Spirituelles Studium

RS Aetherleib [1]

Der Begriff des „Ätherleib“ bei Rudolf Steiner

Quelle GA  R.Steiner

 

Das Ich und der Ätherleib müssen sich im Menschen gegenseitig ausgleichen.“

GA 352, S 44

„Also das Flüssige ist für den Ätherleib des Menschen da.“

GA 352, S 31

„Der Ätherleib ist dazu da, um dasjenige, was entsteht als fauliger Gestank, zu überwinden und zu beseitigen. Das ist im menschlichen Körper so, daß der Ätherleib der Kämpfer und der Sieger über das Fauligwerden ist.“

GA 352, S 33

„Das ist nun so, daß geradeso, wie mit dem Festen der physische Körper, mit dem Flüssigen der Ätherleib, mit dem Gasförmigen der Astralleib zu tun hat, so mit dem Wärmeartigen das Ich.

GA 352, S 38

„So ist der Gegensatz zwischen dem Ich und dem Ätherleib. Das Ich und der Ätherleib müssen sich im Menschen gegenseitig ausgleichen.“

GA 352, S 44

„Nun, wenn sich der Ätherleib lockert, dann wird der Mensch stärker.“

GA 352, S 115

„Und im Ätherleib sitzt das Gewissen.“

GA 352, S 120

„Aber was das Übersinnliche ist, der astralische Leib und das Ich, die sind zum Absondern da; die sondern fortwährend ab. Nur der physische Leib und der Ätherleib bauen auf. Der astralische Leib und das Ich bauen wieder ab.“

GA 352, S 130

„Gleichsam wie der Schweiß durch den Ätherleib, so wird der Urin durch den astralische Leib abgesondert.“

GA 352, S 132

„…, der als Ätherleib ein Wesen der elementarischen Welt ist und die Verwandlungsfähigkeit hat,…“

GA 147, S 54

„Durch die Kräfte des physischen Leibes wird jene Beweglichkeit des Ätherleibes nur zusammengehalten.“

GA 147, S 54

„…, wenn der Mensch die Pforte des Todes überschritten hat und in der Welt lebt,… Da hat die Seele die naturgemäße Tendenz, hauptsächlich den Blick hinzurichten auf die Schicksale des eigenen Ätherleibes. Was der Ätherleib da für Verwandlungen durchmacht in der elementarischen Welt, das ist gewissermaßen durch die ganze Kamalokazeit hindurch die Umwelt, die Außenwelt der Seele. Man sieht in dieser Zeit, wie die elementarische Welt aufnimmt unseren ätherischen Leib.“

GA 147, S 145

„Seine Grundfarbe ist eine andere als die im Regenbogen enthaltenen sieben Farben. Wer ihn beobachten kann, lernt eine Farbe kennen, die für die sinnliche Beobachtung eigentlich gar nicht vorhanden ist. Sie läßt sich am ehesten mit der Farbe der jungen Pfirsichblüte vergleichen.“

TB 600, S 99

„Nun sind beim Menschen die Teilchen des Ätherleibes in einer fortwährenden Bewegung. Zahllose Strömungen durchziehen ihn nach allen Seiten. Durch diese Strömungen wird das Leben unterhalten und geregelt. Jeder Körper, der lebt, hat einen solchen Ätherleib.“

TB 600, S 99/100

„Wenn die Geheimschulung so weit gekommen ist, daß die in den vorhergehenden Abschnitten gekennzeichneten Lotusblumen sich zu bewegen beginnen, dann hat der Schüler auch bereits manches von dem vollzogen, was zur Hervorrufung ganz bestimmter Strömungen und Bewegungen in seinem Ätherkörper führt.“

TB 600, S 100

„Und was wir ausgebildet haben, das haben wir dann, das tragen wir hinein in die geistige Welt. Indem wir das hineintragen in die geistige Welt, haben wir dann dort etwas Ähnliches, wie wir hier dadurch haben, daß wir Augen haben. Wir sind dann nicht mehr blind in der geistigen Welt.“

GA 157, S 124

„Geht aber ein Mensch in Jugendkraft durch die Pforte des Todes, so hätte ihm sein Ätherleib noch durch Jahrzehnte dienen können. Dieser Ätherleib ist eine zusammenhängende, in sich gefügte Organisation. Der löst sich im zweiten Falle nicht sogleich auf. Er trennt sich ab vom astralischen Leib und vom Ich. Diese gehen in der geistigen Welt ihre eigenen Wege; der Ätherleib jedoch trennt sich zwar ab, löst sich aber nicht sogleich auf.“

„Deshalb kann man sagen: In dieser geistigen Ätherwelt – absolut genommen, in der Erden-Aura-Nähe – sind eine außerordentlich große Anzahl von unverbrauchten Ätherleibern, von Ätherleibern mit frischen Kräften.“

GA 157, S 126

„Und recht anwenden wird die Menschheit das, was an unverbrauchten Kräften in unseren Ätherleibern ist, nur dann, wenn diese Menschheit sich bewußt wird, wie sie mit der geistigen Welt zusammenhängt! – Denn von diesen unverbrauchten Ätherleibern strahlen viele, viele Kräfte aus. Die kommen herein in unsere Welt, und diese Kräfte wird die Menschheit nur dann richtig anwenden, wenn sie die Gedanken auf die geistige Welt hinlenkt. Dann werden diese Kräfte der geopferten Ätherleiber der Menschheit fördernde Kräfte sein. Das ist es gewissermaßen, was die Toten uns heute zurufen: Verbraucht unsere Ätherleiber nicht umsonst; laßt nicht die Zeit vorübergehen, in welcher die Kräfte unserer unverbrauchten Ätherleiber dem geistigen Fortschritt der Menschheit dienen können!“

GA 157, S 127

„Die Sonnenkräfte enthalten das, was im Menschen den ätherischen Leib so organisiert, daß er diese eigentümliche Tätigkeit des Denkens, des Vorstellens ausüben kann.“

GA 157, S 241

„Sie wissen ja, daß, wenn im Tode der Mensch mit dem Astralleib und Ich und dem Ätherleib herausgeht, der Mensch im Ätherleib eine unmittelbare Rückschau hat auf das Erdenleben. Diese Rückschau ist eigentlich am Ätherleib haftend; wenn er aufgelöst ist, hört die Rückschau auf. In diesem Ätherleib steckt also die Möglichkeit, all die Ereignisse unseres Lebens in sich abzudrücken. Im Ätherleib ist wirklich also abgedrückt, was wir im Leben durchgemacht haben.

Dieser Ätherleib ist ein sehr kompliziertes Gebilde. Wenn wir diesen Ätherleib herauspräparieren könnten so, daß wir ihm seine Gestalt lassen, so wäre er uns ein Spiegel unseres gegenwärtigen Lebens, ein Bild unseres Lebens bis zu dem Punkte, bis zu dem Momente, wo wir uns erinnern können.“

GA 157, S 270

„Im physischen Leib lebt die Erde, und im Ätherleib lebt die Sternenwelt. Was der Mensch an inneren Kräften in sich trägt, um auf der Erde so zu sein, daß er sich zugleich mit Haltung, Bewegung, Gebärde der Erde entreißt, das verdankt er der Schöpfung der Erzengel in seinem Ätherleib. Wie im physischen Leib die Erdenkräfte durch die Gestaltung leben können, so leben im Ätherleib die Kräfte, die aus dem Umkreis des Kosmos von allen Seiten auf die Erde zuströmen.“

GA 26, S 189

„Im Ätherleib herrscht fortwährende Beweglichkeit, die ein Spiegelbild ist der sich während des menschlichen Erdenlebens ändernden  Sternenkonstellationen. Schon den Veränderungen des Himmels von Tag und Nacht entsprechend, gestaltet sich der Ätherleib; aber auch den Veränderungen, die zwischen der Geburt und dem Tode des Menschen vor sich gehen.

Diese Anpassung des Ätherleibes an die Himmelskräfte widerpricht nicht der allmählichen Loslösung des Sternenhimmels von den göttlich-geistigen Mächten, von der in andern betrachtungen gesprochen worden ist.“

GA 26, S 190

„Insoferne sich der Mensch an diese Verhältnisse, die auf der Erde als Himmelsverhältnisse sind, anpassen muß, gehört diese Anpassung in den Ätherleib, und dessen Gestaltung ist eine Schöpfung des Chores der Archangeloi.“

GA 26, S 191

„Den Ätherleib in Imaginationen erfassen, heißt ein Zusammengehörigkeitsgefühl mit der Sternenwelt so entwickeln, wie man dies durch das Bewußtsein vom physischen Leibe von der Erde hat.

Die Kräfte, die den Ätherleib in die Welt hineinstellen, kommen aus dem Umkreis der Welt, wie die für den physischen Leib aus dem Mittelpunkt der Erde strahlen.“

GA 26, S 224

„Und so haben wir den physischen Leib des Menschen, der eigentlich ganz der Erde angehört, den Ätherleib des Menschen, der dem wässerigen, dem flüssigen Elemente der Erde angehört, der zu diesem eine besondere Beziehung hat, den Astralleib, der dem luftartigen Elemente angehört, und das Ich, das dem Wärmeelemente, dem Feuerelement angehört.“

GA 211, S 22

„ – Ebenso sagt der Bildekräfte- oder Ätherleib: Eben nur, weil ich die Gewohnheit angenommen habe, dir ähnlich zu sein, habe ich die menschliche Form behalten. Eigentlich haben mich die Kräfte des Weltenalls während der Nacht, während du schliefest, während du außer mir warest, in alle Winde zerstreuen wollen.“

GA 211, S 79

„Der Grieche in der älteren Zeit wußte viel von dieser Furcht, und er wußte ebensogut: Der Ätherleib bekommt jede Nacht eine eigentümliche Neigung, in vier verschiedene Gestalten auseinander zu flattern, zu etwas zu werden, was engelartig ist, was löwenartig ist, was adlerartig ist und was ochsenartig ist. Man muß jeden Morgen vom astralischen Leib aus sich wieder bemühen, diese vier Glieder des Ätherleibes, wenn ich mich des Ausdruckes bedienen darf, so durcheinander zu synthetisieren, daß wiederum ein richtiger Mensch daraus wird. Aber die Griechen hatten das Leben im physischen und im Ätherleib gern. Ich habe Ihnen ja öfter jenen Ausspruch angeführt, der uns aus Griechenland herauftönt: «Lieber ein Bettler auf der Erde als ein König im Reiche der Schatten», in der Unterwelt.“

GA 211, S 83

„Aber der Mensch ist ja nicht bloß im Physischen irdischer Mensch. Er ist irdischer Mensch, indem vorzugsweise das tätig ist, was wir den physischen Leib nennen, er ist aber auch Flüssigkeitsmensch. Der ganze Mensch ist ausgefüllt von der in ihm zirkulierenden Flüssigkeit, wodurch irdischer Mensch und Flüssigkeitsmensch aufeinander wirken und sich gegenseitig beeinflussen. Der Flüssigkeitsmensch ist vorzugsweise abhängig von dem Ätherleib, denn die Kräfte des Ätherleibes wirken weniger in dem, was fest ist, sondern mehr in dem, was flüssig ist.“

GA 346, S 31

„Und dann tragen wir noch den Luftmenschen und den Wärmemenschen in uns. Der Luftmensch, der die Atmung besorgt, steht unter den Kräften des astralischen Leibes, und der Wärmemensch ist vorzugsweise unter die Wirkung der Ich-Organisation gestellt. Sie brauchen nur sich daran zu erinnern, daß, wenn Sie mit dem Thermometer an irgendeiner Stelle des Körpers messen, außen oder innen, diese Temperatur differenziert ist. Schon bei dieser groben Art der Wärmemessung zeigt sich, daß der Mensch ein differenzierter Wärmeorganismus ist.“

GA 346, S 31

„Aber ich will nur ein Beispiel erwähnen: Lernt man den menschlichen physischen Leib im rechten Sinne studieren, indem man ihn von Anthroposophie aus beleuchtet, dann erfährt man über diesen physischen Leib des Menschen, wie er seinen eigenen Kräften folgen kann. Wenn er seinen eigenen Kräften folgt, dann ist er fortwährend in der Anstrengung, krank zu werden. ja das, was da unten im Menschen als physischer Leib existiert, das ist eigentlich in fortwährender Anstrengung, krank zu werden. Und sehen wir auf vom physischen Leib zu dem Ätherleib, so haben wir im Ätherleib die Gesamtheit derjenigen Kräfte des Menschen, die fortwährend in der Anstrengung leben, den kranken Menschen wieder gesund zu machen. Die Pendelschwingung zwischen physischem Leib und Ätherleib ist darauf zielend, fortwährend die Mittellage zu erhalten zwischen dem Pathologischen und zwischen dem Therapeutischen. Der Ätherleib ist der kosmische Therapeut, und der physische Leib ist der kosmische Krankheitserreger.“

GA 221, S 73/74

„Und ebensogut könnten wir für andere Gebiete der menschlichen Erkenntnis sprechen. Und indem wir so sprechen, sagen wir uns: Wenn wir gegenüber einer Krankheit stehen, was müssen wir tun? Wir müssen irgendwo es dazu bringen, durch bestimmte Heilmittelkonstellationen in irgendeiner Weise den Ätherleib aufzurufen zur Heilung. Das tut schließlich im Grunde genommen alle Medizin: irgendwie den Ätherleib des Menschen aufrufen zur Heilung, denn er ist der Heiler. Wenden wir uns in der richtigen Weise bei einem Menschen, der gesund gemacht werden kann, an den Ätherleib, suchen wir dasjenige, was ihm aus dem Ätherleib heraus an heilenden Kräften zukommen kann nach seinem allgemeinen Menschenschicksal, dann sind wir auf dem Wege, ihn zu heilen.“

GA 221, S 74

„Wenn also, sagen wir, eine geschwulstartige Bildung auftaucht, so ist das ein Symptom dafür, daß nicht in richtiger Weise die Ich‑Tätigkeit vom Ätherleibe aus eingreift. Sie macht sich geltend, aber kann manchmal nicht herankommen an die Geschwulst. Man muß nach dieser Richtung hin gewissermaßen den Ätherleib unterstützen, so daß er zur Wirksamkeit kommt. Denn wenn der Ätherleib in der richtigen Weise zur Wirksamkeit kommt, indem er zuerst vom Ich und vom astralischen Leib durchdrungen ist und dann zur Wirksamkeit kommt, wenn er heran kann an das, was von oben kommt und nicht die Ätherwirksamkeit aufgenommen hat, sondern höchstens die Ich‑ und Astralwirksamkeit, wenn man also der Ich‑ und Astralwirksamkeit, die vergiftend in den Organismus eingreifen, die ätherische Wirksamkeit entgegensenden kann, dann unterstützt man den Heilungsprozeß, der durch die menschliche Organisation selber da sein will. Man braucht eigentlich nur zu wissen, durch welche Mittel in einem solchen Falle die ätherische Organisation, in der richtigen Weise von astralischer und Ich‑Organisation durchzogen, in den Körper eingreifen muß. Man braucht sozusagen der ätherischen Organisation durch die Mittel nur zu Hilfe zu kommen. Man muß also wissen, welche Mittel in einem solchen Falle die ätherische Organisation stark machen, so daß sie ihre aufbauende Kraft der zu starken abbauenden Kraft entgegensetzen kann. Was der Therapie als die Pathologie zugrunde liegt, läßt sich eben durchaus nicht begreifen, wenn man nicht zu dem unsichtbaren Menschen seine Zuflucht nimmt.“

GA 221, S 81/82

„Es kann aber auch so sein, daß der Mensch, indem er geboren wird, mit seiner Ich‑ und astralischen, also sagen wir, mit seiner geistig‑seelischen Organisation nicht richtig in die physische Organisation eingreift, daß also gewissermaßen die geistig‑seelische Organisation nicht genügend hineinstößt in die physische Organisation. Dann wird der ganze Mensch fortwährend ein Überwiegen haben desjenigen, was von unten nach oben als Wachstumskräfte vorhanden ist, was aber nicht in genügender Weise Schwere bekommt durch die Eingliederung der physischen Organisation. Der Mensch kann so geboren werden, daß sein physischer Leib nicht genügend von dem unsichtbaren Menschen ergriffen wird, daß also dieser hier gezeichnete unsichtbare Mensch gewisserma,ßen sich weigert, in der gehörigen Weise einzugreifen in den Blutprozeß. Dann kann der Geist des Menschen nicht an den Blutprozeß heran, und wir sehen dann die Folgen daran, daß solche Menschen uns schon von Kindheit auf blaß entgegentreten, mager bleiben, oder wohl auch durch die überwiegenden Wachstumskräfte schnell in die Höhe schießen. Dann haben wir das vor uns, daß das Geistig‑Seelische nicht richtig hinein kann in den Organismus. Und weil der Körper sich weigert, das Geistig‑Seelische aufzunehmen, müssen wir dahin wirken, daß wir im ätherischen Leibe, wo dann eine zu starke Tätigkeit vorhanden ist, diese abschwächen. Wir müssen also bei solchen blaß und hager und aufgeschossen auftretenden Menschenkindern dahin wirken, daß wiederum die im ätherischen Leib hypertrophisch, übermäßig wirkenden Kräfte auf ihr gehöriges Maß zurückgeführt werden, daß der Mensch Schwere in den Leib bekommt, daß das Blut zum Beispiel durch Empfangen des nötigen Eisengehaltes die entsprechende Schwere bekommt, so daß der ätherische Leib weniger nach oben wirkt, in seiner Wirkung nach oben abgeschwächt wird.“

GA 221, S 82/83

„Sie können diese Prozesse, die ich Ihnen jetzt hier aus dem Ganzen des Menschen heraus entwickelt habe, an Einzelheiten verfolgen. Nehmen Sie einmal an, Sie stechen sich irgendwo einen Fremdkörper ein (siehe farbige Zeichnung 3, gelb). Das Verhalten Ihres Leibes zu diesem Fremdkörper kann in zweierlei Art vor sich gehen. Nehmen wir an, Sie können den Fremdkörper nicht herausziehen, er bleibt drinnen. Dann kann zweierlei geschehen. Rings um den Fremdkörper ist tätig die aufbauende Kraft in dem fließenden Blute (rot). Die sammelt sich rings um den Fremdkörper an, ist aber von ihrer Stelle gerückt. Das führt dazu, daß die Nerventätigkeit sogleich anfängt zu überwiegen. Es sondert sich um den Fremdkörper eine exsudatartige Bildung ab (blau). Der Fremdkörper wird eingekapselt. Dadurch, daß das geschieht, bildet sich an der Stelle des Körpers das Folgende: Während sonst, wenn wir keinen Fremdkörper an der Stelle haben, dort in einer gewissen Weise der ätherische Leib in den physischen Leib eingreift, wird der ätherische Leib jetzt in den Fremdkörper nicht eingreifen können, sondern dadrinnen wird gewissermaßen eine Blase entstehen, die nur vom Ätherischen ausgefüllt ist (rote Striche). Wir haben in uns ein Stückchen Leib, das einen Fremdkörper enthält, und wo ein Stückchen ätherischer Leib nicht vom Physischen durchorganisiert ist. Da kommt es dann darauf an, dadrinnen den astralischen Leib so stark zu machen, daß er ohne die Hilfe des physischen Leibes bei dem Stückchen Ätherleib wirken kann. Und durch diese Einkapselung hat sich eigentlich unser Leib an die abbauenden Kräfte gewandt, um diese abbauenden Kräfte in einem Stück Leib herauszusondem und da nun den heilenden Ätherleib einzugliedern, der in der entsprechenden Weise aber dann durch eine richtige Behandlung unterstützt werden muß von dem Astralischen und dem Ich.

