Vogelsberg Akademie

Selbstbildner (1-7)

Die Selbstbildner

Die Bildekräfte-Verkörperung der Kraftbildner und Formbildner ermöglicht Bewusstsein, schafft selbst aber kein Bewusstsein. Bewusstsein entsteht erst mit der Bildekräfte-Wirkung der Selbstbildner, der Sensorbildner und der Tätigkeitsbildner.

Körperliche und psychische Selbstregulation

Bewusstsein ist die erste Offenbarungsform psychischer[1] Funktionen. Im 1. Und 2. Selbstbildner tritt Bewusstsein als Körper- und Zeitbewusstsein auf, verbunden mit der Wahrnehmung körperlicher Bedürfnisse[2], eines „eigenen Antriebs“[3] und der eigenen Schwäche. Im 3. Selbstbildner tritt es dann als Selbstbewusstsein auf, verbunden mit der Motivation zu handeln[4] oder die eigenen Impulse zu kontrollieren[5].

Körperliche und psychische Selbsterfassung

Die Selbstbildner zeigen sich zunächst in der menschlichen Eigenschaft, sich als Eigenwesen gegenüber einem Ort und in der Zeit zu ORIENTIEREN[6]. Die „Mentale[n] Funktionen, die sich im bewussten Gewahrsein der örtlichen Situation äußeren, z.B. in welcher unmittelbaren Umgebung, in welcher Stadt oder in welchem Land man sich befindet“ offenbart die Wirkung des 1. Selbstbildners.[7] Die „Mentale[n] Funktionen, die sich im bewussten Gewahrsein von Wochentag, Datum, Tag, Monat und Jahr äußere“[8] offenbart den 2. Selbstbildner, und  die „Mentale[n] Funktionen, die sich im bewussten Gewahrsein der eigenen Identität und von Personen in der unmittelbaren Umgebung äußern“ verweist uns auf die unmittelbare Wirkung des 3. Selbstbildners.[9] Zu ihr gehören auch die „mentale[n] Funktionen, die sich im bewussten Gewahrsein von Personen in der unmittelbaren Umgebung äußern“[10], wobei in diesem Falle der 3. Selbstbildner eine Übertragung oder Projektion veranlasst, von dem eigenen Selbstempfinden auf die Spekulation, es müsse sich um ein fremdes Selbst handeln. Eine echte Erfahrung des „Gewahrsein von Personen in der unmittelbaren Umgebung“ stammt vom 4. Selbstbildner, welcher zugleich die „Mentale[n] Funktionen, die sich im bewussten Gewahrsein der eigenen Identität äußern“[11] gebärt in Kombination mit dem 5. Selbstbildner, dem SOZIALRAUM-INDIVIDUALISIERER.

Selbstbildner zeigen sich dort besonders deutlich, wo sie fehlen. Ein Beispiel ist die psychischer Stabilität[12], fehlt es an psychischer Stabilität so kann zu allererst der Aufbau der Selbstbildner helfen. Auch in allen Formen der „Aufmerksamkeitsstörungen“[13] drückt sich die Notwendigkeit aus, die vier Selbstbildner aufzubauen und die Voraussetzungen neu zu bilden, dass Bewusstsein gelenkt werden kann. Noch deutlicher wird die Bedeutung der Selbstbildner, betrachtet man die „Funktionen des Gedächtnisses“[14] – eine Aufmerksamkeitslenkung nach Innen. Zeigen die „Mentale[n] Funktionen, die sich in einer vorübergehenden, störbaren Gedächtnisspeicherung von etwa 30 Sekunden äußern“[15] eine Eigenschaft, die vom 1. Selbstbildner ausgeht und in Kooperation mit dem ersten 1. Kraftbildner  möglich wird, so wird mit den „Mentale[n] Funktionen, die sich in einem Gedächtnissystem zur langzeitigen Übernahme von Informationen aus dem Kurzzeitgedächtnis und zum Abruf dieser Informationen äußern“[16] der 2. Selbstbildner sichtbar, der mit dem 2. Kraftbildner interagiert. Das bewusste Abrufen von Gedächtnisinhalten ist eine „Spezifische mentale Funktionen, die das Erinnern von Informationen aus dem Langzeitgedächtnis und zur Überleitung ins Bewusstsein betreffen“[17] und eine Wirkung des 3. Selbstbildner verkörpern, die in Verbindung mit dem 3. Kraftbildner auftritt.

