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RS Doppelgänger

Zitate zum Doppelgänger

von Dr. Rudolf Steiner aus GA: Gesamtausgabe Nummer, Seite…,

„Wenn der Mensch diesen Gedanken als Gedankenlebewesen gegenübertritt, wenn dann Ahriman die Gelegenheit hat, einen solchen Teil der menschlichen Seele zu verselbständigen, ihm die menschliche Form zu geben, und man lebt sich in die elementarische Welt hinein, dann steht man diesem verselbständigten Teil seiner Wesenheit als seinem Doppelgänger gegenüber.“

GA 147, S 118

„Dies ist mit dem Doppelgänger gemeint. Er ist im Grunde genommen, wenn man substantiell spricht, ein großer Teil des ätherischen Leibes selber.“

„Man schaut ihn an, es ist ein Teil der eigenen Wesenheit, dem Ahriman die Gestalt gegeben hat, die man selber hat. Denn Ahriman versucht alles sozusagen hereinzudrängen in die Gesetze der physischen Welt. In der physischen Welt herrschen die Geister der Form, und sie teilen diese Herrschaft mit Ahriman, so daß Ahriman das durchaus ausführen kann mit einem Teil der menschlichen Wesenheit, was man bezeichnen kann als das Gestalten eines Teiles der menschlichen Wesenheit zum Doppelgänger.“

GA 147, S 119

„Es ist – verhältnismäßig – eine elementarische Erscheinung, diese Begegunug mit dem Doppelgänger, und sie kann auftreten durch besondere unterbewußte Eindrücke und Impulse der menschlichen Seele, auch wenn der Mensch nicht hellsichtig ist.“

GA 147, S 119

„Dasjenige, dem man da begegnet, ist durchaus der Doppelgänger, den ich wiederum mit anderen Aufgaben versucht habe, in dem „Hüter der Schwelle“ und in „Der Seele Erwachen“ darzustellen.“

„…, die Begegnung mit dem Doppelgänger hat, weil durch die eigentümlichen Erlebnisse, die er gehabt hat, Ahriman einen Teil seiner Seele formgemäß so gestalten kann, daß dieser Teil der Seele substantiell als Teil des ätherischen Leibes mit selbstsüchtigen Seelenelementen erfüllt ist.“

GA 147, S 120

„Solches unausgetragenes Karma, solches Erlebnis wie das, wenn man auf seine Jugend sieht wie auf eine andere Wesenheit, ist etwas, was man im Inneren erlebt. Zu solchem Erleben hat Luzifer Zugang; das kann Luzifer heraussondern; er kann sich einen substantiellen Teil des Ätherleibes nehmen und ihn gleichsam beseelen mit dem unausgetragenen Karma. Dann wird ein Schattenwesen daraus unter dem Einfluß des Luzifer, ein solches Schattenwesen, wie es in dem Geist des jungen Johannes Thomasius dargestellt ist.“

GA 147, S 124

„Derjenige, der so etwas erlebt – und das ist ein wichtiges, ein bedeutungsvolles Erlebnis -, erlebt es so, daß er weiß, weil er Karma unausgetragen hat, hat er eine Art kosmischer Schuld auf sich geladen, hat er ein Wesen geschaffen, das eigentlich nicht draußen sein sollte, sondern in einem selber.“

„Das ist die Eigentümlichkeit, wenn man sich in die geistigen Welten hinauflebt, daß man seiner eigenen Wesenheit entgegentritt, aber daß einem in der geistigen Objektivität diese eigene Wesenheit vervielfältigt entgegentreten kann.“

„Es tritt ihm entgegen ein Teil seines Wesens als Doppelgänger, jetzt ein anderer Teil seines Wesens, denn das Karma gehört durchaus zum Wesen des Menschen, als der Geist des jungen Johannes Thomasius.“

GA 147, S 124

„Von dem, was uns Zufall dünkt, müssen wir uns vorstellen: Wie wäre es, wenn wir den energischsten Willen angewendet hätten, um das alles zu wollen? Gleichsam meditierend muß der Mensch sich in diese Seelenstimmung versetzen gegenüber dem, was uns in unserem Leben als zufällige Ereignisse erscheint. Und jeder Mensch der Gegenwart kann dieses tun. Wenn wir so vorgehen, dann macht das nach und nach einen ganz besonderen Eindruck auf unsere Seele, wir fühlen, als ob sich etwas loslösen wollte von uns. Ich habe mir da einen zweiten, einen anderen Menschen vorgestellt, sagt sich die Seele, der ist nun da. Und man kann nicht mehr loskommen von dieser Vorstellung, sondern ein solcher ausgedachter Mensch wird nach und nach zu unserem Doppelgänger. Mit diesem ausgedachten Menschen hast du eigentlich etwas zu tun, sagt sich die Seele. Man steigt auf zu der Vorstellung: Dieser Mensch lebt eigentlich in dir. Und wenn man sich recht intensiv hineinlebt in diese Vorstellung, dann wird man gewahr, daß dieser ausgedachte Mensch nicht so ganz ohne Bedeutung ist. Die Überzeugung wird in uns wach: Das ist schon einmal dagewesen, und damals hast du die Willenskräfte zu den scheinbaren Zufälligkeiten von heute in dir gehabt. ‑ Auf diese Weise verschaffen wir uns eine gründliche Überzeugung davon, daß wir schon einmal da waren, bevor wir in diese Leibeshülle untertauchten. Und jeder Mensch der Gegenwart kann diese Überzeugung sich verschaffen.“