Wir müssen also gewissermaßen sagen, daß in einem solchen Falle dasjenige, was über dem Physischen im Menschen liegt, so stark werden muß, daß es ohne das Physische für diesen kleinen Teil der menschlichen Organisation wirken kann. Das geschieht immer, wenn im Sinne einer sogenannten Heilung irgendein Fremdkörper im Menschen, ein Splitter, der eingestochen wird zum Beispiel, sich einkapselt. Da also wird der Mensch für diesen Teil seines Leibes gewissermaßen mit seiner ganzen Organisation ein Stück nach oben gerückt. Nun bildet sich ja natürlich auch Fremdkörperliches rein aus der Organisation heraus. Das muß dann in der gleichen Weise angesehen werden.“

GA 221, S 84/85

„Und dann blicke ich zum Menschen zurück, und ganz derselbe Eindruck, den ich sonst vom Urzustand der Erde habe, stellt sich mir dar in einem zweiten Menschen, den der Mensch in sich trägt. Und ganz derselbe Eindruck stellt sich mir dar, wenn ich nun nicht Steine ansehe, sondern wenn ich Pflanzen ansehe. Und ich komme dazu, mit einem gewissen Recht neben dem physischen Leib von einem Ätherleib zu sprechen. Die Erde war einstmals Äther. Sie ist aus dem Äther das geworden, was sie heute ist in ihren unorganischen, in ihren leblosen Dingen. Die Pflanze trägt noch dasjenige in sich, was ein uralter Zustand der Erde war. Und ich selber auch: als einen zweiten Menschen, als den Ätherleib des Menschen.“

GA 234, S 36

„Das alles, was ich Ihnen schildere, kann Beobachtungsgegenstand des erkrafteten Denkens werden. So daß wir sagen können: Gibt sich der Mensch Mühe, das erkraftete Denken zu haben, dann schaut er an sich, an der Pflanze, und indem er auf die Mineralien sieht, in Erinnerung an uralte Zeiten, die die Mineralien wachrufen, außer dem Physischen Ätherisches.“

GA 234, S 36

„Nun aber, was weiß man denn aus dem, was einem so in einer höheren Beobachtung entgegentritt? Man weiß daraus, daß die Erde einmal in einem ätherischen Zustande war, daß der Äther geblieben ist, daß er heute noch die Pflanzen durchsetzt, die Tiere durchsetzt, denn auch an ihnen nimmt man ihn wahr, daß er den Menschen durchsetzt.

Aber nun tritt ein weiteres auf. Die Mineralien erblicken wir ätherfrei. Die Pflanzen erblicken wir mit Äther begabt. Aber wir lernen zu gleicher Zeit den Äther überall sehen. Er ist heute noch da. Er füllt den Weltenraum aus. Er nimmt nur nicht teil an der äußeren mineralischen Natur. Er ist überall da. Und wenn ich nur die Kreide aufhebe, da merke ich, in dem Äther geht allerlei vor. Oh, das ist ein verwickelter Prozeß, ein verwickelter Vorgang, wenn ich die Kreide aufhebe. Mein Arm und meine Hand heben die Kreide auf. Dasjenige, was da meine Hand tut, das ist die Entwickelung einer Kraft in mir. Diese Kraft in mir ist während des wachen Zustandes vorhanden; während des schlafenden Zustandes ist sie nicht vorhanden. Wenn ich das, was der Äther tut, verfolge, die geschilderte Verwandlung der Nahrungsmittel, so ist das durch den Wach‑ und durch den Schlafzustand hindurch vorhanden. Das könnte man zunächst, wenn man oberflächlich wäre, beim Menschen bezweifeln, aber bei den Schlangen nicht, denn die schlafen, um zu verdauen. Aber dasjenige was dadurch geschieht, daß ich den Arm hebe, das kann nur im wachen Zustand geschehen. Der Ätherleib hilft mir nichts zu diesem Heben. Aber dennoch, wenn ich nur die Kreide hebe, muß ich Ätherkräfte überwinden, muß ich in den Äther hineinwirken. Aber der eigene Ätherleib kann das nicht. Ich muß also einen dritten Menschen in mir tragen, der das kann.“

GA 234, S 36/37

„Zunächst kann man diese innere Kräfte‑Entfaltung nur wahrnehmen an sich selber durch ein inneres Erleben. Wenn man aber die Meditation weiter treibt, wenn man nicht nur das innerlich tut, daß man Vorstellungen selber schafft, von einer Vorstellung zur anderen übergeht, um so das Denken zu erkraften, sondern wenn man, nachdem man ein solches kraftvolles Denken sich errungen hat, es innerlich wieder abschafft, sich ganz leer im Bewußtsein macht, dann erreicht man etwas Besonderes. Ja, wenn man sich von den gewöhnlichen Gedanken, die man passiv erwirbt, freimacht, schläft man ein. In dem Augenblick, wo der Mensch nicht mehr wahrnimmt, nicht mehr denkt, schläft er ein, weil das gewöhnliche Bewußtsein eben passiv erworben ist. Ist es nicht da, schläft er ein. Aber wenn man die Kräfte entwickelt, durch die man das Ätherische sieht, hat man einen innerlich erstarkten Menschen. Man fühlt die Gedankenkräfte, wie man sonst die Muskelkräfte fühlt. Wenn man diesen erstarkten Menschen wiederum wegsuggeriert, dann schläft man nicht ein, dann exponiert man sein leeres Bewußtsein der Welt. Dann tritt dasjenige objektiv in den Menschen herein, was der Mensch spürt, indem er seine Arme bewegt, indem er geht, indem er seinen Willen entfaltet. In der Welt des Raumes ist dasjenige nirgends zu finden, was da als Kräfte im Menschen wirkt. Aber es tritt in den Raum herein, wenn man in der Weise, wie ich es geschildert habe, leeres Bewußtsein erzeugt. Dann entdeckt man auch objektiv diesen dritten Menschen im Menschen. Schaut man dann wiederum in die äußere Natur hinaus, dann merkt man: ja, der Mensch hat einen Ätherleib, die Tiere haben einen Ätherleib, die Pflanzen haben einen Ätherleib. Die Mineralien haben keinen. Die erinnern nur an den ursprünglichen Erdenäther. Aber überall ist Äther. Wo man hinschaut, hingeht, überall ist Äther. Aber er verleugnet sich. Warum? Weil er sich nicht als Äther gibt.“

GA 234, S 37/38

„Wir sehen, wie der Mensch in die Welt hineingestellt wird in einer ganz anderen Weise, als ihm das zunächst erscheint. Aber wir begreifen auch, warum für den Menschen Welträtsel auftauchen. Der Mensch fühlt in sich, wenn er sich das auch nicht klarmacht ‑ heute macht es ja nicht einmal die Wissenschaft sich klar ‑, der Mensch fühlt in sich, daß er ein Ätherisches hat, das die Speisen umwandelt und wiederum zurückverwandelt. Er findet das in den Steinen nicht, sondern die Steine waren in uralten Zeiten noch vorhanden als allgemeiner Äther. Aber in diesem allgemeinen Äther ist wirksam dasjenige, was noch weiter zurückliegt. Der Mensch trägt also eine uralte Vergangenheit schon, wie wir sehen, in zweifacher Weise in sich: eine spätere Vergangenheit in seinem Ätherleib und eine noch weiter zurückreichende Vergangenheit in seinem Astralleibe.“

GA 234, S 41/42

„Jetzt sind wir zum Irdischen wieder zurückgekehrt. Wir finden im Menschen das Feste. Das erklären wir mit unseren gewöhnlichen Gedanken. Was im Menschen flüssig ist, können wir seiner Form nach nicht verstehen, wenn wir nicht in ihm wirksam denken diesen zweiten Menschen, den wir im erkrafteten Denken in uns selber als den Ätherleib des Menschen erfühlen.

Und so können wir sagen: Der physische Mensch wirkt im Festen, der ätherische Mensch wirkt im Flüssigen. Der ätherische Mensch ist damit noch immer etwas Selbständiges natürlich; aber sein Mittel, zu wirken, ist das Flüssige.

Und nun handelt es sich darum, weiterzukommen. Denken Sie, wir haben nun wirklich uns so weit gebracht, dieses erkraftete Denken innerlich zu erleben, also den ätherischen Menschen, diesen zweiten Menschen zu erleben; das setzt voraus, daß wir eine starke innere Impulsivität entfalten.“

GA 234, S 81

„Und jetzt tritt zu der früheren Metamorphose des Bewußtseins ein Drittes hinzu. jetzt sagt man sich: Du trägst deinen physischen Leib an dir und deinen Ätherleib, den du im erkrafteten Denken ergriffen hast, und du trägst noch etwas an dir ‑ ich bitte, ich rede von der Welt der Scheinbarkeit, wir werden in den nächsten Tagen sehen, inwiefern es berechtigt ist. Indem da von dem Ätherischen geredet wird (blau): aus dieser Welt des Räumlichen kommt es, aber was da weiter ist außerhalb (rötlich), das kommt herein vom Unbestimmten. Man verliert auch das Bewußtsein, daß es aus dem Räumlichen kommt; das durchsetzt einen wie ein dritter Mensch. Durch den Äther des Kosmos läuft es heran, durchsetzt einen als ein dritter Mensch. Und man beginnt mit Recht durch Erfahrung davon zu reden: man hatte den ersten Menschen, den physischen Menschen; den zweiten Menschen, den ätherischen Menschen; den dritten Menschen, den astralischen Menschen ‑ stoßen Sie sich nicht an Worten, das wissen Sie ja, daß Sie das nicht sollen ‑, man trägt den astralischen Menschen, den dritten Menschen, an sich. Der kommt aus dem Geistigen, nicht bloß aus dem Ätherischen. Man kann von dem Astralleibe, von dem astralischen Menschen reden.“

GA 234, S 82/83

„Sehen Sie, was da kommt und fortgeht, das ist nach den Anschauungen der gegenwärtigen Zivilisation aus physikalischem Sauerstoff und Stickstoff und einigem anderen zusammengesetzt. Aber derjenige, der dazukommt, nun aus dem leeren Bewußtsein heraus dieses Heranlaufen möchte ich sagen, des Geistigen durch den Äther zu erleben, der erlebt im Einatmungszug dasjenige, was gestaltet ist nicht aus dem Äther bloß, sondern von etwas außer dem Äther aus dem Geistigen heraus. Und man erlernt allmählich im Atmungsprozesse einen geistigen Einschlag in den Menschen erkennen. Man lernt erkennend sich zu sagen: Du hast einen physischen Leib. Er greift in das Feste ein; das ist sein Mittel. Du hast deinen ätherischen Leib. Der greift in das Flüssige ein. Indem du ein Mensch bist, der nicht nur fester Mensch, Flüssigkeitsmensch ist, sondern indem du in dir deinen Luftmenschen trägst, dasjenige, was luftförmig ist, gasförmig, kann eingreifen der dritte, der astralische Mensch. Durch dieses Substantielle auf der Erde, durch das Luftförmige, greift der astralische Mensch ein.“

GA 234, S 84

„Niemals wird das, was im Menschen flüssige Organisation ist, die innerlich ein ebenso regelmäßiges Leben hat, aber ein fortwährend veränderliches, fortwährend wandelndes Leben hat, mit dem gewöhnlichen Denken erfaßt; das, was so Flüssigkeitsmensch ist, das wird nur mit dem erkrafteten Denken erfaßt: Mit dem gewöhnlichen Denken erfassen wir konturiert den physischen Menschen. Und weil unsere Anatomie und Physiologie bloß mit dem gewöhnlichen Menschen rechnen, so zeichnen sie 10 Prozent vom Menschen auf. Aber das, was der Mensch ist als Flüssigkeitsmensch, das ist in einer fortwährenden Bewegung, das zeigt nie eine feste Kontur. Da ist es so, da wieder anders, da lang, da kurz. Was in fortwährender Bewegung ist, das erfassen Sie nicht mit den rechnenden konturierten Begriffen, das erfassen Sie mit den Begriffen, die in sich beweglich sind, die Bilder sind. Den ätherischen Menschen im Flüssigkeitsmenschen erfassen Sie in Bildern.“

GA 234, S 84

„Der Unterschied tritt ja nur hervor, wenn man die Dinge mehr im Großen betrachtet, wenn man eben auf das aufmerksam wird, was ich so stark betont habe: daß dieser menschliche Organismus in seiner Gesamtzusammenfassung als Totalität nicht aufrechterhalten werden kann von der außermenschlichen Natur, sondern der Zerstörung unterliegt. So daß wir sagen können: im festen, erdigen Physischen finden wir nicht sehr viel Unterschied zunächst zwischen dem, was außermenschlich und dem, was innermenschlich ist. Größeren Unterschied aber müssen wir schon anerkennen in dem, was Ätherisches ist.

Ich habe Sie ja aufmerksam darauf gemacht, wie das Ätherische eigentlich auf uns herunterblickt aus der außerirdischen Welt, und wie aus dem Ätherischen herein alles, ob es ein großer oder ein kleiner Tropfen ist, rund gemacht wird, kugelig gemacht wird (es wird gezeichnet). Und diese Tendenz, aus dem Kräftezusammenhang des Ätherischen heraus ein Kugeliges zu gestalten, erstreckt sich auch auf den Ätherleib des Menschen. Eigentlich haben wir fortwährend mit Bezug auf unseren Ätherleib damit zu kämpfen ‑ natürlich geschieht das alles im Unterbewußten ‑, die Kugelform zu überwinden. Der menschliche Ätherleib, so wie er nun einmal ist, ist sehr angepaßt in seiner Form, in seiner Gestaltung dem menschlichen physischen Leib. Er hat nicht so feste Grenzen, er ist in sich beweglich; aber wir können in ihm auch unterscheiden eine Kopfpartie, eine Rumpfpartie, undeutlich die Gliedmaßenpartien, da verschwimmt der Ätherleib. So daß es so ist, daß wenn wir einen Arm bewegen, der Ätherleib, der sich sonst der Form des menschlichen Organismus anpaßt, nur etwas herausragt über denselben, während er nach unten auseinandergeht. Dieser Ätherleib hat aber durch das Universum, durch den Kosmos eigentlich die Tendenz, Kugelform anzunehmen. Gegen diese Kugelform muß eben dasjenige, was als höheres Wesen im Menschen ist, der astralische Mensch und der Ich‑Mensch kämpfen. Das plastiziert heraus aus der Kugelform eben diese Form, die sich der menschlichen Gestalt anpaßt. So daß wir sagen können: Der Mensch stellt sich als Äthermensch in die allgemeine Ätherwelt so hinein, daß er in sich zusammenschließt eine Eigenform aus dem Ätherischen; während ringsherum alles Ätherische darnach trachtet, soweit Gestaltung in Betracht kommt, Kugeliges zu gestalten aus dem Flüssigen. Beim Menschen wird das Flüssige, wenn ich mich so ausdrücken darf, eben menschenähnlich, aber das geschieht durch innere Kräfte. Da arbeiten die inneren Kräfte den äußeren kosmischen Kräften entgegen.“

GA 234, S 88/89

„Schaut man dann auf den Menschen zurück, so findet man auch im Menschen für dasjenige, was draußen ätherisch ist, entsprechend seinen Ätherleib. Aber dieser Ätherleib zeigt sich nicht so, daß Sie sagen können (es wird gezeichnet): da ist der physische Mensch, dann rechts ist das der Ätherleib. Gewiß, man kann es so zeichnen, aber das ist nur ein festgehaltener Ausschnitt. Sie sehen niemals bloß den gegenwärtigen Ätherleib, sondern wenn Sie einen Menschen in bezug auf seinen Ätherleib betrachten, dann sehen Sie diesen Ausschnitt, den man zeichnen kann, angrenzend an dasjenige, was vorangeht. Sie sehen immer den ganzen Ätherleib bis zu der Geburt hin. Das Zeitliche ist ein Einheitliches. Sie können nicht, wenn Sie einen zwanzigjährigen Menschen vor sich haben, den zwanzigjährigen Ätherleib bloß sehen, sondern Sie sehen alles, was im Ätherleib geschehen ist bis zu der Geburt hin und noch etwas darüber hinaus. Da wird wirklich die Zeit zum Raum. So wie Sie, wenn Sie in eine Allee hineinschauen und die Bäume durch die Perspektive einander immer nähergerückt werden, so wie Sie also in die ganze Allee hineinsehen dem Raume nach: so schauen Sie den Ätherleib, wie er gegenwärtig ist, an, sehen aber zurück das ganze Gebilde, das ein zeitliches Gebilde ist. Der Ätherleib ist ein Zeitorganismus. Der physische Leib ist ein Raumesorganismus. Der physische Leib ist jetzt ja abgeschlossen. Der Ätherleib ist immer als Ganzes da, entsprechend der vergangenen Lebensdauer während dieses Lebens. Das ist eine Einheit. Daher könnten Sie eigentlich den Ätherleib nur zeichnen oder malen, wenn Sie Wandelbilder malen könnten; nur mit einer größeren Geschwindigkeit müßten Sie malen. Was man als augenblickliche Gestaltung zeichnet oder malt, ist eben nur ein Durchschnitt, verhält sich dem ganzen Ätherleib gegenüber so, wie wenn Sie einem Baum den Stamm durchschneiden und dann zeichnen, was Sie da sehen im Durchschnitt. So ist es, wenn Sie den Ätherleib in einem Schema zeichnen, eben nur ein Durchschnitt, denn der ganze Ätherleib ist ein zeitlicher Verlauf. Und man kommt, indem man diesen zeitlichen Verlauf überblickt, sogar etwas über die Geburt, ja sogar über die Empfängnis hinaus bis zu einem Punkte, wo man schaut, wie der Mensch heruntergestiegen ist aus seinem vorirdischen Dasein zu diesem jetzigen Erdendasein, und sich sozusagen als Letztes, das er durchgemacht hat, bevor er von einem Elternpaar konzipiert wurde, Substantialität aus dem allgemeinen Weltenäther herangezogen und zu seinem eigenen Ätherleib gebildet hat.“