Geben die Kraftbildner 1 (Körperkraft), 2 (Lebenskraft) und 3 (Seelenkraft) die körperliche Basis, auf der Bewusstsein durch die Selbstbildner 1 (Körperbewusstsein), 2 (Zeit- und Zugehörigkeitserleben) und 3 (Persönlichkeitsentwicklung) möglich wird – geformt durch die Formbildner – so kann der Mensch auf dieser Basis wahrnehmungs- (Sensorbildner) und intentionsgeleitet (Tätigkeitsbildner) wirksam werden. Sensorbildner und Tätigkeitsbildner benötigen für ihre Verankerung eine gesunde Ausbildung der drei basalen Selbstbildner, ein gesund entwickeltes Körpererleben aus dem 1. Selbstbildner, eine geordnete Zeit- und Zugehörigkeitserfahrung aus dem 2. Selbstbildner und eine selbstbewusste Persönlichkeitsentwicklung aus dem 3. Selbstbildner. Die drei basalen Selbstbildner ermöglichen erst Bewusstsein[18].

Doch auch die „Psychomotorischen Funktionen“[19] basieren auf einem gesunden Wirkungsgrad der Selbstbildner. So sind die „Mentalen Funktionen, die Tempo des Verhaltens oder Reaktionszeiten regulieren und an denen sowohl motorische als auch psychologische Komponenten beteiligt sind“[20] eine Wirkung des 2. Selbstbildners, und der 3. Selbstbildner drückt sich in der „Qualität der psychomotorischen Funktionen“ aus, in den „mentale[n] Funktionen, die sich in einer angemessenen Abfolge und Art der Teilkomponenten nicht-verbalen Verhaltens äußern, wie Augen- und Handkoordination oder Gang“[21]

Der 3. Selbstbildner nimmt auch auf die „Emotionale[n] Funktionen“[22] Einfluss. Er ermöglicht dem Menschen einen Wahrnehmungs-Eigenraum in dem gesunde Emotionen entstehen können und erlaubt ihm in diesem Eigenraum erst das Urteil über die „Angemessenheit der Emotion“[23] Ähnliches besorgt der 1. Selbstbildner in der Körperwirklichkeit, er stellt einen Wahrnehmungs-Eigenraum zur Verfügung, in dem die Affektkontrolle erst möglich wird, eine „Mentale Funktion, die Erleben und Ausdruck von Affekten kontrolliert.“[24] Die „Mentale[n] Funktionen, die sich im Spektrum von Gefühlsregungen oder Gefühlen äußern, wie Liebe, Hass, Angst, Sorgen, Freude, Furcht und Ärger“[25], offenbart hingegen einen Eigenraum in der Lebensorganisation des 2. Kraftbildners. Hier erkennen wir das Werk des 2. Selbstbildners.

Die Selbstbildner werden uns noch in vielen weiteren kognitiven, emotionalen und Selbstwahrnehmungsfunktionen begegnen. Entscheidend ist, ihre Selbstwahrnehmungsfunktion anfänglich zu charakterisieren, und sie in den Prozessen ORIENTIERUNG, AUFMERKSAMKEIT, psychische STABILITÄT, GEDÄCHTNIS, Psychomotorische und emotionale Selbststeuerung verkörpert zu sehen.

Der 1. Selbstbildner

An den Verkörperungen des 1. Selbstbildner können wir seine Eigenschaften beobachten: Das „Gewahrsein der örtlichen Situation“ verweist auf eine Distanzierung des Subjektiven vom Objektiven,  und die Identifikation des Ortes „in welcher Stadt oder in welchem Land man sich befindet“ ist eine klare Folge von dieser Objekt-Subjekt-Distanzierung. Die Gedächtnisqualität, die mit dem 1. Selbstbildner verbunden ist, ist kurz (Kurzzeitgedächtnis), das bedeutet, der 1. Selbstbildner erzeugt Objekt-Subjekt-Trennung, verharrt aber vollkommen in der Situation und beginnt erst mit körperlichem Selbstbewusstsein. Zu diesem körperlichen Selbstbewusstsein gehören die „Affekte“, welche der Selbstbildner als subjektiven Antrieb modelliert und als zu sich gehörig betrachtet. Der 1. Selbstbildner ist daher ein KÖRPERLICHES SELBSTBEWUSSTSEIN, das VOLLKOMMEN SITUATIV lebt und SICH SELBST IN AFFEKTEN intentional erfährt.