GA 130, S 236/237

„Bevor der Mensch als Schüler bis zu dem Punkte geführt wird, daß er willkürlich an seinem Ätherkörper arbeiten kann, muß er wenigstens teilweise in die Lage kommen, das Karma zu beurteilen, Selbsterkenntnis zu erlangen. Darum darf Meditation nicht ohne fortwährende Selbsterkenntnis, Selbstschau vorgenommen werden. Dadurch wird erreicht, daß der Mensch im rechten Augenblick den Hüter der Schwelle sieht: das Karma, das er noch abzutragen hat. Wenn man diese Stufe in normalem Zustande erreicht, bedeutet das nichts anderes als die Erkenntnis des noch vorhandenen Karmas. Fange ich an, in den Ätherkörper hineinzuarbeiten, muß ich mir vorsetzen, das Karma, das noch da ist, auszugleichen. Es kann vorkommen, daß der Hüter der Schwelle auf abnorme Weise auftritt. Das geschieht, wenn der Mensch eine so starke Anziehung hat zu dem einen Leben zwischen Geburt und Tod, daß er wegen des geringen Maßes an innerer Tätigkeit nicht lange genug im Devachan bleiben kann. Wenn der Mensch sich zu sehr gewöhnt hat, nach außen zu schauen, hat er im Inneren nichts zu sehen. Er kommt dann bald ins physische Leben zurück. Seine Begierden bleiben dann vorhanden, das kurze Devachan ist bald vorüber; und wenn er zurückkehrt, ist das Gebilde seiner früheren Begierden noch im Kamaloka vorhanden; er trifft es dann noch an. Er verkörpert sich. Da mischt sich zu seinem neuen Astralkörper der alte hinzu; das ist das vorhergehende Karma, der Hüter der Schwelle. Er hat dann sein früheres Karma fortwährend vor sich, dies wird eine eigentümliche Art von Doppelgänger.“

GA 93a, S 27/28

„Viele von den Päpsten der berüchtigten Päpstezeit, wie zum Beispiel Alexander VI., haben solche Doppelgänger in der nächsten Inkarnation gehabt. Es gibt Menschen, und zwar jetzt gar nicht selten, die ihre frühere niedere Natur fortwährend neben sich haben. Das ist eine spezifische Art von Wahnsinn. Das wird immer stärker und heftiger werden, weil das Leben im Materiellen sich immer mehr ausbreitet. Viele Menschen, die jetzt ganz im materiellen Leben aufgehen, werden in der nächsten Inkarnation die abnorme Form des Hüters der Schwelle neben sich haben. Würde nicht der spirituelle Einfluß jetzt sehr stark ausgeübt, so würde eine Art epidemischen Sehens des Hüters der Schwelle eintreten als Folge der materialistischen Kultur. Ein Vorbote ist die Nervosität unseres Jahrhunderts. Sie ist eine Art Aufgehen in der Peripherie. Alle Nervösen von heute werden gehetzt sein durch den Hüter der Schwelle in der nächsten Inkarnation. Sie werden gehetzt werden in eine zu frühe Inkarnation, eine Art kosmischer Frühgeburt. Was wir mit der Theosophie anzustreben haben, ist eine genügend lange Devachanzeit, um solche zu frühe Inkarnationen zu vermeiden.“

GA 93a, S 28/29

„Im Verlauf der Etappe, die man in der christlichen Einweihung die Dornenkrönung nennt, tritt ein furchteinflößendes Phänomen auf, das die Bezeichnung «Hüter der Schwelle» trägt und das man auch die Erscheinung des Doppelgängers nennen könnte. Das geistige Wesen des Menschen, gebildet aus seinen Willensströmungen, seinen Wünschen und seinen Verstandesfähigkeiten, erscheint alsdann dem Eingeweihten als Bild im Traumbewußtsein. Und dieses Bild ist manchmal abstoßend und Schrecken einflößend, denn es ist ein Ergebnis seiner guten und schlechten Eigenschaften und seines Karma; von diesem allem ist es die bildhafte Personifikation auf dem Astralplan. Das ist der schlimme Fährmann im Totenbuch der Ägypter. Der Mensch muß ihn besiegen, um sein höheres Ich zu finden. Der Hüter der Schwelle, ein Phänomen des hellsichtigen Schauens bis in die ältesten Zeiten hinein, ist der eigentliche Ursprung all der Mythen über den Kampf des Helden mit dem Ungeheuer, des Perseus und des Herakles mit der Hydra, des heiligen Georg und des Siegfried mit dem Drachen.“

GA 94, S 56/57

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