GA 234, S 94/95

„So daß Sie also, sobald Sie vom Ätherleib sprechen, nicht anders sprechen können, als indem Sie das zeitliche Leben des Menschen bis über die Geburt hinaus überblicken. Das, was man als den Ätherleib in einem bestimmten Zeitmomente ansieht, ist nur eine Abstraktion; das Konkrete ist der zeitliche Verlauf.“

GA 234, S 95

„Erinnern Sie sich an das, was ich schon gesagt habe. Ich sagte Ihnen: da ist der Mensch in seiner gegenwärtigen Inkarnation. (Es wird gezeichnet, rechts Mitte.) Wenn er Imagination entwickelt, so schaut er seinen Ätherleib etwas vor die Geburt oder Empfängnis hingehend (gelb); aber sein astralischer Leib führt ihn durch Inspiration hinein in die ganze Zeit, die verflossen ist zwischen dem letzten Tode und dieser Geburt (rot). Und die Intuition führt ihn in das vorangehende Erdenleben zurück (gelb).“

GA 234, S 117/118

„Ich bitte Sie, wir gehen ja vom Aufwachen bis zum Einschlafen fortwährend durch die Welt; von allen Seiten her kommen die Eindrücke. Wir beachten zunächst wenige, aber sie beachten uns, und es prägt sich vieles, vieles, was dann nicht erinnert wird, ein. Da in den Tiefen unseres Wesens sitzt eine reiche Welt, von der wir nur einzelne Fetzen in die Gedanken heraufbekommen. Diese Welt, die ist eigentlich eingesperrt in uns, ist wie ein tiefes Meer in uns, und dasjenige, was Erinnerungsvorstellung ist, schlägt so wie einzelne Wellenschläge herauf. Aber es ist in uns. Sehen Sie, das, was in dieser Weise in uns ist, das hat uns nicht die physische Welt gegeben. Sie kann es uns auch nicht nehmen. Und wenn der physische Leib des Menschen abfällt, dann ist diese ganze Welt da, haftet an seinem Ätherleib. Unmittelbar nach dem Tode trägt der Mensch in der Tat alle seine Erlebnisse in seinem Ätherleibe wie eingeprägt in sich; gewissermaßen wie zusammengerollt trägt er sie in sich.“

GA 234, S 121/122

„Wir sind als Menschen hereingestellt in die Welt. Während wir das Erdenleben ablaufend haben, wirkt die ganze Welt auf uns ein. Wir rollen das, was da einwirkt, gewissermaßen zusammen. Die Welt gibt uns vieles. Wir halten es zusammen. In dem Augenblick, wo wir sterben, nimmt die Welt wieder an sich, was sie uns gegeben hat. Aber sie empfängt dadurch etwas Neues. Wir haben das alles in besonderer Weise erlebt. Das, was die Welt empfängt, ist etwas anderes, als sie uns gegeben hat. Sie nimmt unser ganzes Erleben auf. Sie prägt sich selbst in ihren eigenen Äther unser ganzes Leben ein.

Und jetzt stehen wir in der Welt und sagen uns, indem wir dieses Erlebnis mit unserem Ätherleib zunächst nehmen: Wir sind wirklich nicht bloß für uns in der Welt, sondern die Welt hat etwas vor mit uns; die Welt hat uns hereingestellt, damit sie das, was in ihr ist, durch uns durchgehen lassen kann und es in der von uns veränderten Gestalt wiederum empfangen kann. Wir sind als Menschen nicht bloß für uns da, wir sind zum Beispiel in bezug auf unseren ätherischen Körper für die Welt da. Die Welt hat die Menschen nötig, weil sie dadurch mit ihrem eigenen Inhalte sich immer wieder neu und neu erfüllt. Es ist ein nicht Stoff‑ aber Gedankenwechsel zwischen der Welt und dem Menschen. Die Welt gibt ihre Weltengedanken an den menschlichen Ätherleib ab, und die Welt empfängt sie im durchmenschlichten Zustande wiederum zurück. Der Mensch ist nicht um seiner selbst allein, der Mensch ist um der Welten willen da.“

GA 234, S 123

„Wenn wir in stiller Stunde uns fragen: Wieviel hat sich in meinen Begriffen seit meiner Jugend geändert? ‑ so ist das schon gegenüber der Welt ein selbständiges Verhalten im individuellen Elemente. Wenn wir uns Lebensansichten, Maximen bilden, fühlen wir, daß wir mit dem intellektuellen Elemente selbständiger werden. Dieses Selbständigerwerden in dem individuellen intellektuellen Elemente hat eine große Bedeutung für den Menschen. Denn was bedeutet das Selbständigerwerden? Was bedeutet es, wenn der Mensch durch das Erleben selbst ‑ von Dingen, die unabhängig sind von äußeren Eindrücken ‑, nicht durch Lehren, nicht durch Theorien, sich Lebensmaximen aneignet? Das bedeutet, daß er in seinem Ätherleib selbständiger wird. Das ist der erste Anfang eines langen Prozesses. Der Anfang ist so, daß der Mensch gar nicht merkt, daß er seinen Ätherleib eine Spur heraufhebt; das Ende ist, daß er ihn ganz unabhängig machen kann von dem physischen Leib.“

GA 234, S 14/15

„Während der Anfang ein ganz leises Selbständigwerden ist, so ist das Ende ein völliges Herausziehen des Ätherleibes und ein Wahrnehmen mit dem Ätherleib. Wir nehmen dann mit diesem selbständigen Ätherleib wahr in der Umgebung. Dieses Wahrnehmen können wir auch dann haben, wenn wir noch nicht sehr weit sind im inneren mystischen Erleben. Wir können uns das deutlich und bis zu einem gewissen Grade verständlich machen, wenn wir uns erinnern, wie unser Wahrnehmen im physischen Leibe ist. Mit unserem physischen Leib nehmen wir wahr durch unsere Sinne, welche selbständig sind. Unsere Augen sind selbständig, unsere Ohren sind selbständig. Wir können die Welt der Farben und die Welt der Töne selbständig wahrnehmen. Das können wir nicht, wenn wir mit unserer Intelligenz wahrnehmen. Im Falle der Intelligenz ist alles Einheit, nichts in Bezirke abgegrenzt. Wir können nicht wie in einzelnen Sinnesbezirken mit Ätheraugen und Ätherohren wahrnehmen, sondern wir schauen die Ätherwelt im allgemeinen. Und wenn wir anfangen, etwas davon zu sagen, so können wir schildern, wie einheitlich umfassend das ätherische Erleben wirkt. Ich will nicht davon sprechen, daß das Erleben viel weiter gehen kann, sondern nur aufmerksam darauf machen, daß der Mensch, wenn er wahrnimmt, wie sich Lebensmaximen bilden, dadurch etwas wahrnehmen kann von den ätherischen Elementen.“

GA 130, S 15

„Wer in die ätherische Welt hineinschaut und nach und nach sich klar werden kann darüber, daß es solch eine höhere Welt gibt, kann von innen heraus eine Überzeugung bekommen, daß dem physischen Leib ein Ätherleib zugrunde liegt. Sobald die Rede darauf kommt, daß es so etwas gibt wie einen Ätherleib, müssen wir schon die Orientierung bekommen durch bedeutende Aufschlüsse und durch Dinge, die wir gewissermaßen erleben. Sobald man weiß, daß ein Ätherleib den physischen Leib durchdringt, wird man es nicht mehr unverständlich finden, wenn der Okkultist sich in seiner Weise darüber äußert, was eine Lähmung ist: Da tritt auf abnorme Weise das ein, was sonst durch normale Schulung geschieht. Es kann einem Menschen passieren, daß sein Ätherleib sich zurückzieht vom physischen Leibe. Der physische Leib wird dann selbständig. Da ist die Möglichkeit einer Lähmung gegeben, denn der physische Leib ist seines belebenden Ätherleibes dann beraubt. Aber wir brauchen nicht einmal bis zu der Erscheinung der Lähmung zu gehen, sondern wir können auch in seiner alltäglichen Erscheinung das Leben besser begreifen. Was ist zum Beispiel ein Faulenzer? Ein Faulenzer ist ein solcher, der die Kräfte seines Ätherleibes von Geburt an schwach hat oder der sie geschwächt hat durch Vernachlässigung. Das versucht man dann dadurch zu korrigieren, daß man den physischen Leib seiner bleiernen Schwere entkleidet und in irgendeiner Weise leichter macht. Eine wahre Kur kann jedoch nur vom astralischen Leibe ausgehen; der wird durch Anregung belebend wirken auf den Ätherleib. Doch noch etwas anderes muß man sich klarmachen. Der Ätherleib ist eigentlich der Träger unseres gesamten Intellektes. Wenn wir abends einschlafen, bleiben eigentlich im Ätherleib alle unsere Vorstellungen, Erinnerungen. Seine Gedanken läßt der Mensch im Ätherleib zurück und trifft sie erst morgens wieder an. Indem wir den Ätherleib ablegen, legen wir das ganze Gefüge unserer Erlebnisse ab.“

GA 234, S 15/16

„Dieser Ätherleib ist aber auch so geschaffen, daß wir in ihm wirklich klar wahrnehmen können, wenn wir ihn geisteswissenschaftlich untersuchen, daß der Mensch eigentlich viel, viel mehr Veränderungen im Laufe der Zeit unterworfen ist, als man glaubt. Nicht wahr, das wissen wir alle, daß der Mensch durch seine Inkarnationsperioden hindurchgegangen ist. Es ist nicht sinnlos, daß wir immer wieder und wieder inkarniert werden. Der Blick des Menschen ist kurzsichtig. Man hat den Glauben, daß die Menschen so wie heute immer organisiert gewesen sind. Die menschliche Organisation ändert sich von Jahrhundert zu Jahrhundert, es ist nur nicht möglich, das auf äußerem Felde zu untersuchen. Im Vorderhirn sitzt ein Organ, in feinen Windungen liegend, das sich erst seit dem vierzehnten, fünfzehnten Jahrhundert herausgebildet hat. Es ist eine organische Form für das rein intellektuelle Leben dieser Jahrhunderte. Wie es unmöglich ist, daß im Gehirn eine solche Einzelheit sich ändert, ohne daß eigentlich, wenn auch im kleinen, die gesamte menschliche Organisation sich ändert, das können wir uns ja denken. So daß tatsächlich von Jahrhundert zu Jahrhundert die menschliche Organisation Veränderungen aufweist. Doch ist die Änderung in dieser Beziehung nur durch das Verfolgen der Akasha‑Chronik zu konstatieren. Und da lassen sich am besten die Veränderungen im Ätherleib verfolgen. Da sehen wir, wie die Menschen im alten Griechenland oder im alten Ägypten ganz andere Ätherleiber gehabt haben. Die gesamten Strömungen waren anders.“

GA 130, S 16/17

„Das, was man früher auf moralischem und ästhetischem Gebiete empfand, das empfindet man heute als notwendig auf intellektuellem Gebiete ‑ eine gewisse Führung zu haben, so daß man nicht denken kann wie man will, sondern nach den Denkgesetzen der Logik sich zu richten hat. Damit sind wir aber auf die niederste Stufe gekommen, die an menschlichen Erlebnissen da ist. jetzt stehen wir an der Übergangsstufe, wie wohl zu bemerken ist. Wenn wir nämlich die letzten Jahrtausende nehmen, so sehen wir, daß der physische Leib der Menschen immer trockener und trockener wird, daß der Mensch eben anders geworden ist. Vor anderthalb Jahrtausenden war der physische Leib wesentlich weicher und biegsamer. Der physische Leib ist immer härter geworden. Dagegen ist auch in dem Ätherleib etwas ganz anderes geschehen, etwas, was der Mensch eben darum weniger erleben konnte, weil dieser Ätherleib eine Entwickelung nach aufwärts durchgemacht hat. Es ist bedeutsam, daß wir an dem wichtigen Zeitpunkte stehen, wo der Mensch gewahr werden muß, daß sein Ätherleib ein anderer werden soll. Das ist das Ereignis, welches gerade im zwanzigsten Jahrhundert sich abspielen wird. Während auf der einen Seite das Stärkerwerden des intellektuellen Elementes sich geltend macht, wird auf der anderen Seite der Ätherleib so viel selbständiger, daß die Menschen es werden merken müssen. Noch haben die Menschen eine Zeitlang nach dem Christus‑Ereignis nicht so intellektuell gedacht wie die heutigen Menschen. Dieses Denken im Intellektuellen bewirkt, daß der Ätherleib immer selbständiger wird, daß er auch als selbständiges Instrument gebraucht wird. Und dabei kann bemerkt werden, daß er im geheimen eine Entwickelung durchgemacht hat, welche das Gewahrwerden des Christus im Ätherleib ermöglicht. So wie der Christus dazumal physisch gesehen wurde, wird er jetzt ätherisch geschaut werden können. So daß in diesem zwanzigsten Jahrhundert wie ein natürliches Ereignis ein Schauen des Christus eintritt, wie Paulus ihn gesehen. Es wird eine Anzahl von Menschen im Ätherischen den Christus sehen können. So daß man ihn auch kennen wird, den Christus, wenn alle Bibeln verbrannt wären. Wir brauchen dann keine Überlieferung, denn wir sehen Ihn, wir schauen Ihn. Und das ist ein Ereignis von einer ähnlichen Bedeutung wie dasjenige, das sich auf Golgatha abgespielt hat. Immer mehr und mehr Menschen werden in den nächsten Jahrhunderten dazu kommen, den Christus zu schauen. Die nächsten drei Jahrtausende auf Erden werden einer solchen Entwickelung gewidmet sein, daß der Ätherleib immer sensitiver wird, daß gewisse Menschen dieses und andere Ereignisse erleben werden. Ich will nur ein Ereignis noch erwähnen: daß immer mehr Menschen da sein werden, die irgend etwas tun wollen, und dann den Drang haben werden, damit zurückzuhalten. Dann tritt eine Vision auf, und die Menschen werden immer mehr und mehr gewahr werden‑ Das, was eintreten wird in der Zukunft, ist die karmische Folge von dem, was ich getan habe. Einige Vorzügler ‑ ich möchte dieses Wort bilden in dem Sinne wie Nachzügler ‑ sind schon so weit, daß sie solche Dinge empfinden. Insbesondere bei Kindern tritt derartiges auf.“

GA 130, S 20/21

„Die echten Okkultisten anerkennen die Inkarnationen des Bodhisattva, des späteren Maitreya‑Buddha. Gerade wie die Menschen alle eine Entwickelung des Ätherleibes durchmachen, so auch diese Individualität. je weiter die Menschheit demjenigen entgegenkommt, welcher der Maitreya‑Buddha sein wird, wird diese Individualität eine besondere Entwickelung durchmachen, die in ihren höchsten Stadien in gewisser Beziehung etwas sein wird wie die Taufe des Jesus von Nazareth: Eine Auswechslung der Individualität erfährt sie. In beiden Fällen wird eine andere Individualität aufgenommen. Sie leben sich als Kinder hinein in die Welt und nach bestimmten Jahren wird ihre Individualität umgewechselt. Es ist nicht eine kontinuierliche Entwickelung, sondern eine Entwickelung, die einen Bruch erleidet, wie das bei Jesus der Fall war. Bei ihm haben wir im zwölften Jahre eine solche Auswechslung der Individualität, dann wieder bei der Johannestaufe. Solch eine Auswechslung tritt gerade bei dem Bodhisattva ein, der zum Maitreya‑Buddha wird. Diese Individualitäten werden plötzlich wie befruchtet von einer anderen. Insbesondere wird der Maitreya‑Buddha bis zum dreißigsten Jahre kontinuierlich mit einer bestimmten Individualität leben, und dann tritt für ihn eine Auswechslung ein, wie wir sie bei dem Jesus von Nazareth während der Taufe im Jordan haben. Immer aber wird man den Maitreya‑Buddha daran erkennen, daß die Menschen, wenn er da ist, vor dieser Auswechslung der Individualität nichts wissen von ihm. Und dann tritt er plötzlich auf.“

GA 130, S 24/25

„So sehen wir schon den großen, gewaltigen Fortschritt darin, daß der Christus notwendig hatte, durch die drei Jahre in einem gut zubereiteten Menschenleib zu wandeln, damit er sichtbar werden konnte den sinnlichen Augen. Durch das, was da während dieser drei Jahre geschehen ist, sind die Menschen reif geworden, denjenigen Christus zu sehen, der herumgehen wird im ätherischen Leibe, der ebenso real und wirklich eingreifen wird in das Erdenleben wie der physische Christus zur Zeit der palästinensischen Wirklichkeit. Die Menschen werden wissen, wenn sie nicht mit unklaren Sinnen solche Sachen betrachten, daß sie es mit dem ätherischen Leibe zu tun haben, der innerhalb der physischen Welt herumwandeln wird, aber sie werden wissen, daß dies der einzige ätherische Leib ist, der wirken kann in der physischen Welt, wie sonst ein physischer Menschenleib wirkt. Er wird sich von einem physischen Leib nur dadurch unterscheiden, daß er sozusagen an zwei, drei, ja an hundert und an tausend Orten zu gleicher Zeit sein kann, was nur einer ätherischen, nicht aber einer physischen Gestalt möglich ist. Dasjenige, was durch diesen Fortschritt der Menschheit bewirkt wird, ist, daß die zwei Pole, die ich vorhin erwähnt habe, der intellektuelle und der moralische Pol immer mehr eins werden, zu einer Einheit verschmelzen. Das werden sie dadurch, daß die Menschen immer mehr lernen werden im Verlaufe der nächsten Jahrtausende, den ätherischen Christus in der Welt zu betrachten. Sie werden immer mehr durchdrungen werden auch bei Tag von der direkten Wirkung des Guten in den geistigen Welten. Während jetzt der Wille bei Tag schläft und der Mensch im Grunde genommen nur indirekt durch Vorstellung wirken kann, wird es im Verlauf der nächsten Jahrtausende immer mehr geschehen, daß durch dasjenige, was von unseren Tagen an hereinwirkt und dem der Christus vorsteht, des Menschen Wirken auch im Tageszustand direkt verbessert werden kann.“

GA 130, S 96

„Ein zweites, was in den verborgenen Tiefen des menschlichen Wesens als Kräfte da sein muß, ist das, was zum Ausdruck gebracht wird mit dem Worte «Liebe». Liebe ist nicht nur etwas, was die Menschen durch entsprechende Bande zusammenhält, sondern etwas, was auch der einzelne Mensch braucht. Der Mensch, der keine Liebekraft entwickeln kann, verödet und verdorrt auch in seinem Wesen. Man stelle sich nur einen Menschen vor, der nun wirklich so voll von Egoismus ist, daß er nicht lieben kann. Es ist im Grunde genommen wenn es solche Menschen auch nur bis zu einem gewissen Grade gibt, und sie also doch gesehen werden können ‑ recht traurig, solche Gestalten zu sehen, die nicht heben können, die ihr Leben in irgendeiner Inkarnation zubringen ohne jene lebendige Wärme in sich zu erzeugen, die nur dann erzeugt wird, wenn wir nur irgend etwas, dieses oder jenes in der Welt, lieben können. Gestalten, die das nicht können, in ihrer Dürre und Trockenheit durch die Welt schreiten zu sehen, haben etwas recht Trauriges; denn die Liebekraft ist eine Lebenskraft, die etwas, was noch tiefer in unserem Wesen ruht, entfacht und wach und lebendig erhält, eine noch tiefere Kraft als selbst der Glaube.