Das KÖRPERLICHE SELBSTBEWUSSTSEIN erfährt den Körper als Bewusstseinsorgan und die körperliche Struktur als Bewusstseinstendenz. In ihr verankert sich mit der Kindheitsentwicklung das Temperament als Funktion der Persönlichkeitsentwicklung[26]. Auf dieser Grundlage des Temperament errichten die höheren Selbstbildner Gewohnheiten, Neigungen und Eigenschaften.

Der 2. Selbstbildner

An den Verkörperungen des 2. Selbstbildner können wir seine Eigenschaften beobachten: Die „Mentale[n] Funktionen, die sich im bewussten Gewahrsein von Wochentag, Datum, Tag, Monat und Jahr äußern“ verweisen wie schon beim 1. Selbstbildner auf eine Distanzierung des Subjektiven vom Objektiven,  und die Identifikation der Zeit stellt das objektiv Zeitliche einer subjektiven Prozess- oder Zeitempfindung gegenüber. Diese subjektive Zeitempfindung begründet sich im „Langzeitgedächtnis“, das Inhalte, Ereignisse und Erfahrungen in neue Zusammenhänge stellt und damit die „Mentalen Funktionen“ ermöglicht, die das „Tempo des Verhaltens oder (der) Reaktionszeiten regulieren.“ Der 2. Selbstbildner stellt eine „Innere Erinnerungswelt und -Zeit“ einer „äußeren Erfahrungswelt und -Zeit“ gegenüber, er verbindet darin sowohl das KÖRPERLICH SITUATIVE des 1. Selbstbildner – die „motorische Komponente“ – mit dem PSYCHOLOGISCH SITUATIVEN – der „psychologische(n) Komponente(n)“ und stellt sich selbst dazu ins Verhältnis im „Spektrum der Gefühle“ die er durch seine Selbstbildung analog der „äußeren und inneren Zeit“ in den Lebenskräften (2. Kraftbildner) geschaffen hat. Der 2. Selbstbildner ERSCHAFFT ein PROZESSUALES SELBSTBEWUSSTSEIN, das im SPEKTRUM DER GEFÜHLE motorische und psychologische Erfahrungen in INNEREN und ÄUSSEREN ZEITERINNERUNGEN verewigt und immer wieder aktualisiert.

Das PROZESSUALE SELBSTBEWUSSTSEIN des 2. Selbstbildner offenbart die Gestaltungsfreudigkeit in der Persönlichkeitsentwicklung. Ein Mensch kann sich Kontakt- und Gestaltungsstark oder Kontakt- und Ausdrucksarm formulieren.[27] Die Gewohnheiten, Konditionen und Kulturen, welche das Kind in den Aufbauprozess 2. Selbstbildners einfügt entscheiden darüber, welcher Kultur der Mensch in seinem Leben zugeneigt ist.

Der 3. Selbstbildner

An den Verkörperungen des 3. Selbstbildner können wir seine Eigenschaften beobachten: Durch seine „Mentale[n] Funktionen, die sich im bewussten Gewahrsein der eigenen Identität und von Personen in der unmittelbaren Umgebung äußern“  erkennen wir die „psychologische Komponente“, die Einfluss nimmt auf den 2. Selbstbildner. Der 3. Selbstbildner bildet das „Kurzzeitgedächtnis“ mit seiner Fähigkeit, sich auf das „Langzeitgedächtnis“ und seine Erinnerungen aus dem 2. Selbstbildner zu beziehen. Er bildet die „Qualität der psychomotorischen Funktionen“ aus, die Handlungsmuster, Wahrnehmungsmuster und Glaubenskontexte, die „mentale[n] Funktionen, die sich in einer angemessenen Abfolge und Art der Teilkomponenten nicht-verbalen Verhaltens äußern, wie Augen- und Handkoordination oder Gang.“ Aus diesen Mustern und Selbstkonzepten findet der Inhaber des 3. Selbstbildners die „Angemessenheit der Emotion“, mit denen er auf seine Umgebungen und Erinnerungen  zu reagieren vermag.

In dieser Art ist der 3. Selbstbildner ein Selbstkonzept-Modellierer, in dessen Kurzzeitgedächtnis die Erfahrungen des Langzeitgedächtnis auf- und niedersteigen. Der 3. Selbstbildner als Selbstkonzept-Bildner verleibt seinen Mustern und psychologischen Gestalten Qualitäten ein, die ihn anschließend angemessen sich verhalten lassen. Der 3. Selbstbildner ist ein sich sozialisierender SELBSTKONZEPT-GESTALTER, seine Produkte sind Selbstkonzepte, die für alle Lebenslagen der Sensorbildner und der Tätigkeitsbildner adäquate Verhaltensmuster kreieren.

