Vogelsberg Akademie

Sacral-Chakra

Das Sakral-Chakra

Das Sakralchakra hat sechs Blütenblätter oder Speichen. Drei davon wurden in alten Zeiten entwickelt. Drei sind heute zu entwickeln. Diese drei Themen lassen sich genau umreißen. Das Sakralchakra hat mit den schöpferischen Kräften zu tun, mit jenen Kräften, die in der physischen Konstitution als Phantomleib und als Ätherleib wirksam werden. Mit einem wahrnehmenden Sakralchakra lassen sich die konstitutionellen Eigenarten eines Wesens wahrnehmen. Mit dem Sakralchakra erforscht ein Geisteswissenschaftler die Gesetze nach denen die Wesen der Natur wirken und nach denen der Mensch in der Landwirtschaft oder in der Medizin mit diesen Wesen kooperieren kann; hier wird die fünfte Elementarnatur wahrnehmbar und die Dynamische Kraft, aus der sich die physische Welt entwickelt.

Übung 5.1 – Arbeitstrieb

Das erste, was zu tun ist, hat mit der Beherrschung der eigenen Arbeitsmotivation zu tun. Es geht darum, dass die Motive, aus denen man seinem Beruf nachgeht, aus der Fixierung Ahrimans und Luzifers befreit werden. Weder die monetäre Fixierung im Gelderwerb noch die ideale Fixierung in der eigenen Sinnerfüllung sollen im Vordergrund stehen. Vielmehr geht es darum, den eigenen Beruf als schöpferischen Prozess zu begreifen, der in der Kooperation mit den Bildekräften des Kosmos Früchte trägt. In der Hingabe an diese schöpferischen Kräfte erstehen im Menschen die kosmischen Bildekräfte auf und bilden die Kraft, aus der sich das Sakralchakra entwickelt.

Übung 5.2 – Ernährungstrieb

Das zweite, was mit dem zweiten zu entwickelnden Blatt verbunden ist, liegt in der Herauslösung des Ernährungstriebes aus der Fixierung Ahrimans und Luzifers. Ahriman fixiert den Ernährungstrieb an die Stoffaufnahme, an die Vorstellung, dass wir durch die Stoffe leben und uns ernähren. Wir lösen uns von dieser Fixierung wenn wir die Offenbarungen der Geisteswissenschaft studieren und dort finden, dass der Gedanke – von geistigen Kräften eine Körperernährung zu erfahren – die Möglichkeit schafft, dem Körper diese Ernährungsquelle zu öffnen. Ein voll überzeugter Gedanke entscheidet darüber, ob sich dem Körper ein übersinnlicher Ernährungsquell öffnet. Und wir lösen den Ernährungstrieb aus der Fixierung Luzifers, wenn wir bestimmte Geschmackserlebnisse, in denen sich übersinnliche Erfahrungen der aufbauenden Kräfte widerspiegeln, die wir immer wieder im äußeren Geschmacksreiz erfahren und dort dann auch immer wieder suchen, wenn wir diese Geschmackserlebnisse von dem äußeren Sinnesreiz lösen und die übersinnliche Empfindung der aufbauenden Kräfte bewusst beim Essen aufnehmen oder auch in anderen Situationen – wenn sich diese Kräfte uns hingeben – aufzunehmen bereit sind. Es geht darum, mit Dankbarkeit die aufbauenden Kräfte der Natur sowohl durch die Nahrung als auch durch die anderen Sinne aufzunehmen und nicht der Fixierung zu erliegen, dass wir diese Kräfte nur in bestimmten Situationen bekommen können oder ggf. sogar durch Genussmittel oder Drogen wie unter Zwang Dinge aufnehmen, von denen wir glauben, dass sie uns die Sehnsucht nach aufbauenden Kräften stillen können.

Übung 5.3 – Sexualtrieb

Das dritte um das es bei der Entwicklung des Sakralchakra geht hängt mit der Vergeistigung des Sexualtriebes zusammen. Auch hier verführt uns Ahriman zu einer Illusion, zu der Illusion, dass das liebevolle Erleben eines Menschen an die Verbindung mit dem Körper gebunden sei. In der zweiten Gruppe erfährt der Schüler, wie diese Verbindung durch Ahriman geschaffen wird, in der dritten Gruppe lernt er die Erlösung aus diesem Trieb durch die Verbindung mit dem Archè Michael zu meistern. Und auch Luzifer wirkt in den Schöpferkräften des Sexualtriebes durch das Sakralchakra. Luzifers Wirkung ist hier sehr subtil; Luzifer gibt uns die Phantasie, dass die Liebe ein Produkt sei, das man konsumieren könne. Luzifer gibt uns das Gefühl, ein Recht auf das Produkt Liebe zu haben. In dem wir nach Liebe, auch nach körperlicher Liebe verlangen, folgen wir der Fixierung Luzifers. Mit den Waffen der dritten Gruppe lernt der Schüler, seine schöpferischen Liebeskräfte aus dieser produktiven, produkthaften Fixierung zu erlösen. Dann entsteht die schöpferische Liebe, die sich ganz von der eigenen Person lösen kann, die sich ganz selbstlos hingeben kann an den Akt der schöpferischen Liebe.

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