Und so wie wir eingebettet sind in einen Glaubensleib, den wir auch von anderen Gesichtspunkten aus den Astralleib nennen, so sind wir eingebettet in einen Liebeleib, den wir von anderen Gesichtspunkten aus in der Geisteswissenschaft benennen gelernt haben den ätherischen oder Lebensleib. Denn die Kräfte, die zunächst aus den Tiefen unseres Wesens heraufwirken zu uns aus unserem Ätherleib, sind die Kräfte, die sich dadurch ausdrücken, daß der Mensch lieben kann, lieben auf allen Stufen seines Daseins. Wenn der Mensch ganz und gar die Liebekraft aus seinem Wesen entfernen könnte ‑ das kann selbst nämlich der egoistischste Mensch nicht, denn es gehört, Gott sei Dank, zu dem, was der Mensch egoistisch erstreben kann, auch das, daß er etwas lieben kann; sagen wir, um ein naheliegendes Beispiel zu gebrauchen, wenn derjenige, der nichts anderes mehr lieben kann, oftmals noch anfängt, wenn er recht geizig wird, das Geld zu lieben und sich so eine wohltätige Liebekraft doch wenigstens noch ersetzt durch eine aus dem gründlichen Egoismus herauskommende Liebekraft ‑ so würde diese Hülle, welche von den Liebekräften unterhalten wird, wenn gar nichts von Liebe in dem Menschen wäre, ganz zusammenschrumpfen und der Mensch würde tatsächlich an Liebeleerheit sterben müssen. Wirklich physisch sterben würde der Mensch an Liebeleerheit. Das Zusammenschrumpfen der Liebekräfte ist dasselbe, was wir nennen können das Zusammenschrumpfen der Kräfte des Ätherleibes, denn der Ätherleib ist zugleich der Liebeleib.“

GA 130, S 174/175

„So haben wir im Mittelpunkte des menschlichen Wesens des Menschen zentralen Wesenskern, das Ich. Umgeben haben wir dieses Ich von seiner nächsten Hülle, dem Glaubensleib, und den Glaubensleib wiederum umgeben von dem Liebeleib.“

GA 130, S 175

„Die Hülle, die wir gestern bezeichnet haben als die Glaubenshülle, die macht eine Spiegelung oder einen Reflex auf die menschlichen Seelen jetzt in unserem fünften Zeitraum. So daß wir in unserem Zeitraum die Eigentümlichkeit haben, daß in der Seele der Menschen etwas vorhanden ist, wie wenn sich in der Seele spiegelte der Glaubens-Charakter des astralischen Leibes. Im sechsten nachatlantischen Zeitraum wird sich spiegeln im Innern des Menschen der Liebes‑Charakter des ‑Ätherleibes und im siebenten, vor der großen Katastrophe, der Hoffnungs‑Charakter des physischen Leibes.“

GA 130, S 194

„Und abgelöst wird unsere Zeit von derjenigen, in der das Liebebedürfnis hereinleuchten wird. In einem noch ganz anderen Sinne wird sich verwirklichen das, was auch christliche Liebe genannt werden kann in diesem sechsten Kulturzeitraum. Wir nähern uns ihm langsam immer mehr, diesem sechsten Zeitraum, und gerade dadurch, daß wir den Menschen in der anthroposophischen Bewegung bekannt machen mit dem, was die Geheimnisse des Weltalls sind, was das Wesen der verschiedenen Individualitäten des physischen Planes oder der höheren Plane ist, versuchen wir in ihm zu entzünden die Liebe für ein jegliches Dasein. Nicht so sehr dadurch, daß wir von dieser Liebe sprechen, als dadurch, daß wir das fühlen, was in der Seele diese Liebe entzünden kann, bereitet sich durch Anthroposophie der sechste Zeitraum vor. Dadurch aber werden die Liebekräfte in der ganzen Seele des Menschen besonders bloßgelegt und wird das vorbereitet, was die Menschheit braucht, um nach und nach zu einem wahren Verständnis des Mysteriums von Golgatha zu kommen. Denn dieses Mysterium von Golgatha ist zwar geschehen, zwar hat das Evangelium hervorgerufen, was gestern bezeichnet wurde als vergleichbar mit der kindlichen Sprache, aber noch ist diese tiefste Lehre von der Mission der Erdenliebe, wie sie verknüpft ist mit dem Mysterium von Golgatha, nicht begriffen. Das kann vollständig erst begriffen werden im sechsten nachatlantischen Kulturzeitraum, wenn die Menschen sich immer mehr dazu erheben werden, die Basis, die Grundlage in Wirklichkeit vollständig in sich selber zu finden und aus dem Innersten, das heißt aus der Liebe das zu tun, was geschehen soll; wenn vollständig überwunden sein wird das Angewiesensein des Menschen auf die Gebote, wenn eingetreten sein wird der Zustand: « Pflicht, wo man liebt, was man sich selbst befiehlt », wie Goethe sagt. Wenn in unserer Seele erwachen die Kräfte, daß wir gar nicht mehr anders können, als aus Liebe zu vollbringen, was wir tun sollen, dann haben wir so etwas in uns entdeckt, wie es immer mehr und mehr zur Verbreitung kommen muß im sechsten Kulturzeitraum. damit werden aber ganz besondere Kräfte auch des ätherischen Leibes bloßgelegt für die menschlichen Naturen.“

GA 130, S 195/196

„Wenn wir begreifen wollen, was da immer mehr und mehr eintreten wird, so müssen wir das von zwei Seiten her betrachten. Die eine Seite ist diese, daß etwas kommen wird, was heute zwar von den besten Geistern erst geträumt werden kann, aber eben noch nicht da ist, das ist ein ganz bestimmtes Verhältnis zu Sittlichkeit, Moralität, Ethik und Verständigkeit, Intellektualität. Heute kann einer noch verhältnismäßig ein großer Schurke sein und zugleich ein verhältnismäßig kluger, gescheiter Mensch. Er kann vielleicht gerade seine Klugheit und Gescheitheit dazu verwenden, um möglichst viel Schurkerei zu begehen. Es ist heute noch nicht eine Notwendigkeit, daß in der Seele ein Maß von Klugheit vereint wäre mit demselben Maße von Moralität. Mit all den Dingen, die geschildert worden sind als für die Zukunft bevorstehend, wird nun auch das andere verknüpft sein, daß indem wir in diese Zukunft hineinleben, diese beiden Dinge in der Menschenseele nicht mehr werden getrennt sein können, nicht mehr in einem verschiedenen Maße werden bestehen können, sondern daß der Mensch, der durch seine vorherige Inkarnation in seinem Lebenskonto sich etwas angeeignet hat, was ihn zu einem besonders klugen Menschen machen würde, wenn er nicht moralisch war durch sein Lebenskonto, indem er sich hineinlebt in seine Inkarnation, seine Klugheit gelähmt erhält, so daß man in demselben Maße, in dem man klüger sein könnte als moralisch, für die nächsten Inkarnationen, im Hineinwachsen in diese Inkarnationen, durch allgemeine Weltengesetze dumm gemacht wird, so daß Dummheit und Unmoralität immer mehr und mehr zusammen auftreten müssen. Denn auslöschend, lähmend wird Unmoralität auf Klugheit wirken. Mit anderen Worten: Wir nähern uns dem Zeitalter, wo Moralität und das, was jetzt charakterisiert worden ist für den sechsten nachatlantischen Zeitraum als das Hereinscheinen der Liebekräfte des Ätherleibes in die Ich‑Seele, im wesentlichen solche Kräfte bedeutet, welche zu tun haben mit dieser Harmonisierung der Klugheitskräfte und der Moralitätskräfte.“

GA 130, S 196/197

„Im Jahre 1900, am 12. August, war eine Persönlichkeit gestorben, die nur nicht genug gewürdigt wird: Solovjeff. Er hatte einen solchen Ätherleib, daß er weithin strahlend wirkte. Aber der Kopf, der Intellekt, war, obwohl Solovjeff ein großer Philosoph ist, nicht so weit wie die Seele. Groß und schön ist sein Denken, aber seine bewußte Philosophie war durchaus nicht so viel wert, als was er in seiner Seele trug. Das wurde bis zu seinem Tode durch den Kopf beeinträchtigt, und so empfand man das als okkulten Einfluß unharmonisch. Und als er tot war, und das Gehirn sich getrennt hatte, und der Ätherleib in der Ätherwelt weiterstrahlte, war er von seinem Denken befreit, war er von diesem nicht mehr berührt und strahlte in einer ganz wunderbaren Weise.“

GA 130, S 271/272

„Von solchen Erkenntnissen könnte man sagen: Was gehen uns denn solche Dinge eigentlich an? Gerade solches zu sagen ist eben eine richtige Phantasterei, denn der Mensch ist durchaus das Ergebnis der geistigen Vorgänge, die um ihn herum sind, und daß einige Okkultisten bemerken, daß und wie sie hereinspielen, kommt davon her, weil sie sie sehen. Aber die geistigen Vorgänge spielen auch in die anderen herein, die nicht sehen. Alles wirkt zusammen, was auf dem geistigen Gebiete geschieht. Das, was etwa französische oder russische hochentwickelte Menschen ausstrahlen, wird nicht nur auf dem zugehörigen Teile des Erdbodens gefühlt, sondern auf der ganzen Erde wird das empfunden, was so gedacht, gefühlt wird. Alles, was in der geistigen Welt geschieht, hat seinen Einfluß auf uns, und wir bekommen erst dann das richtige Gefühl, wenn wir wissen, daß die Seele so in der geistigen Welt darinnen steht, wie die Lunge in der Luft.

In einem ganz besonders hohen Grade strahlt aus dasjenige, was im Ätherleib hochentwickelter Individualitäten ist und wirkt auf die anderen Menschen. So ist es auch der Ätherleib des Christian Rosenkreutz, der weithin in der Welt wirkt. Aber eine sehr wichtige, für viele höchst bedeutsame Tatsache müssen wir hier hervorheben, und das ist etwas, das sich zwischen Tod und Geburt in der geistigen Welt abspielt und nicht nur anzusehen ist wie ein Zufall, den wir von früher her hervorrufen.“

GA 130, S 272

„Warum brauchen wir Geisteswissenschaft? Als lebende Wesen auf dem physischen Plan sind wir auf einem Abstieg. Unser Körper ist nicht derselbe wie in alten Zeiten, unsere Leiber sind weniger durchseelt, weniger vom Geist unterhalten. Wie die Pflanze durchsetzt ist von Wasser, so auch war in alten Zeiten der Ätherleib in uns tätig. Er durchdrang mit seinen aufbauenden Kräften den physischen Leib. Heute hat er die Macht über den Körper verloren. Rettung ist nur möglich, wenn wir das Geistige in uns stärker machen. Wenn der Astralleib sich mit dem Geistigen durchdringt, dann wird auch das Menschengeschlecht gesünder werden. Schicksal ist es, daß der menschliche physische Körper abbröckelt, aber der Ätherleib kann kräftiger werden und auf ihn zurückwirken. jetzt steuern die Menschen jedoch direkt in die Dekadenz hinein. Geisteswissenschaft arbeitet zur Belebung, zur Gesundung von Leib und Seele. Gesundend wirkt besonders das, was nicht allein mit den Sinnen oder dem Gehirn wahrgenommen werden kann. Es erscheint der Welt als Unsinn, wenn wir sagen, daß wir unsere Gedanken richten sollen auf Dinge, die nicht äußerlich nachzuweisen sind. Aber es ist kindisch, mit Mitteln der heutigen Wissenschaft die Geisteswissenschaft beweisen zu wollen.“

GA 130, S 326

„Dieser unser eigener Ätherleib, der also ein Stück von uns selbst ist, ist etwas außerordentlich Kompliziertes. In ihm sind zum Beispiel enthalten, immer gegenwärtig enthalten, alle Erinnerungen. Auch dasjenige, was tief hinuntergestiegen ist in die Untergründe der Seele, was im gewöhnlichen Tagesbewußtsein nicht in unser Bewußtsein kommt, im Ätherleibe ist es in irgendeiner Weise immer enthalten. Unser ganzes bisheriges Leben in unserer diesmaligen Inkarnation ist im Ätherleibe enthalten, ist wirklich da drinnen. Selbstverständlich muß zugegeben werden, daß es außerordentlich schwierig ist, das vorzustellen. Aber es ist trotzdem so. Denken Sie sich einmal, Sie würden zum Beispiel den ganzen Tag über reden ‑ manche Leute tun ja das ‑, und alles, was Sie reden, würde sich durch irgendeinen Mechanismus in eine Phonographenplatte einschreiben. Wenn Sie so viel geredet haben, daß die Phonographenplatte voll ist, legen Sie dieselbe beiseite, nehmen eine zweite, wenn diese voll ist, eine dritte und so weiter. Sie nehmen also mehr oder weniger solcher Platten, je nachdem Sie mehr oder weniger reden. Ein anderer, nehmen wir an, würde nun eine jede Platte in einen Phonographen hineinlegen, und am Abend würden alle Platten hübsch darinnen sein. Alles, was Sie während des Tages geredet haben, würde am Abend in dem Phonographen sein. Würde nun jemand in der Lage sein, das Gesprochene aus dem Phonographen abrollen zu lassen, dann würde alles herauskommen, was Sie tagsüber geredet haben. So steckt alles, was unsere Erinnerungen sind, immer im Ätherleibe gegenwärtig darinnen. Und nehmen wir an, durch die besonderen Verhältnisse des Schlafes würde ‑ halten wir den Vergleich fest ‑ ein Teil der Bestandteile des Ätherleibes. so vor unsere Seele hintreten, wie wenn man einen Teil der Phonographenplatten herausnehmen und abrollen lassen würde, so würde das dann der Traum sein, diejenigen Träume, die am weitaus häufigsten sind. Also wir weben mit unserem Bewußtsein in unserem eigenen Ätherleib.“

GA 154, S 10/11

„In einer ähnlichen Weise gilt dasselbe für viele Halluzinationen, die vor der menschlichen Seele auftreten. Solche Halluzinationen sind in der Regel auch dadurch hervorgerufen, daß der Mensch mit seinem Ich und seinem astralischen Leibe, die dann im physischen Leibe drinnenstecken, dennoch gewissermaßen ein herausgerissenes Stück seines Ätherleibes. sehen kann. Das kommt auf folgende Weise zustande. Denken Sie sich, irgend etwas in Ihrem physischen Leib ist krank, zum Beispiel etwas am Nervensystem oder dergleichen. Dann kann der Ätherleib an der Stelle, wo das Nervensystem krank ist, nicht eingreifen; er ist gleichsam herausgeworfen. Der Ätherleib selbst ist gar nicht krank, aber er ist herausgespannt aus dem physischen Leibe an einer bestimmten Stelle. Würde er eingespannt sein, dann würde sich alles so abspielen wie im normalen Bewußtsein. Es käme uns nicht zum Bewußtsein, daß der physische Leib krank ist. Wenn der Ätherleib an dieser Stelle nicht eingreifen kann, und wenn das, was da ist und worin der Ätherleib nicht eingreifen kann, dem Ätherleibe entgegenleuchtet, dann kommt das als Halluzination zum Bewußtsein.“

GA 154, S 11/12

„Der Ätherleib hat immer das Bedürfnis, zu sprossen und zu fruchten, aber der Astralleib hat das Bedürfnis, abzuzehren das, was der Ätherleib aufbaut. Er unterdrückt den Ätherleib.“

GA 154, S 127

„Der Ätherleib ist der Träger der Gedanken, die auch Spiegelungen sind. Die Menschen würden leicht darauf kommen können, daß Gedanken Spiegelungen eines Übersinnlichen sind. Unter einem Mikroskop werden niemals Gedanken sich präparieren lassen. Gedanken leben in Wahrheit im Ätherleib. Es prägt sie das Denken aus, und das wird im physischen Leib gespiegelt. Daraus kann man ersehen, daß Erkenntnis, Wissen abhängt vom physischen Leib und Ätherleib. Zum physischen und Ätherleib sprechen nur die Eindrücke vom physischen Plan. Andere Vorstellungen aber müssen in der Menschenseele Platz greifen. Sie müssen auch den astralischen Leib ergreifen, das ganze Fühlen und Wollen und das Denken, das nicht nur auf dem physischen Plan sich erschöpft. Der Mensch bleibt sonst innerlich tot. Alle Vorstellungen, die etwas abbilden, haben nur Bedeutung für den physischen Plan. Schon die Frage: Ist eine Vorstellung berechtigt, die nicht etwas abbildet? ‑ besagt das. Allein die Vorstellungen, die frei im Geiste leben, die frei leben im astralischen Leib und im Ich, mit denen erkennt man nicht nur, sondern man lebt mit ihnen. Das sind Vorstellungen, die nicht nur etwas abbilden, sondern die innerlich regsam, lebendig sind, die etwas aus sich und aus uns machen.“

GA 154, S 131/132

„Sieben Briefe werden gerichtet an sieben gesonderte geographische Bezirke, in denen besondere Rücksicht genommen wurde auf einen der sieben Teile der menschlichen Wesenheit. Der erste Brief ist gerichtet an die Epheser. Bei ihnen wurde starkes Gewicht gelegt auf die Ausbildung des physischen Leibes. Bei den Phrygiern, in Smyrna, wurde besonders berücksichtigt der Ätherleib, in Pergamon der Astralleib.“

GA 104a, S 40

„Der zweite Brief ist an die Gemeinde gerichtet, welche im besonderen die Pflege des Ätherleibes sich angelegen lassen sein soll. Der Ätherleib muß allmählich vergeistigt werden zum Lebensgeist. Der Mensch geht jetzt durch Geburt und Tod hindurch; aber später wird dieser Ätherleib Lebensgeist werden; dann wird er den Tod überwunden haben. In der Bergpredigt heißt es: «Selig sind, die da betteln um Geist, denn sie finden durch sich selbst die Reiche der Himmel.» (Vgl. Mt. 5, 3) Die da betteln um Geist, sind selig, das heißt Seele durchdringt ihr Leben. So wie der physische Leib bei den Ephesern sich hinaufentwickelt, so entwickelt sich der Ätherleib bei der zweiten Gemeinde zu dem Seelenleib. Wenn sie streben nach dieser Beseligung, dann werden sie genannt «die Bettler um Geist»; sie betteln um die Beseligung durch die Verlebendigung des Ätherleibes. Das wird angedeutet in den Worten: «Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.» (Apk. 2, 10) Da ist die Entwickelung des Ätherleibes klar und deutlich ausgedrückt.