Abhängig von den Vorbildern und Anforderungen aus seinem Umfeld entwirft der 3. Selbstbildner Selbstkonzepte mit umgänglichen oder aufsässigen Verhaltensmustern, freundlichen oder unfreundlichen Gemütslagen und zuvorkommenden oder streitbaren Überzeugungen.[28]

[1] B 130 Funktionen der psychischen Energie und des Antriebs. Allgemeine mentale Funktionen, die physiologische und psychologische Vorgänge betreffen, welche bei einer Person ein nachhaltiges Streben nach Befriedigung bestimmter Bedürfnisse und die Verfolgung allgemeiner Ziele verursachen. Inkl.: Funktionen, die psychische Energie, Motivation, Appetit, Sucht (einschließlich Sucht nach Substanzen, die zu einer Abhängigkeit führen) und Impulskontrolle betreffen. Exkl.: Funktionen des Bewusstseins (b110); Funktionen von Temperament und Persönlichkeit (b126); Funktionen des Schlafes (b134); Psychomotorische Funktionen (b147); Emotionale Funktionen (b152). Ebd.

[2] b1302 Appetit. Mentale Funktionen, die sich in einem natürlichen Verlangen oder einem Wunsch äußern, insbesondere das natürliche und wiederkehrende Verlangen nach Essen und Trinken. Ebd.

[3] b1300 Ausmaß der psychischen Energie. Mentale Funktionen, die sich in Durchsetzungskraft und Durchhaltevermögen äußern. Ebd.

[4] b1301 Motivation. Mentale Funktionen, die sich in einem Anreiz zu handeln und in einer bewussten oder unbewussten Antriebskraft zu Handlungen äußern. Ebd.

[5] b1304 Impulskontrolle. Mentale Funktionen, die plötzliche intensive Handlungsimpulse regulieren und unterdrücken. Ebd.

[6] Vergl. B1140 Funktionen der Orientierung, nach „Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit, Stand Oktober 2005“ Herausgegeben vom Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information, DIMDI. WHO-Kooperationszentrum für das System Internationaler Klassifikationen,2003, deutsche Fassung 2005

[7] Vergl. b1141 Orientierung zum Ort, ebd.

[8] Vergl. b1140 Orientierung zur Zeit, ebd.

[9] Vergl. b1142 Orientierung zur Person, ebd.

[10] Vergl. b11421 Orientierung zu anderen Personen. Ebd.

[11] Vergl. b11420 Orientierung zum eigenen Selbst. Ebd.

[12] Vergl. b1263 Psychische Stabilität, ebd.

[13] Vergl. b1400 Daueraufmerksamkeit und b1400 ff., ebd.

[14] Spezifische mentale Funktionen, die die adäquate Registrierung, die Speicherung und den Abruf von Informationen betreffen. Inkl.: Funktionen, die Kurzzeitgedächtnis und Langzeitgedächtnis, Sofort-, Frisch- und Altgedächtnis, Gedächtnisspanne und Abrufen betreffen; Funktionen, die beim Wiedererkennen und Lernen benutzt werden, wie bei nominaler, selektiver und dissoziativer Amnesie. Exkl.: Funktionen des Bewusstseins (b110); Funktionen der Orientierung (b114); Funktionen der Intelligenz (b117); Funktionen der Aufmerksamkeit (b140); Funktionen der Wahrnehmung (b156); Funktionen des Denkens (b160); Höhere kognitive Funktionen (b164); Kognitivsprachliche Funktionen (b167); Das Rechnen betreffende Funktionen (b172). Ebd.

[15] b1440 Kurzzeitgedächtnis; ebd. (…Aus diesem Speicher gehen Informationen verloren, wenn sie nicht im Langzeitgedächtnis verankert werden.)

[16] . b1441 Langzeitgedächtnis. Ebd. (Es gibt zwei unterschiedliche Formen des Langzeitgedächtnisses: ein autobiographisches (für Ereignisse der Vergangenheit) und semantisches (für Sprache und Sachverhalte).

[17] b1442 Abrufen von Gedächtnisinhalten, ebd.

