Chakra, zurück zum Wesen des Christus. – Dann sagt man drei Mal: „AMEN sei am Lotus der Stirn.“ Dazu kann man vergleichen die Ausführungen zum „AMEN“ von Willi Seiß und V. Tomberg. Die innere Versenkung zu dieser Meditation über die Quelle derselben führt ein in die eigentliche Qualität und Tiefe des dadurch erweckten Vorgangs.

 

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