GA 104a, S 42/43

„Es gibt ein Gesetz spiritueller Ökonomie, damit das von der Menschheit einmal Erworbene nicht verlorengehe. Wenn wir Umschau hielten in den verschiedenen Orakelstätten, würden wir überall das finden können, was man durch die Geheimschulung erreicht, wenn man vom Ich aus den Ätherleib so umwandelt, daß er durchgebildet, organisiert ist. Sonst löst sich im Tode der Ätherleib des gewöhnlichen Menschen im Weltenäther auf, aber bei den hohen Eingeweihten ist das anders. Ein solcher umgewandelter Ätherleib wird zum Segen und Heil der Menschheit aufbewahrt. Der große Sonneneingeweihte bewahrte die Ätherleiber der sieben großen atlantischen Eingeweihten als spirituelles Gut und nahm sie mit hinüber nach Asien. Diese wurden nun sieben der allerbesten Menschen eingeprägt, so daß sie heranwuchsen, begabt mit den Ätherleibern der größten Eingeweihten der alten Atlantis. Viele Generationen hindurch übte er auch seine Erziehungskunst auf Gesundheit und geistige Zucht aus, so daß er sozusagen das allerbeste Menschenmaterial heranbildete.“

GA 104a, S 72

„Es soll heute die mehr okkulte Seite unserer gestrigen Betrachtung zur Geltung kommen. Die vier nachatlantischen Kulturen hatten sozusagen widerzuspiegeln in den Seelen der Menschen die großen kosmischen Vorgänge, wie sie sich in der Zeitenfolge abgespielt haben, während wir in unserer Kulturperiode vom 13., 14. Jahrhundert ab keine solche Spiegelung mehr haben, denn das, was sich äußerlich in der Menschheitsentwickelung abspielt, ist auf tieferliegende Gründe zurückzuführen.

Wir wissen, wie für die sieben heiligen Rishis aufbewahrt worden waren die Ätherleiber der großen atlantischen Eingeweihten und wissen auch, wie der Ätherleib und der Astralleib des Zarathustra einverwoben worden sind dem Moses und dem Hermes. Zu allen Zeiten gab es die Möglichkeit, daß solche Ätherleiber, welche durchgearbeitet und vorbereitet waren von den Eingeweihten, weiter benutzt wurden in der spirituellen Ökonomie der Welt. Es fand auch anderes statt. Für besonders wichtige Persönlichkeiten werden solche Ätherleiber in den höheren Welten geformt. Wenn jemand für die Menschheitsmission besonders wichtig war, so wurde in den höheren Welten ein solcher Ätherleib oder Astralleib gewoben und diesen besonderen Persönlichkeiten eingeprägt.

So geschah es mit Sein, der in der Tat etwas zu tun hat mit dem ganzen Stamm der Semiten. Für einen solchen Stammvater wurde ein besonderer Ätherleib geprägt. Sein war dadurch eine Art Doppelpersönlichkeit. So fabelhaft es dem heutigen Menschensinn auch vorkommt, es erschien eine solche Persönlichkeit wie Sein dem Hellseher wie ein gewöhnlicher Mensch mit seiner Aura, aber so, als ob ein höheres Wesen, das herunterragt aus höheren Welten, seinen Ätherleib ausfüllte und die Aura dieses Menschen dadurch den Vermittler bildete zwischen dieser Persönlichkeit und den höheren Welten. Ein solches göttliches Wesen hat aber, als in einem Menschen wohnend, ganz besondere Macht. Es kann dann einen solchen Ätherleib vervielfältigen, und diese vervielfältigten Ätherleiber bilden dann ein Gewebe, das den Nachkommen immer wieder einverwoben wird. So bekamen die Nachkommen des Sein eingeimpft die Abbilder seines Ätherleibes. Aber auch der Ätherleib des Sein selbst, nicht nur die vervielfachten Abbilder, wurde in den Mysterien aufbewahrt. Und eine Persönlichkeit, die eine besondere Mission erhalten sollte, mußte, um sich ganz verständigen zu können mit dem semitischen Volke, diesen Ätherleib benutzen, so wie ein hochgebildeter Europäer etwa die Sprache der Hottentotten lernen müßte, um sich mit ihnen zu verständigen. Der Persönlichkeit, die eine besondere Mission hatte, mußte also, um sich dem semitischen Volk verständlich zu machen, in sich tragen den wirklichen Ätherleib des Sein. Solch eine Persönlichkeit zum Beispiel war Melchisedek, der sich nur in dem Ätherleib des Sein dem Abraham zeigen konnte.“

GA 104a, S 100/101

„Und nun müssen wir uns die Frage stellen: Wenn wir erst jetzt, in der fünften nachatlantischen Kulturperiode, ein Verständnis entwickeln können für das Christentum, wie war es denn da in dem Rest der griechisch‑lateinischen Zeit, die noch bis in das 13. und 14. Jahrhundert dauerte?

Da findet ein geheimnisvoller okkulter Vorgang statt. Der Christus lebte ja nur während dreier Jahre in den Hüllen des Jesus von Nazareth, der eine so hohe Individualität ist, daß er im dreißigsten Lebensjahre die physische Welt verlassen konnte, um in die geistige Welt einzugehen damals, als über seinem Haupte die Taube erschien. Die drei hochentwickelten Leiber werden nun ausgefüllt von der Christus‑Individualität dadurch, daß diese Christus‑Individualität in dem physischen Menschenleibe lebt. Diese für das physische Auge unsichtbaren Leiber des Jesus von Nazareth werden nun in ähnlicher Weise vervielfältigt wie dazumal der Ätherleib des Sein, so daß vom Tode am Kreuz an nun vorhanden sind Abbilder des Ätherleibes und des Astralleibes des Jesus von Nazareth. Das hat nichts zu tun mit seinem Ich; das ging Ja in die geistige Welt und hat sich später immer wieder verkörpert.

In den ersten Jahrhunderten nach dem Christus‑Ereignis sehen wir, wie die christlichen Schriftsteller noch auf Grund mündlich überlieferter Tradition der Apostelschüler arbeiten. Sie legten Wert auf physische Überlieferung. Auf diese allein hätten aber spätere Jahrhunderte nicht bauen können. Vom 6. und 7. Jahrhundert an geschieht es nun, daß besonders hervorragenden christlichen Verkündern einverwoben wurde ein Abbild des Ätherleibes des Jesus von Nazareth. Ein solcher Mensch war Augustinus. Er hatte gewaltige Kämpfe durchzumachen in seiner Jugend. Dann aber wurde in bedeutsamer Weise in ihm wirksam der Impuls des Ätherleibes des Jesus von Nazareth, und da beginnt er erst, aus sich selbst heraus christliche Mystik zu treiben. Wir können seine Schriften eben nur in diesem Lichte verstehen.

Viele Persönlichkeiten sind in der Welt herumgegangen, in sich tragend eine solche Kopie. Columban, Gallus, Patrick, sie trugen alle solch ein Abbild des Ätherleibes in sich und gerade dadurch waren sie in der Lage, das Christentum zu verbreiten. So konnte eine Brücke geschlagen werden vom Christus‑Ereignis zur nachfolgenden Zeit.“

GA 104a, S 101/102

„Wenn der hellseherische Blick den heutigen Menschen beobachten kann, so sieht er den Ätherleib um ein weniges über den physischen Oberkörper hinausragen. Es ist ja der Ätherleib des Mannes weiblich und der Ätherleib der Frau männlich.“

GA 104a, S 106

„Denken Sie nur einmal, daß der alte Inder, der Urinder, von dem die Veden nichts mehr wissen, sozusagen so die Welt anschaute, wie sich dieses Weltbild ergab, wenn vorzugsweise der Ätherleib tätig war. Denn durch den Ätherleib kann der Mensch nicht so nach außen schauen, wie er heute nach außen schaut. Er kann nicht eine solche Anschauung, ein solches Weltbild gewinnen, wie es das heutige ist, sondern durch den Ätherleib kommt alles von innen. Der heutige Mensch bekommt nur noch ein schwaches, mattes Bild von der Art, wie die Anschauung durch den Ätherleib zustande kommt, wenn er sich erinnert, wie seine Träume sind. Nur waren das im höchsten Grade lebendige Träume und Visionen, was in der urindischen Zeit die Menschen voneinander wußten. Begegnete ein Mensch dem andern auf dem Wege, so konnte er ihn nicht mit dem äußeren Auge so sehen wie heute. Das zu glauben, wäre ein Vorurteil. Allerdings, er sah ein Bild, das er vor sich hatte. Der Mensch war noch umgeben von einer Art aurischen Wolke, und was er physisch vor sich hatte, war wie in eine Art Nebel eingehüllt. Er nahm ganz anders wahr. Und bei dem, was gegenüber der heutigen Auffassung in verschwommenen Bildern wahrgenommen wurde ‑ dieses Wahrgenommene hatte dagegen geistig die höchste Bedeutung ‑, war das Klare für die alten Zeiten das, was aus dem Weltenraume, aus der Sternenwelt herunterströmte.“

GA 133, S 122/123

„Da hätten wir das erste Glied des Erdenmenschen: sein Bewußtsein. Wenn wir nun den Erdenmenschen ganz betrachten, was er ist, so müssen wir von dem, was man im gewöhnlichen Sinnensein Bewußtsein nennt, etwas ganz davon loslösen, was durchaus nicht in demselben Sinne zum Bewußtsein zu rechnen ist, wie das gewöhnliche Vorstellen, Fühlen und Wollen. Wir müssen dasjenige loslösen, was wir mit dem Ausdruck Gedächtnis zusammenfassen. Diejenigen Vorstellungen und Gefühle, die wir aus dem Schatze unseres Gedächtnisses, unserer Erinnerungen hervorholen, sind nicht denselben Gesetzen unterworfen wie das Bewußtsein, von dem soeben gesprochen worden ist. Denn dieses Bewußtsein braucht, damit es überhaupt bestehen kann, die Erhaltung des physischen Leibes in der Form, wie er einmal ist. Und Sie wissen aus mancherlei Darstellungen, die gegeben worden sind, daß in bezug auf seine Substanz der physische Leib sich fortwährend erneuert, daß nach sieben, acht Jahren ganz andere physische Substanzen in uns sind als vorher, daß also die physischen Substanzen ausgewechselt werden. Aber die Form bleibt. Und sie muß bleiben. Denn so wie sie ist, so ist sie Werkzeug für das gewöhnliche Bewußtsein. Und so lange können wir das gewöhnliche Bewußtsein für Denken, Fühlen und Wollen entfalten, als wir den physischen Leib in der entsprechenden Form haben. Aber das Gedächtnis, die Erinnerungen würden uns, wenn sie an den physischen Leib gebunden wären, nicht lange standhalten können. Das würden sie höchstens so lange können, als die einzelnen Substanzen des physischen Leibes uns standhalten können. Das heißt, wir würden uns höchstens sechs, sieben Jahre zurückerinnern können, wenn das Gedächtnis an den physischen Leib gebunden wäre. Das ist es aber nicht. Der physische Leib ist nicht Werkzeug des Gedächtnisses, sondern Werkzeug des Gedächtnisses ist für den Erdenmenschen der ätherische Leib, der Äther‑ oder Lebensleib. Und dieser ist es gerade, der im Erdenmenschen immer arbeitet. So daß immer ‑ von unserem ersten Bewußtseinsaugenblicke an bis zu unserem Tode ‑ dasjenige bleiben kann, was wir eben in unser Gedächtnis aufgenommen haben. Dieser Äther‑ oder Lebensleib ist es also, der unsere Erinnerungen, unsere Gedächtnisvorstellungen von einer Lebensepoche in die andere hinüberträgt. Für das irdische Bewußtsein bedienen wir uns also als eines Werkzeuges des Erdenleibes; für die Erinnerungen bedienen wir uns als eines Werkzeuges des ätherischen Leibes. Wir würden nicht durch die Zeit, die zwischen dem Tode und der neuen Geburt verläuft, die Erinnerungen an unser Leben über diese Zeit hinübertragen können, wenn nicht etwas ganz Bestimmtes eintreten würde: wenn wir nicht eine Zeitlang, nachdem wir mit dem Tode den physischen Leib verlassen haben, im Äther‑ oder Lebensleibe bleiben würden. Das ist eben die Zeit ‑ ich habe es oft beschrieben ‑, in welcher das verflossene Leben nach unserem Tode vor uns liegt wie ein großes Panorama, wie ein großes Tableau. Wir haben oft von diesem Lebenstableau gesprochen. Dasselbe kann uns nur dadurch erscheinen, daß wir unsern Ätherleib noch eine Zeitlang nach dem Tode haben. Denn dieser Ätherleib ist durchaus eben das Werkzeug für die Erinnerungen. Würden wir ihn sogleich im Tode oder nach dem Tode verlieren, so würden wir dieses Tableau nicht haben können. Wir müssen uns dieses Ätherleibes oder Lebensleibes als eines Werkzeuges bedienen können, und es geschieht etwas, während wir dieses Lebenstableau haben. Während wir dieses Lebenstableau nach unserem Tode in unserer Seele haben, wird dieses ganze Lebenstableau eingetragen, eingraviert gleichsam ‑ wenn ich mich dieses Ausdruckes bedienen darf ‑ in den allgemeinen, den Raum durchdringenden Lebensäther. Nun ist es da drinnen. Was wir erst einige Tage hindurch hielten, ist nun gleichsam aufgezeichnet in den allgemeinen Lebensäther, in dem wir leben, in dem wir immer sind. Dadurch, daß es da aufgezeichnet ist, daß es da drinnen ist, ist es für unser weiteres Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt eben vorhanden. Und wir nehmen einen Extrakt aus unserem Ätherleibe mit, das wissen wir, damit wir immer eine Verbindung herstellen können zwischen uns selbst und diesem in den allgemeinen Lebensäther eingetragenen Lebenstableau. Das ist gleichsam unser fortlaufendes Organ, wodurch wir die Erinnerungen an unser letztes Leben immer haben können.“

GA 133, S 135-137

„Daraus sehen Sie, daß wir in unserem Bewußtsein immer nur ein Gegenwärtiges haben können und daß unser Sein mit dem gegenwärtigen Augenblick eigentlich verschwinden würde, wenn wir nur das Bewußtsein mit unserem Denken, Fühlen und Wollen als Erdenmenschen entfalten könnten. Daß wir dasjenige, was in Denken, Fühlen und Wollen lebt, aufbewahren können, das verdanken wir dem Ätherleibe; und wir bewahren es dann sogar auf nach dem Tode in dem allgemeinen Lebensäther. Da haben wir das zweite Glied des menschlichen irdischen Daseins, dasjenige, was nicht wie das Erdenbewußtsein mit dem Augenblicke verläuft, sondern welches bestehen bleibt, welches sozusagen erhalten bleibt im allgemeinen Lebensäther. Wir haben also nunmehr schon für den Erdenmenschen zwei Glieder zu unterscheiden: sein Erdenbewußtsein und sein Gedächtnis oder seine Erinnerungen, die man nicht einfach mit dem Bewußtsein identifizieren darf. Was ist denn nun das dritte Glied?“