[18] b1101 Kontinuität des Bewusstseins, Mentale Funktionen, die sich in Erhalt der Wachheit, Aufmerksamkeit und bewusster Wahrnehmung äußern (ermöglicht durch 1. Bis 3. Selbstbildner, bewusst gestaltet aus dem 2. und 3. Tätigkeitsbildner) und die bei einer Störung zu Dämmerzustand (Fugue), Trance oder ähnlichen Zuständen führen können (3. Tätigkeitsbildner löst sich, ggf. liegen auch Störungen im 3. und 2. Selbstbildner vor). b1102 Qualität des Bewusstseins, Mentale Funktionen, die sich bei Veränderungen auf die Art des Empfindens von Wachheit, Aufmerksamkeit und bewusster Wahrnehmung auswirken, wie drogeninduzierte Bewusstseinsveränderungen oder ein Delir. Ebd.

[19] Spezifische mentale Funktionen, die die Kontrolle über motorische und psychologische Vorgänge auf körperlicher Ebene betreffen. Inkl.: Funktionen, die die psychomotorische Kontrolle betreffen, wie bei psychomotorischer  Retardierung, Erregung und Agitiertheit, Katatonie, Negativismus, Ambitendenz, Echopraxie und Echolalie; Qualität der psychomotorischen Funktionen. Exkl.: Funktionen des Bewusstseins (b110); Funktionen der Orientierung (b114); Funktionen der Intelligenz (b117); Funktionen der psychischen Energie und des Antriebs (b130); Funktionen der Aufmerksamkeit (b140); Kognitiv-sprachliche Funktionen (b167); Mentale Funktionen, die die Durchführung komplexer Bewegungshandlungen betreffen (b176). Ebd.

[20] b1470 Psychomotorische Kontrolle. …. Störungen der Kontrolle führen zu einer psychomotorischen Retardierung (langsames Sprechen und Bewegen, Verminderung von Gestik und spontanen Bewegungen). Störungen der Kontrolle können auch zu psychomotorischer Erregung führen (überschießendes Verhalten oder überschießende kognitive Aktivitäten, die im allgemeinen unproduktiv sind und auf einer inneren Anspannung beruhen. Beispiele sind Klopfen mit den Füßen, ständiges Händereiben, agitiertes Verhalten und Ruhelosigkeit). Ebd.

[21] b1471 Qualität der psychomotorischen Funktionen.

[22] Spezifische mentale Funktionen, die im Zusammenhang mit Gefühlen und den affektiven Komponenten von

Bewusstseinsprozessen stehen. Inkl.: Funktionen, die (Situations)Angemessenheit der Emotion, affektive Kontrolle und Schwingungsfähigkeit betreffen; Affekt; Trauer, Glück; Liebe, Furcht, Ärger, Hass, Anspannung, Angst, Freude, Sorgen; emotionale Labilität; Affektverflachung. Exkl.: Funktionen von Temperament und Persönlichkeit (b126); Funktionen der psychischen Energie und des Antriebs (b130). Ebd.

[23] b1520 (Situations)Angemessenheit der Emotion. Ebd. (Mentale Funktionen, die sich in der Übereinstimmung des Gefühls oder des Affektes mit der Situation äußern, wie Glücksgefühl, wenn man gute Nachrichten erhält; 3. Selbstbildner).

[24] b1521 Affektkontrolle. Ebd.

[25] b1522 Spannweite von Emotionen. Ebd.

 

[26] B126 Funktionen von Temperament und Persönlichkeit. Allgemeine mentale Funktionen, die das anlagebedingte Naturell einer Person betreffen, individuell auf Situationen zu reagieren, einschließlich der psychischen Charakteristika, die eine Person von einer anderen unterscheiden. Inkl.: Funktionen, die Extraversion, Introversion, Umgänglichkeit, Gewissenhaftigkeit, psychische und emotionale Stabilität, Offenheit gegenüber Erfahrungen, Optimismus, Neugier, Vertrauen und Zuverlässigkeit betreffen. Exkl.: Funktionen der Intelligenz (b117); Funktionen der psychischen Energie und des Antriebs (b130); Psychomotorische Funktionen (b147); Emotionale Funktionen (b152). Ebd.

[27] b1260 Extraversion. Mentale Funktionen, die sich in einer Persönlichkeit äußern, die durch Kontaktfreudigkeit, Geselligkeit und (emotionale) Ausdrucksfähigkeit gekennzeichnet ist, im Gegensatz zu Schüchternheit, Zurückgezogenheit oder Gehemmtheit. Ebd.

[28] b1261 Umgänglichkeit. Mentale Funktionen, die sich in einer Persönlichkeit äußern, die durch Kooperationsbereitschaft, Freundschaftlichkeit und Zuvorkommenheit gekennzeichnet ist, im Gegensatz zu Unfreundlichkeit, Streitbarkeit und Aufsässigkeit. Ebd.

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