GA 133, S 137/138

„Was wir auf diese Weise schon während unseres Lebens der Außenwelt mitteilen, ist nicht wie unsere Erinnerungsvorstellungen in unserem Ätherleibe eingeschrieben. Unser Ätherleib gehört zu innig, zu intensiv zusammen mit unserer ganzen Persönlichkeit, als daß diese Taten, diese Wirkungen des menschlichen Erlebens in ihm eingeschrieben werden könnten. Es würde dem Menschen auch während des Erdenlebens nicht gar gut bekommen. Denn, würde zum Beispiel irgendeine mitleidlose Tat oder irgendeine schlechte Tat dem Ätherleibe unmittelbar eingeschrieben, so würde der Mensch sein ganzes Leben hindurch verspüren müssen, daß er diese Tat getan hat. Dann würde dies in seinem Ätherleibe eine Kraft bedeuten, und er würde unter Umständen unter dieser schlechten Tat dadurch leiden müssen, daß sie sich in seine Lebenskräfte hineinbohrt, das heißt aber, daß sie ihn krank, unzufrieden machen würde, ihn lähmen würde und so weiter. Wenn unsere Taten dasselbe tun würden in unserem Ätherleibe wie unsere Gedanken, so wäre das Leben des Erdenmenschen unmöglich. Aber ebenso wie der Ätherleib das Werkzeug für unsere Gedanken ist, insofern sie Erinnerungen werden und dem Gedächtnis einverleibt werden, ebenso ist unser astralischer Leib das Werkzeug für unsere Taten. Sie entspringen aus unserem Astralleib. Alles was der Mensch tut, und so, wie ich es beschrieben habe, als Wirkung der Außenwelt einverleibt, ist gebunden an das Werkzeug des menschlichen Astralleibes. Wie sein alltägliches Bewußtsein an den physischen Leib, wie seine Erinnerungen und sein Gedächtnis an den Ätherleib gebunden sind, so ist, wenn der astralische Leib auch noch so fein ist, alles was der Mensch tut, was Wirkung ist in der Außenwelt, getan durch den menschlichen Astralleib. Die Folge davon ist, daß es auch in einer gewissen Beziehung mit diesem Astralleib verbunden bleibt, wie das Gedächtnis verbunden bleibt mit dem Ätherleib. Wenn wir, wie wir gesehen haben, nach dem Tode in unserem Ätherleibe noch leben, dann bildet sich das Erinnerungstableau; das heißt, an unseren ‑Ätherleib bleiben die Erinnerungen an unser eben vergangenes Leben gebunden. Wenn wir unseren Ätherleib dann einige Zeit nach dem Tode abgelegt haben und in den allgemeinen Lebensäther eingetragen ist, was unsere Persönlichkeit zuerst an Erinnerungen, an Gedächtnisinhalt bewahrt hat, dann leben wir aber noch ganz in unserem Astralleib. Wir haben das oftmals beschrieben, wie der Mensch noch lange in seinem Astralleib zu leben hat. In diesem Astralleib sind wir tatsächlich ‑ wie das auch öfter beschrieben worden ist ‑ mit den äußeren Wirkungen unseres Lebens verbunden. Es zeigt sich das auch äußerlich dadurch, daß der Mensch nach dem Tode rückwärts zu durchleben hat seine Tatenwelt, alles was er überhaupt an anderen Wesen auf der Erde getan oder verrichtet hat. Er fühlt sich in einer Zeit, von der wir gesagt haben, daß sie ungefähr ein Drittel seines vergangenen Lebens beträgt, wie hindurchgehend in seinem Astralleib durch seine Erdentatsachen, durch alles, was er auf der Erde verrichtet hat. Und ebenso wie ‑ nachdem wir unseren Ätherleib wenige Tage nach dem Tode abgelegt haben ‑ unsere persönlichen Erinnerungen in den allgemeinen Lebensäther eingeschrieben sind, so werden in der Zeit, in welcher wir noch mit dem Astralleib verbunden sind, alle unsere Taten in die allgemeine Weltenastralität eingeschrieben. Da stehen sie drinnen und wir bleiben mit ihnen ebenso verbunden, wie wir mit den Erinnerungen unserer Persönlichkeit verbunden bleiben, die als eine bleibende Notiz in den Weltenäther eingeschrieben sind, nur werden unsere Taten gleichsam in eine andere Weltennotiz eingetragen. Während wir die Taten unseres letzten Lebens zurückerleben, wird das alles in die allgemeine Weltenastralität eingetragen und wir bleiben damit verbunden. Durch unseren Astralleib gehören wir also bleibend unseren Taten an, insofern wir Erdenmenschen sind.“

GA 133, S 140/141

„Gewiß, es ist der ganze Mensch, der ganze wachende Mensch daran beteiligt, wenn gesprochen wird. Es ist der physische Leib beteiligt an dem Vibrieren unserer Stimmbänder, an der Betätigung des ganzen Sprechapparates; es ist der ätherische Leib daran beteiligt, der astralische Leib und das Ich. Aber verhältnismäßig sind an dem Ganzen der Sprachtätigkeit eigentlich der physische Leib und das Ich am wenigsten beteiligt. Am stärksten an der Sprache ist der Ätherleib und ist der astralische Leib beteiligt.“

GA 222, S 12

„Daß der Ätherleib mehr beteiligt ist am Sprechen als der physische Leib, das könnte überraschend sein; aber es muß gesagt werden, daß der Mensch eben das, was im Ätherleibe vorgeht, mit den gewöhnlichen Sinnen nicht beobachtet, daß ihm darüber die gewöhnliche Wissenschaft nichts sagt, und daß daher der Mensch also gewöhnlich nur das ins Auge faßt, was der physische Leib eben beim Sprechen tut, während die viel mannigfaltigere, viel gestaltendere Tätigkeit des ätherischen Leibes beim Sprechen, die sich sodann fortsetzt auf den astralischen Leib, in der gewöhnlichen Sinnesanschauung nicht beachtet wird. Wichtig vor allen Dingen ist aber, wenn man die Stellung des Sprechens im Leben erkennen will, das, was beim Sprechen im ätherischen Leibe und im astralischen Leibe vor sich geht.“

GA 222, S 12/13

„In einer ganz ähnlichen Weise wirkt zum Beispiel die Belladonna auf den Menschen. Die Belladonna wirkt durchaus so, daß folgendes eintritt. Ich möchte es schematisch zeichnen. Durch den Belladonnagenuß ‑ der ja kein «Genuß» ist natürlich ‑ wird der Ätherleib von einem starken Gerüste durchzogen. Wenn sie also in einer entsprechen den Dosis genommen wird, so daß der Mensch sie vertragen kann ‑aber man kann ja überhaupt nur durch eine Arznei geheilt werden, wenn man sie ertragen kann ‑, so wird also gewissermaßen dem Ätherleib des Unterleibes ein starkes Gerüste eingebaut. Dieses starke Gerüste erzeugt richtig sein Negativ im Kopfe. Und auf dieser Wechselwirkung des Positivs und Negativs beruht der Heilungsprozeß, auf den man bei der Belladonna rechnet.

Sie müssen sich nur darüber klar sein, daß, wenn man zu solchen Wirkungen kommt, man die räumliche Verteilung nicht mehr braucht. Der heutige Mensch mit seinem toten, aber massiven Verstande, kann sich nur denken: wenn in seinem Bauch etwas vorgeht, dann kann es nur dadurch ins Gehirn kommen, daß es sichtbarlich hinauffließt. Das ist aber nicht der Fall, sondern Prozesse des Unterleibes rufen als ihr Gegenbild Prozesse des Kopfes hervor, ohne daß eine räumliche Verteilung da ist. Man kann es durchaus, wenn man den Ätherleib zu beobachten vermag, sehen, wie es im Ätherleib des Unterleibes hell wird, hell aufglänzt in regelmäßiger Gestalt (rot), wie es im Kopfe dunkel wird (grün), aber die Form nachgebildet wird als Negativ, ohne daß eine räumlich‑physische Verteilung da ist.“

GA 222, S 102/103

„Nun aber, ein Wichtiges auf diesem Gebiete ist noch das Folgende: Sie wissen, die Luft, die auch zu unserer unmittelbaren Erdenumgebung gehört, besteht aus Sauerstoff und Stickstoff. Den Stickstoff können wir zunächst für unser physisches Leben nicht gut brauchen. Den Sauerstoff atmen wir ein. Er verwandelt sich in uns, beziehungsweise es bildet sich in uns Kohlensäure, die wir dann ausatmen. So könnte zunächst die Frage entstehen: Was ist denn eigentlich die Hauptbedeutung des Stickstoffes, der gar nicht chemisch gebunden an den Sauerstoff ist, sondern nur in einer Art innigeren Gemisches mit dem Sauerstoff zusammen da draußen lebt? In dem Stickstoff können wir nicht leben. Zu unserem Leben brauchen wir Sauerstoff. Aber ohne den Stickstoff hätten unser Ich und unser astralischer Leib, wenn sie im Schlafe außer dem physischen Leibe sind, keine Möglichkeit zu existieren. Wir würden vom Einschlafen bis zum Aufwachen zugrunde gehen, wenn wir nicht in den Stickstoff untertauchen könnten. Unser physischer Leib und unser Ätherleib brauchen den Sauerstoff von der Luft; unser Ich und unser astralischer Leib brauchen den Stickstoff.“

GA 213, S 94/95

„Studieren Sie den menschlichen Embryo, Sie werden sehen, zuerst bildet sich das Haupt, dann bildet sich der übrige Organismus; denn von dem Haupte gehen diejenigen Kräfte aus, die das übrige bilden. Wenn Sie überzeugende Vorstellungen ins Haupt aufnehmen, so ist es ja geistig so: die werden zunächst im Haupte geistig aufgenommen, und das Haupt sendet sie dann dem übrigen Menschen zu. Wie physisch im Embryo der andere Mensch nachgebildet wird dem menschlichen Haupte, so wird hier das Geistige der Überzeugungen und Vorstellungen des übrigen Menschen ausgestrahlt, und es entsteht ein Mensch daraus auf geistige Weise aus den überzeugenden Vorstellungen (linke Zeichnung, rot). Ein inneres Menschenbild strahlt aus in dem Menschen. Und mit allem, was den Menschen wie Wärme durchzieht, verbindet sich das, was da ausstrahlt an überzeugenden Vorstellungen im Menschen. Wie die zweifelnden Vorstellungen alles Körnige, alles Atomistische ergreifen, so ergreifen die überzeugenden Vorstellungen die den Körper durchströmende Wärme, das erste Glied des Ätherischen, das den ganzen Menschen durchzieht, und gehen nicht weiter ein in das Physische.“

GA 213, S 168/169

„Wenn Sie das nicht glauben, so studieren Sie einmal vom geisteswissenschaftlichen Standpunkte aus die Geographie der Maulwürfe oder Regenwürmer. Das ist zwar eine geträumte, aber es ist eine großartige Geographie; sie ist nur just nicht dem Menschen angemessen. Und wenn Sie erst die Geographie der Pflanzen studieren würden! Die Pflanze bringt es nicht einmal zum Träumen in ihrem Ätherleib, aber das, was irn Ätherleib entdeckt werden kann, das ist wahrhaftig großartiger als was heute an einer Fakultät gelernt werden kann. Also, ich meine das durchaus nicht abträglich, wenn ich sage: ein Maulwurfsdasein, weil ich es aufs höchste schätze.“

GA 213, S 237/238

„Der Atemstoß, der vom Kopfe nach dem Körper geht, will sich zur Mumie formen (siehe Zeichnung S. 92). Und nur dadurch, daß der Körper entgegenwirkt und wiederum die Ausatmung bewirkt, wird diese Mumie zurückverwandelt. Was man da vom menschlichen Haupte gegen den übrigen menschlichen Organismus zu sich bilden sieht, indem der Atem vorstößt, diese schnell wie eine Mumie sich bildende Gestalt, die sich aber sogleich wiederum auflöst, indem der Atem ausgeatmet wird (weiß), das bleibt nur zurück in einem fast fortwährend, namentlich während des Wachens, bleibenden Schein des ätherischen Leibes (rot). Wenn man den ätherischen Leib betrachtet, bekommt man das Gefühl: vom Kopf aus will er sich fortwährend zur Mumie formen und wiederum auflösen in eine Art von Ähnlichkeit mit dem menschlichen physischen Organismus (blau). Das ist die innere bewegliche Plastik, diese Tendenz des menschlichen ätherischen Leibes, die Mumiengestalt anzunehmen und wiederum zurückzukehren, so daß er wieder ähnlich wird dem menschlichen physischen Organismus.“

GA 216, S 71/72

„Verfolgen wir den Vorgang. Der Mensch stirbt, bald nach dem Tode löst sich der Ätherleib los, ein Extrakt bleibt zurück. Der Mensch geht durch Kamaloka, da löst sich die unverarbeitete Schale los; das, was verarbeitet ist, geht im Ich durch alle Ewigkeit, es wird zurückgebracht zur neuen Inkarnation. je vollkommener der Mensch ist, desto weniger werden diese Reste sein, die er in der astralischen Welt zurückläßt, bis er zuletzt so weit ist, daß nichts mehr von seinem Astralleib in Kamaloka zurückbleibt, bis er so weit ist, daß er sozusagen niemandem auf der Erde durch die Reste, die er in Kamaloka zurückläßt, schädlich werden kann. Ein solcher Mensch, der hat dann auch die Möglichkeit, in die geistigen Welten hineinzuschauen. Denn es ist ja nicht möglich, diesen Zustand zu erreichen, ohne eben bis zu einem gewissen Grade der Hellsichtigkeit im Astralen gekommen zu sein. Der ganze Astralleib ist dann vergeistigt, ist eben Geistselbst geworden, der ganze Astralleib wird mitgenommen. Früher mußte das zurückgelassen werden, was schlecht war, jetzt kann der ganze Astralleib mitgenommen werden in die ganze Folgezeit. Und in dem Augenblick, in dem der Astralleib so weit ist, daß er ganz durchgearbeitet ist, da drückt sich die ganze neue Form des Astralleibes, des Geistselbstes, in den Ätherleib hinein, so daß dann der Ätherleib ein Abdruck ist dieses also umgearbeiteten Astralleibes. Er braucht noch nicht selber ganz umgearbeitet zu sein, aber was in den Astralleib hineingearbeitet werden konnte, das ist in den Ätherleib hinein abgedruckt. Kurz, Sie sehen, wir haben damit geschildert eine besonders hohe Wesenheit, die im eminentesten Sinn weit gekommen ist dadurch, daß sie das ganze Geistselbst entwickelt hat. Diese Wesenheit wird nun in der östlichen Wissenschaft Nirmanakaya genannt, denn es hat sein Astralleib, sein astralischer Kaya die Stufe erreicht, wo er keine Überreste hinterläßt. Das ist ein Nirmanakaya.“

GA 110, S 150

„Gehen wir nun weiter. Der Mensch kann immer weiter und weiter arbeiten, er arbeitet endlich seinen Ätherleib um, arbeitet seinen physischen Leib um. Was tritt dann ein, wenn Ätherleib und physischer Leib umgearbeitet werden, so daß sie unter die Herrschaft des Menschen kommen? Wenn der Ätherleib umgearbeitet wird, wenn also der Mensch nicht nur im Astralleib sein Geistselbst hat, sondern in seinem Ätherleib die Budhi oder den Lebensgeist nach und nach entwickelt, und wenn dann sich dieser Lebensgeist oder die Budhi im physischen Leib abdrückt, dann ist eine nächsthöhere Stufe der Entwickelung erreicht, eine Art von Zwischenstufe. Durch diese Zwischenstufe gelangt der Mensch dahin, daß er auch von seinem Ätherleib nichts zurückzulassen braucht, daß er diesen Ätherleib in derselben Form für alle Zeiten behält, in der er sich ihn als Lebensgeist oder Budhi herausgebildet hat.“

GA 110, S 151

„Wenn wir dann den ätherischen Leib in Betracht ziehen, der den physischen durchzieht, so ist es allerdings nicht so leicht, sich Aufklärung darüber zu verschaffen, wie nun dieser ätherische Leib während des Schlafzustandes wirkt. Aber wer schon etwas eingedrungen ist in das, was Geisteswissenschaft über den Menschen zu sagen hat, wird unschwer erkennen, wie der Mensch auch durch seinen Ätherleib schlafend in alledem lebt, was eben die ätherischen Verhältnisse, die ätherischen Kräfte im Umkreise des Erdendaseins sind. So daß wir sagen können: Wir finden innerhalb des physischen Körpers alles das wirksam im Schlafzustande, was dem Erdendasein angehört; wir finden wirksam im ätherischen Leib alles, was eben der die Erde umhüllenden und sie durchdringenden Ätherwelt angehört.“

GA 219, S 31

„Das ist in der Tat das Erschütternde, das furchtbar Schmerzliche, das die Initiation gibt, daß man dadurch Dinge kennenlernt jenseits der Schwelle des gewöhnlichen Bewußtseins, die für den Menschen keineswegs etwas Ungefährliches darstellen. Man macht sich eben im äußeren materialistisch orientierten Dasein keine Vorstellung, welchen Dingen der Mensch zwischen dem Einschlafen und Aufwachen ausgesetzt ist. Er ist wirklich diesen Wesen ausgesetzt, die ihm in seinem Schlafzustande durchaus einreden, daß das Gute böse und das Böse gut ist. Denn die irdisch‑moralische Ordnung ist an den menschlichen ätherischen Leib gebunden, und seine moralischen Errungenschaften läßt der Mensch eigentlich, wenn er schläft, im Bette zurück. Er geht zunächst nicht ausgerüstet mit seinen moralischen Qualitäten in den Schlafzustand hinüber.

Überall streift an diejenigen Dinge, die man notwendigerweise in der Geisteswissenschaft auseinandersetzen muß, heute schon die Naturwissenschaft heran. Sie werden vielleicht neulich in den Zeitungen eine interessante Mitteilung gelesen haben, die statistisch aufgenommen worden ist und durchaus auf Wahrheit beruht. Da wurde gesagt, daß die Verbrecher in den Gefängnissen eigentlich den gesundesten Schlaf haben; sie werden durchaus nicht während ihres Schlafes, wenn sie richtige, hartgesottene Verbrecher sind, von bösen Träumen und dergleichen gequält. Das taucht nämlich erst wiederum auf, wenn sie in ihren Ätherleib untertauchen, da ist wiederum die moralische Qualifizierung darin. Gerade derjenige, der sich bemüht, moralisch zu sein, dem kann es viel eher passieren, daß er durch die moralische Konstitution seines Ätherleibes auch etwas in seinen astralischen Leib hinübernimmt und dann von Träumen gequält wird bei verhältnismäßig geringfügigem Unmoralischen. Aber jedenfalls ist es so, daß der Mensch das, was er sich als seine moralische Konstitution während des Erdendaseins erwirbt, in den Schlafzustand gar nicht oder nur mit geringer Intensität hinübernimmt, daß er aber während des Schlafzustandes zum Beispiel jenen Wesenheiten ausgesetzt ist, von denen ich eben gesprochen habe.“

GA 219, S 50

„Diese Wesenheiten sind identisch mit denjenigen Wesenheiten, die ich sonst immer der Kategorie der ahrimanischen Wesenheiten zuzähle. Sie haben die Aufgabe, den Menschen möglichst auf der Erde zu erhalten. Sie wissen aus der Darstellung in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß », daß die Erde sich einmal auflösen wird und in den Jupiterzustand hinübergehen wird. Das wollen diese Wesenheiten verhindern. Sie wollen namentlich verhindern, daß der Mensch regelmäßig mit der Erde sich bis zu Ende entwickelt und dann in einer normalen Weise in den Jupiterzustand hinüberwächst, sie wollen die Erde konservieren in ihrem Dasein, sie wollen die Erde erhalten und wollen den Menschen für die Erde erhalten. Daher bemühen sich diese Wesenheiten in der intensivsten Weise fortwährend, das Folgende zu machen. Das sind Vorgänge, ich möchte sagen hinter den Kulissen des Daseins, die, seit die Erde ein Menschengeschlecht hat, sich als reale Vorgänge vollziehen. Der Mensch geht in den Schlafzustand hinüber in seiner Ich‑Wesenheit und in seiner astralischen Wesenheit. Diese widerrechtlich auf der Erde wohnenden Mond‑, Venus‑, Merkurwesenheiten versuchen nun, aus dem Erdenäther den Menschen eigentlich in jedem Schlafzustande einen Ätherleib zu geben. Es gelingt ihnen eigentlich fast nie. In seltenen Fällen, von denen ich später einmal sprechen werde, ist es ihnen gelungen, aber es gelingt ihnen fast nie. Aber sie geben den Versuch nicht auf, denn es scheint immer wieder und wiederum diesen Wesenheiten möglich, daß es ihnen gelingen könnte, wenn der Mensch schläft, wo er seinen Ätherleib im Bette zurückgelassen hat, ihn aus dem Erdenäther mit einem Ätherleib zu umgeben, zu durchdringen. Das möchten diese Wesen.

Würde es solch einem ahrimanischen Wesen wirklich gelingen, dem Menschen so stufenweise, wenn er immer wieder und wieder schläft, einen ganzen Ätherleib hineinzubringen, so würde der Mensch nach dem Tode, wenn er in seinem Ätherleib ist, sich im Ätherleibe erhalten können. Der Ätherleib löst sich sonst ja in wenigen Tagen auf. Aber der Mensch würde sich in seinem Ätherleib erhalten können, und es würde nach und nach ein ätherisches Menschengeschlecht entstehen. Das ist es, was von dieser Seite der geistigen Welt gewollt wird. Dann würde die Erde dadurch konserviert werden können. Tatsächlich haben wir innerhalb des festen und des wäßrigen Erdengefüges ein solches Heer von Wesenheiten, welche die Menschheit nach und nach bis zum Erdenende zu lauter Gespenstern, zu ätherischen Gespenstern machen möchten, so daß das Ziel, das normale Ziel der Erdenentwickelung nicht erreicht werden könnte. Nächtlicherweile verlieren diese Wesenheiten durchaus nicht ihren Mut. Sie glauben immer wieder, daß ihnen ihr Versuch gelingen könnte.“

GA 219, S 51/52

„Aber wer gewissermaßen hinter die Kulissen des sinnenfälligen Daseins sieht, kann sehen, daß doch diese Wesenheiten manchmal mutlos, enttäuscht werden. Und die Enttäuschungen, die diese Wesenheiten erleben, erleben sie nicht nächtlicherweile, sondern täglicherweile. Man sieht, wie sie diese Enttäuschungen erleben, wenn man mit diesen ahrimanischen Wesenheiten zusammentrifft, zum Beispiel in Krankenhäusern. Denn gewiß, die Krankheiten, welche die Menschen befallen, haben ihre eine Seite, die uns auffordert, unter allen Umständen zu ihrer Heilung alles, was wir tun können, beizutragen. Aber wir müssen auf der andern Seite fragen: Wie heben sich aus dem dunklen Schoße des Naturdaseins die Krankheitszustände des Menschen herauf? ‑ jene Krankheiten, die nicht durch äußere Einflüsse kommen, sondern die aus dem Innern des Menschen auftauchen, hängen eben damit zusammen, daß, wenn die ahrimanischen Wesen bei irgendeinem Menschen schon fast erreicht haben, daß er einen ätherischen Leib außerhalb seines gewöhnlichen ätherischen Leibes annimmt, diese Menschen, die also schon ätherische Leibesgesetzlichkeit beim Aufwachen in ihren physischen Leib und in ihren gewöhnlichen Ätherleib hineintragen, Krankheitsursachen in sich hineintragen. Durch diese Krankheitsursachen schützen die rechtmäßigen Venus‑, Merkur‑ und Mondenwesen sich gegenüber dem schädlichen Einfluß der unrechtmäßigen. Ja, wenn ein Mensch manchmal nicht diese oder jene Krankheit bekäme, so unterläge er eben der Gefahr, von der ich jetzt gesprochen habe. Sein Leib bricht zusammen in irgendeiner Krankheit, damit er das, was er an unrechtmäßigen Ätherprozessen durch den ahrimanischen Einfluß aufgenommen hat ‑ wenn ich mich des Ausdrucks bedienen darf ‑, ausschwitzen kann.“

GA 219, S 52/53

„Dann kam die Sommerszeit. Es wurden dieselben Buchstaben und Worte des großen Weltenlogos in Anspruch genommen, aber es wurde gezeigt, wie unter den anders einfallenden Sonnenstrahlen, dem anders wirkenden Sonnenlicht, der anders wirkenden Sonnenwärme die Buchstaben ihre Formen veränderten, wie die ersten Sprossen, die von dem Geheimnisse des physischen Menschenleibes erzählt haben, sich der Sonne öffnen in den Blüten. Es wurden die vielfarbigen Blüten gelesen, in deren jeder der Sonnenstrahl die aus der Erde sprossenden Pflanzenkräfte in Liebe küßt. Und es wurde aus dem wunderbaren, feinen und zarten Weben der kosmischen Kräfte über den Erdkräften der blühenden Pflanzen jenes Hinausstreben der Erde in die kosmischen Weiten gelesen. Man lebte mit der Erde, die sich öffnete den kosmischen Weiten, den Sternenweiten, man lebte mit dieser Erde selber in den Unendlichkeiten.

Was aber diese Unendlichkeiten bargen, das enthüllte sich, wenn man auf die blühenden Buchstaben der Pflanzen hinschaute. Da las man aus diesen blühenden Buchstaben der Pflanzen, wie sich der Mensch verhalten hat, als er aus den geistigen Welten zum physischen Erdendasein heruntergestiegen ist, wie er aus allen Himmelsrichtungen die ätherische Substanz zusammengezogen hat, um seinen eigenen ‑Ätherleib zu formen. Und die Geheimnisse dieses Ätherleibes las man auf diese Weise ab aus dem, was sich im Ätherleben wieder später zwischen der Erde und dem Weltenall im Weltenlogos ereignet, der seine Zeichen auf die Erdoberfläche selber hinmalt, indem er die Pflanzen blühen läßt, indem er den Tieren gewisse Lebensarten während der Hochsommerszeit verleiht.“

GA 219, S 137/138

„Es ist sehr bedeutsam, sich ein wenig in diese Dinge zu vertiefen; denn mit dem Sichtbarwerden dieses Genius hat es seine besondere Bewandtnis, und die lernt man verstehen, wenn man unter anderem ‑ es könnte auch von einem ganz anderen Gesichtspunkte zu der Sache geführt werden, aber nehmen wir den einen Gesichtspunkt ‑ das Verhältnis der Menschen in ihrem gegenseitigen Verkehr untereinander auffaßt. Dieses Verhältnis der Menschen in ihrem gegenseitigen Verkehr das lehrt uns etwas. Es lehrt uns etwas keineswegs Ununtereinander, bedeutsames im Hinblick auf die geistigen Glieder der menschlichen Wesenheit. Wenn zwei Menschen sich begegnen, und der Mensch nur imstande ist, mit seinem physisch‑sinnlichen Auge diese Begegnung zu beobachten ‑ nun, da merkt er, daß sie aufeinander loskommen, daß sie sich vielleicht begrüßen und dergleichen. Wenn der Mensch aber in der Lage ist, den Vorgang geistig zu beobachten, so findet er, daß mit jeder menschlichen Begegnung wirklich verknüpft ist ein geistiger Vorgang, der sich unter anderem darin äußert, daß der Teil des Ätherleibes, der den Kopf bildet, so lange als zwei Menschen nebeneinander stehen, ein Ausdruck wird für die auch feinste Sympathie und Antipathie, welche diese zwei Menschen, die zusammenkommen, einander entgegenbringen. Nehmen wir an, zwei Menschen begegnen einander, die einander nicht ausstehen können. Nehmen wir den extremen Fall, aber er kommt ja vor im Leben: Zwei Menschen begegnen einander, die sich nicht ausstehen können, und zwar sei dieses Gefühl der hervorragenden Antipathie gegenseitig. Da tritt das ein, daß der Teil des Ätherleibes, der den Kopf bildet, bei beiden Menschen sich aus dem Kopf herausneigt, und die Ätherleiber des Kopfes sich zusammenneigen. Gleichsam wie ein fortdauerndes Kopfneigen mit Bezug auf den ätherischen Menschen, so stellt sich die Antipathie heraus, wenn zwei Menschen sich begegnen, die sich eben nicht ausstehen können. ‑ Wenn zwei Menschen zusammenkommen, die sich lieben, so merkt man einen ähnlichen Vorgang. Dann tritt nur der Ätherkopf zurück, beugt sich ab nach rückwärts. Und auf diese Weise entsteht in beiden Fällen ‑ ob sich dann, wenn man sich nicht ausstehen kann, der Ätherleib gleichsam grußartig nach vorne neigt, oder ob er sich nach rückwärts neigt, wenn man sich liebt ‑, in beiden Fällen entsteht gewissermaßen das, daß durch das Herausneigen des Ätherleibes des Kopfes der physische Kopf freier wird, als er sonst ist. Es ist immer nur relativ; es geht der Ätherleib nicht ganz heraus, aber er verlagert sich und geht zurück, so daß man eine Fortsetzung erblickt. Aber dadurch füllt jetzt ein dünnerer Ätherleib das Haupt aus, als wenn man allein steht. Das hat zur Folge, daß durch diesen dünneren Ätherleib, der den Kopf ausfüllt, im Haupte der Astralleib, der dableibt, deutlicher sichtbar wird für das hellsichtige Anschauen. So daß nicht nur diese Bewegung des Ätherleibes eintritt, sondern daß tatsächlich mit dem Haupte des Menschen eine astralische Lichtveränderung vor sich geht. Darauf, wiederum nicht auf einer Dichtung, sondern auf einer tatsächlichen Wahrheit, beruht das, daß man, wo man von den Dingen etwas versteht, Menschen, die in der Lage sind, vieles selbstlos zu lieben, abbilden muß mit einer Kopfaura, was man einen Heiligenschein nennt. Denn wenn zwei Menschen einander einfach begegnen, wobei in der Liebe immer ein starker Einschlag von Egoismus ist, so ist die Erscheinung nicht so auffällig. Wenn aber ein Mensch der Menschheit sich gegenüberstellt in Augenblicken, wo er es nicht mit sich und seiner persönlichen Beziehung zu einem anderen Menschen zu tun hat, sondern mit etwas allgemein Menschlichem, mit etwas, das mit ällgemeiner Menschenliebe zusammenhängt, so treten auch die Dinge ein. Dann aber wird der Astralleib in der Hauptesgegend mächtig sichtbar. Und sind Leute da, die imstande sind, selbstlose Liebe an einem Menschen hellsichtig zu schauen, dann sehen sie den Heiligenschein und sind gedrängt, den Heiligenschein als eine Realität zu malen, oder wie man es eben dann macht. Diese Dinge hängen durchaus mit objektiven Tatsachen der geistigen Welt zusammen. Was da objektiv vorhanden ist, was als fortdauernde Wirklichkeit der Menschheitsentwickelung vorhanden ist, das ist aber noch mit etwas anderem verbunden.“

GA 175, S 50-52

„Dasjenige aber, was wir den Ätherleib nennen, das ist mit Bezug auf seine Leiblichkeit gebunden an das Haupt, an den Kopf. Und das ist dasjenige, was zunächst durch die eigentümliche Organisation des Kopfes in uns fortwährend wachen kann, beziehungsweise fortwährend wachen kann, wenn es im Leibe ist, also wenn es mit der Leiblichkeit des Kopfes verbunden ist. So daß wir sagen können: Das Ich ist mit den niedersten Gliedern unseres Leibes verbunden, der Astralleib mit unserem Brustteil. Das Herz, von dessen Vorgängen wir nicht ein volles Bewußtsein, sondern fortwährend nur ein Traumbewußtsein haben, das schlägt, pulst unter dem Einfluß unseres Astralleibes. Wenn der Kopf denkt, so denkt er unter dem Einfluß des Ätherleibes. Und dann können wir noch den ganzen physischen Leib unterscheiden, die Zusammenfassung von allem; der hat nun seine Verbindung mit der gesamten Außenwelt.“

GA 175, S 95/96

„Da handelt es sich darum, in aller Tiefe einzusehen und allmählich ins Leben überzuführen, daß dasjenige, was menschlicher Ätherleib ist, nicht so ist ‑ und darum handelt es sich ja eigentlich, denn davon geht alles übrige aus ‑, zunächst nicht so ist, wie es ursprünglich für den Menschen bestimmt war. Denn dieser menschliche Ätherleib, der enthält unter dem verschiedenen Ätherischen, das er ursprünglich enthielt ‑ und er enthielt ursprünglich alle Äthersorten in völliger Lebendigkeit ‑, heute die Wärme. Daher hat der Mensch mit den Tieren, die er in seinen «Fall» mit hineingebracht hat, warmes Blut. Da hat der Mensch die Möglichkeit, den Wärmeäther in besonderer Weise zu verarbeiten. Aber schon mit dem Lichtäther ist es nicht so. Den Lichtäther nimmt der Mensch zwar auf, aber er strahlt ihn so aus, daß nur ein gewisses niederes Hellsehen dazu kommt, in der Aura die ätherischen Farben im Menschen zu sehen. Die sind vorhanden. Aber außerdem ist der Mensch auch für einen eigenen Ton veranlagt gewesen, in der ganzen Harmonie der Sphären mit seinem eigenen Ton und mit einem ursprünglichen Leben, so daß der Ätherleib immer die Möglichkeit gehabt hätte, den physischen Leib unsterblich zu erhalten, wenn dieser Ätherleib seine ursprüngliche Lebendigkeit beibehalten hätte. Es würden andere Dinge nicht gekommen sein. Denn wäre dieser Ätherleib in seiner ursprünglichen Gestalt geblieben, so wäre der Mensch ja in der oberen Region geblieben, von der er in die untere heruntergestiegen ist. Er wäre dann nicht der luziferischen Versuchung verfallen. In dieser oberen Region wären ganz andere Verhältnisse gewesen. Die waren aber einmal. Und solche Geister wie Saint‑Martin hatten noch ein gewisses Bewußtsein, daß solche Verhältnisse einmal waren. Daher sprechen sie von diesen Verhältnissen wie von einer einstmaligen Realität.“

GA 175, S 237/238

„Um von der materiellen Seite her in die überphysische Welt aufzusteigen, dazu sind jene Seelenübungen notwendig, welche es dem Menschen möglich machen, hinter das äußere Sinnliche zu schauen, hinter den Schleier, von dem ich gesprochen habe, in welchen unsere Sinneseindrücke hineinverwoben sind. Solche Sinneseindrücke haben wir ja auch dann vor uns, wenn wir den äußeren menschlichen Organismus betrachten, auch bei dem am feinsten Organisierten des menschlichen Organismus, dem Blute, haben wir es mit einem Physisch‑Sinnlichen zu tun. Es sind Seelenübungen notwendig, um den Menschen in die übersinnliche Welt hineinzuführen. Zunächst muß er eine Stufe tiefersteigen als dort, wo er war, als er die Seeleneindrücke in sich aufnehmen konnte, unter den Plan des Physischen. In den Untergründen der physisch‑sinnlichen Welt, da tritt ihm als das Übersinnliche der menschlichen Organisation der Ätherleib entgegen. Dieser Ätherleib ‑ wir werden ihn noch genauer, besprechen gerade vom okkult‑physiologischen Standpunkte aus ‑ ist eine übersinnliche Organisation, die wir uns zunächst einfach denken als die übersinnliche Grundsubstanz, aus der sich der sinnliche Organismus des Menschen herausgliedert und von dem er ein Abbild, ein Abdruck ist. Von diesem Ätherleibe ist selbstverständlich auch das Blut ein Abdruck. Wir haben also jetzt hier, indem wir um eine Stufe hinter den physisch‑sinnlichen Organismus getreten sind, ein übersinnliches Glied in dem menschlichen Ätherleibe gefunden. Und es fragt sich nun: Können wir an dieses Übersinnliche, an diesen Ätherleib, nun auch herankommen von der anderen Seite her, von der Seite des Seelischen her, von unseren Empfindungen, Gedanken, Gefühlen her, die wir uns aufbauen aus Eindrücken der Außenwelt?“

TB 732, S 83/84

„Da stellt sich nun allerdings heraus: So unmittelbar, wie wir unser Seelenleben haben, kommen wir nicht gleich an den Ätherorganismus heran. Aber ‑ und damit lassen Sie mich die heutige Betrachtung ausklingen ‑ wenn wir in unserer Seele arbeiten, so geschieht das ja so, daß wir zunächst die äußeren Eindrücke bekommen, auf die Sinne wirkt die äußere Welt, dann verarbeiten wir in unserer Seele die äußeren Eindrücke; aber wir tun noch mehr, wir speichern gleichsam diese empfangenen Eindrücke in uns selber auf. Denken Sie nur einmal nach über die einfache Erscheinung des Gedächtnisses, der Erinnerung. Wenn Sie sich an etwas erinnern, woran Sie vor Jahren auf Grundlage äußerer Wahrnehmungen Eindrücke gewonnen haben, sich Vorstellungen gebildet haben, die Sie heute aus den Untergründen Ihrer Seele heraufholen, und es kommt Ihnen die Erinnerung, sagen wir an etwas ganz einfaches, einen Baum oder einen Geruch, da müssen Sie sagen, Sie haben in Ihrer Seele etwas aufgespeichert, was Ihnen hat bleiben können von dem äußeren Eindruck. Nun zeigt uns aber eine wiederum nur durch Übungen der Seele zu gewinnende Betrachtung des Seelenlebens selber, daß in dem Augenblick, wo wir unser Seelenleben soweit haben, daß wir aufgespeicherte Eindrücke als Erinnerungsvorstellungen zurückrufen können, wir mit unseren seelischen Erlebnissen nicht nur in unserem Ich wirken. Zunächst tun wir das ja, indem wir mit unserem Ich der Außenwelt gegenübertreten, Eindrücke aus ihr aufnehmen und sie verarbeiten im Astralleibe. Würden wir aber nur das tun, so würden wir alles gleich wieder vergessen. Wenn wir Schlüsse ziehen, arbeiten wir im Astralleib. Wenn wir aber die Eindrücke in uns so fest machen, daß wir sie nach einiger Zeit ‑ ja, oder auch nur nach Minuten ‑ wieder heraufholen können, dann prägen wir die Eindrücke, die wir durch unser Ich gewonnen und durch unseren Astralleib verarbeitet haben, in unseren Ätherleib ein; so daß wir also in den Gedächtnisvorstellungen vom Ich aus hineingepreßt haben in den Ätherleib dasjenige, was wir als seelische Betätigung in der Berührung mit der Außenwelt gewonnen haben. Wenn wir nun die Fähigkeit haben, von unserer Seele her in den Ätherleib hineinzupressen unsere Erinnerungsvorstellungen, und wenn wir den Ätherleib auf der anderen Seite anerkennen als den nächsten übersinnlichen Ausdruck unseres Organismus, so fragt es sich nun: Wie geschieht dieses Hineinpressen? Wie geht das vor sich, daß der Mensch tatsächlich das, was vom Astralleibe verarbeitet ist, jetzt wirklich in den Ätherleib hineinbringt? Wie kann er es in den Ätherleib überleiten?“

TB 732, S 84/85

„Diese Oberleitung geschieht auf eine sehr merkwürdige Weise. Wenn wir zunächst ganz schematisch den Verlauf des Blutes durch den ganzen menschlichen Körper betrachten und dieses Blut als den äußeren physischen Ausdruck des menschlichen Ich fassen, so sehen wir ‑ wenn wir das jetzt so betrachten, als ob wir im Ätherleibe drinnen stünden ‑, wie das Ich arbeitet in Korrespondenz mit der Außenwelt, wie es Impressionen empfängt und diese zu Vorstellungen verdichtet, und wir sehen, wie dabei in der Tat unser Blut nicht nur tätig ist, sondern wie unser Blut im ganzen Verlauf, namentlich nach oben zu ‑ nach unten weniger ‑. überall den Ätherleib erregt, so daß wir überall im Ätherleibe Strömungen sich entwickeln sehen, die einen ganz bestimmten Verlauf nehmen. Sie erscheinen so, als ob sie sich an das Blut anschließen würden, vom Herzen nach dem Kopfe gehen und sich im Kopfe sammeln würden. Sie sammeln sich ungefähr so ‑ wenn ich jetzt einen äußeren Vergleich gebrauchen darf wie etwa Ströme von Elektrizität einer Spitze zugehen, der eine andere Spitze entgegengestellt ist, und so zum Ausgleich von positiver und negativer Elektrizität hinstreben.“

TB 732, S 85/86

„Wenn wir diesen Vorgang okkult betrachten mit entsprechend geübter Seele, so sehen wir, wie in einem Punkte sich jene Ätherkräfte unter einer gewaltigen Spannung zusammendrängen, welche hervorgerufen sind durch die Eindrücke, die jetzt gewisse Vorstellungen werden wollen, Gedächtnisvorstellungen, die sich in den Ätherleib einprägen wollen. Man sieht es den Ätherkräften an, daß sie Gedächtniskräfte werden wollen. Ich will die letzten Ausläufer dieser Ätherströmungen nach dem Gehirn herauf und das Sichzusammendrängen so zeichnen, wie es sich etwa wirklich darstellen würde. Wir sehen da eine mächtige Spannung, die sich an einer Stelle sammelt und gleichsam sagt: Ich will in den Ätherleib hinein! ‑ Wir sehen nun, wie dieser Ätherströmung des Kopfes andere Strömungen entgegenkommen, die ausgehen namentlich von den Lymphgefäßen und die sich so sammeln, daß sie sich der ersten Strömung entgegenstellen. So haben wir im Gehirn, wenn sich eine Gedächtnisvorstellung bilden will, einander gegenüberstehen zwei Ätherströmungen, die sich mit größtmöglicher Kraft konzentrieren, etwa so wie positive und negative Elektrizität sich an ihren Polen mit größter Spannung konzentrieren und nach Ausgleich streben. Ein Ausgleich zwischen den beiden Ätherströmungen geschieht in der Tat, und wenn er vollzogen ist, dann ist eine Vorstellung Gedächtnisvorstellung geworden und hat sich dem Ätherleibe einverleibt.“

TB 732, S 86

„Solche übersinnlichen Realitäten, solche übersinnlichen Strömungen im menschlichen Organismus drücken sich dadurch aus, daß sie sich auch ein physisch‑sinnliches Organ schaffen, welches wir wie eine Versinnlichung solcher Strömungen anzusehen haben. So haben wir ein Organ, welches sich im mittleren Gehirn befindet, das der physisch‑sinnliche Ausdruck ist für das, was als Gedächtnisvorstellung sich bilden will. Dem stellt sich gegenüber ein anderes Organ im Gehirn, das der Ausdruck ist für diejenigen Strömungen im Ätherleib, die von den unteren Organen kommen. Diese beiden Organe im menschlichen Gehirn sind der physisch‑sinnliche Ausdruck für diese beiden Strömungen im menschlichen Ätherleibe, sie sind etwas wie letzte Anzeichen dafür, daß solche Strömungen im Ätherleibe stattfinden. Es verdichten sich gleichsam diese Strömungen so stark, daß sie die menschliche Leibessubstanz ergreifen und zu diesen Organen verdichten, so daß wir in der Tat den Eindruck haben, wie wenn von dem einen Organ helle Lichtströmungen ausstrahlen, die zu dem anderen Organ überfließen. Das physische Organ, das die Gedächtnisvorstellung bilden will, ist die Zirbeldrüse, der aufnehmende Teil ist der Gehirnanhang, Hypophysis.“

TB 732, S 87

„Nun ist im heutigen fertigen Organismus die Sache so, daß alle diese Prozesse durchaus ineinanderspielen und daß wir sie, so wie der Organismus vor uns steht, nicht eigentlich so voneinander trennen können, daß wir überall bestimmte Grenzen zu bezeichnen vermöchten; der eine Prozeß spielt in den anderen hinein. Sie brauchen nur das Blutsystem, das regsamste, feinste Element zu betrachten. Im Blut sehen Sie sowohl den Erreger der Salzablagerungsprozesse wie auch der Prozesse der Koagulierung einer flüssigen Substanz und auch der Erwärmungsprozesse. In ähnlicher Art finden wir diese Prozesse auch bei anderen Organsystemen miteinander in enger Beziehung stehend. Wenn wir zum Beispiel Nahrungsmittel von außen in unseren Verdauungskanal aufnehmen, so haben diese Nahrungsmittel noch das, was ich als ihre äußere Regsamkeit bezeichnet habe. Sie machen eine erste Stufe der Durchsiebung durch, indem sie aufgenommen werden im Munde und durch den Kauprozeß vorbereitet werden für den Verdauungsprozeß im Magen; in weiterer Stufenfolge werden sie verarbeitet durch die Organe, die wir als das innere Weltsystem bezeichnet haben, und endlich werden sie herangeführt bis dahin, wo sie das feinste Instrument des menschlichen Organismus, das Blut, ernähren können. Nachdem wir so in gewisser Beziehung eine Stufenfolge der Durchsiebung der Nahrungsstoffe durch die inneren Organsysteme angedeutet haben, können wir uns jetzt leicht denken, daß in der Tat das feinste System, das Blutsystem, sozusagen die durchgesiebtesten Nahrungsregsamkeiten in sich aufnehmen muß und daß das, was an das Blut herantritt, schon am allerwenigsten von demjenigen enthält, was die Nahrungsstoffe an eigener Regsamkeit in sich hatten, als sie aufgenommen wurden. Wenn die Stoffe aufgenommen werden, haben sie noch ein gut Teil ihrer eigenen Natur und Gesetzmäßigkeit. Sie haben diese im Magen und den weiteren Organsystemen, die sie passierten, aufgeben müssen, und soweit sie sich im Blut befinden, sind sie zu etwas vollständig Neuem geworden. Daher ist das Blut auch dasjenige Organ, das am meisten von allen geschützt ist gegen die Eindrücke der Außenwelt, das seine Prozesse am meisten unabhängig von der Außenwelt vollzieht. Das ist die eine Seite; aber wir haben schon eingehend gezeigt, daß das Blut nach zwei Seiten sich wendet, daß es wie eine Tafel sowohl nach der einen wie nach der anderen Seite hin Einwirkungen ausgesetzt ist. Das Blut wird auf der einen Seite ja zu denjenigen Organen in den tieferen Regionen des menschlichen Organismus hingeführt, wo alles, was an Prozessen vorgeht, durch das sympathische Nervensystem zurückgehalten, abgewehrt wird, so daß es nicht zum Bewußtsein kommt. Nun muß das Blut sich ja auch der anderen Seite zuwenden, den Erlebnissen des bewußten Seelenlebens. Es muß nicht nur die unbewußten Vorgänge aufnehmen, sondern es muß auch das bewußte Ich sich einprägen dem Blut. Unsere bewußten Seelentätigkeiten müssen sich so wandeln können, bis sie das Blut erreichen, damit sie in diesem Blute zum Ausdruck werden für das, was wir um uns haben. Was haben wir denn um uns? Die physisch‑sinnliche Welt; denn das, was der Pflanzenwelt eingegliedert ist ‑ der Ätherleib ‑, das ist für das normale Bewußtsein nicht da. Für das helle Tagesbewußtsein gehört der Mensch nur der physischen Welt an; die Lebenswelt ist für uns unsichtbar.

So stehen wir mit der anderen Seite der Blutstafel der physisch-sinnlichen Welt gegenüber. Das ganze Seelenleben, wie es verläuft unter den Eindrücken der physisch‑sinnlichen Welt, wie es zu Gedanken erregt wird, wie es zu Gefühlen entflammt wird, wie es zu Willensimpulsen angeregt wird, das muß alles im Blutsystem sein Werkzeug finden können, insofern es bewußtes Ich‑Leben ist. Das alles muß im Blut pulsieren können. Was heißt das? Das heißt nichts anderes, als daß wir in unserem Blut nicht nur dasjenige haben dürfen, was aus den Nahrungsstoffen ist, nachdem sie in hohem Grade filtriert, ihrer Eigenregsamkeit enteignet, geschützt von allen makrokosmischen Gesetzen sind, sondern es muß ‑ damit das Einschreiben auf die Blutstafel auch von der anderen Seite möglich ist ‑in dem Blut auch etwas zu finden sein, was verwandt ist mit dem Physisch‑Sinnlichen, mit dem Unlebendigen der physisch‑sinnlichen Welt. Was das Leben ausmacht, kann ja für das gewöhnliche Bewußtsein nur durch Kombination der physisch‑sinnlichen Eindrücke erkannt werden, in seiner Wirklichkeit kann es erst erkannt werden durch das unterste übersinnliche Glied der menschlichen Wesenheit, durch den Ätherleib.“

TB 732, S 142-144

„So setzt auch alles, was als umgewandelte Nahrungsstoffe im menschlichen Organismus erscheint, die unterste übersinnliche Wesenheit, die übersinnliche Form voraus. Wenn nun neue Ernährungsstoffe in den menschlichen Organismus eintreten sollen, der durch das Wirken des Formprinzips bereits nach außen abgegrenzt ist, so müssen sie unter normalen Verhältnissen durch den Mund in den Ernährungskanal aufgenommen werden. Dabei machen sie gleich schon vom Munde ab die allererste Umwandlung durch. Durch den Ernährungskanal werden weitere Umwandlungen bewirkt. Diese Umwandlungen kompliziertester Art könnten nicht bewirkt werden, wenn nicht dem menschlichen Organismus ein höheres Prinzip eingegliedert wäre, das wir Formprinzip genannt haben, durch dessen Wirksamkeit die Nahrungsstoffe ‑ die zunächst, wenn sie aufgenommen werden, sich zueinander neutral, gleichgültig verhalten ‑ modifiziert würden, so daß sie in die Lage kommen, lebendige Organe zu bilden. Wir können uns, obgleich es beim Menschen ein ganz anderer Prozeß ist, weil er auf einer anderen Stufe geschieht, diese Umwandlung der Nahrungsstoffe im menschlichen Verdauungskanal vergleichsweise so vorstellen, wie wenn die Pflanzen ihre Ernährungsstoffe aufnehmen aus dem mineralischen Boden und sie dergestalt umwandeln, daß sie sich zu der Form der betreffenden Pflanze aufbauen. Da ist nur möglich, weil bei der Pflanze der Ernährungsstrom von einem Lebensprozeß oder, wie wir im Okkultismus sagen, vom Ätherleib als dem ersten übersinnlichen Prinzip aufgenommen wird. So werden auch beim Menschen die in den Organismus eintretenden Nahrungsstoffe vom Ätherleibe bearbeitet, das heißt, der Ätherleib sorgt für ihre Umwandlung, für ihre Eingliederung in die inneren Gesetzmäßigkeiten des menschlichen Organismus. So haben wir also dieses erste übersinnliche Glied des Menschen, den Ätherleib, anzusehen als den Erreger der ersten Umwandlung der Nahrungsstoffe. Wenn nun diese Nahrungsstoffe soweit umgewandelt sind, daß sie in den Lebensprozeß aufgenommen sind, dann müssen sie in dem Sinne, wie wir es in den vorhergehenden Vorträgen geschildert haben, weiter verarbeitet und dem menschlichen Organismus angepaßt werden. Sie müssen so verarbeitet werden, daß sie nach und nach denjenigen Organen im menschlichen Organismus dienen können, die ein Ausdruck der höheren übersinnlichen Prinzipien sind, des Astralleibes und des Ich. Kurz, wir müssen uns klar sein, daß die höheren Prinzipien, Astralleib und ich, die eigentümliche Art ihrer Regsamkeit hinuntersenden müssen bis zu den Vorgängen in den Organen des Ernährungs‑ und Verdauungsapparates und daß sie bis in die verwandelten Nahrungsstoffe hinab wirken müssen.“

TB 732, S 153/154

„Was sieht man denn da im Inneren des Menschen? Da sieht man, wie da allerdings von der Kraft des Wahrnehmens und Denkens, die sich entwickelt vor dem Erinnerungsspiegel, etwas hineindringt bis unter den Erinnerungsspiegel. Die Gedanken dringen unter diesen Erinnerungsspiegel hinunter und wirken in dem menschlichen Ätherleib, in demjenigen Teil des menschlichen Ätherleibes, der dem Wachstum, der aber auch der Entstehung der Willenskräfte zugrunde liegt. Indem wir hinausblicken in den sonnendurchhellten Raum, indem wir überblicken alles das, was uns aus den Sinneseindrücken kommt, strahlt etwas in unser Inneres, das ja allerdings auf der einen Seite zu den Erinnerungsvorstellungen wird, das aber doch durchsickert durch den Erinnerungsspiegel,‑ was uns ebenso durchdringt, wie uns durchdringen, sagen wir, die Vorgänge der Ernährung, des Wachstums und so weiter. Die Gedankenkräfte durchdringen ja zunächst den Ätherleib, und dieser von den Gedankenkräften durchdrungene Ätherleib, der wirkt in einer ganz besonderen Weise nun auf den physischen Leib. Da entsteht im physischen Leib eine vollständige Umwandelung des materiellen Daseins, das im physischen Leib des Menschen ist. In der Außenwelt wird Materie nirgends vollständig zerstört. Daher sprechen die neuere Philosophie und Naturwissenschaft für die Außenwelt von der Erhaltung der Materie. Aber dieses Gesetz der Erhaltung der Materie gilt nur für die Außenwelt. Im Inneren des Menschen wird Materie vollständig zurückverwandelt in das Nichts. Vollständig wird die Materie da in ihrem Wesen zerstört. Unsere Menschennatur beruht gerade darauf, daß wir in der Lage sind, tiefer als die Erinnerung in ihr gespiegelt wird, die Materie in das Chaos zurückzuwerfen, die Materie vollständig zu zerstören.

Das war es, worauf der Mysterienschüler gewiesen wurde, der vom Oriente in die Mysterienkolonien namentlich Irlands und des Westens überhaupt geführt worden ist: In deinem Inneren, unter dem Erinnerungsvermögen, da trägst du als Mensch etwas in dir, was auf Zerstörung ausgeht, und hättest du das nicht in dir, so hättest du dein Denken nicht entwickeln können, denn du mußt dein Denken dadurch entwickeln, daß die Denkkräfte den Ätherleib durchdringen. Aber ein Ätherleib, der von den Gedankenkräften durchdrungen wird, wirkt auf den physischen Leib so, daß er dessen Materie in das Chaos zurückwirft, zerstört.

Wenn der Mensch daher mit derselben Gesinnung, mit der er bis zur Erinnerung vordringt, sich einläßt auf dieses menschliche Innere, dann tritt er ein in die Region, wo das Menschenwesen zerstören will, wo das Menschenwesen auslöschei, will, was da ist. Wir alle tragen unter unserem Erinnerungsspiegel, gerade zum Behufe der Entwickelung des menschlichen gedankenvollen Ich, die Zerstörungswut, die Auflösungswut der Materie gegenüber. Es gibt keine menschliche Selbsterkenntnis, die nicht auf dieses innere menschliche Faktum in aller Intensität hinweist.“

GA 207, S 17-19

„Wir können nicht unseren Ätherleib verstehen, wenn wir ihn nicht so verstehen, daß wir haben das allgemeine Gedankenweben der Welt siehe Zeichnung, hell), und unser eigener Ätherleib ist gewissermaßen herausgewoben durch unsere Geburt aus diesem Gedankenweben der Welt. Das Gedankenweben der Welt webt in uns hinein, bildet die Kräfte, die unserem Ätherleib zugrunde liegen und die eigentlich sich zeigen in dem Zwischenraum zwischen Ätherleib und physischem Leib. Durch den physischen Leib werden sie gewissermaßen hereingetragen, abgesondert von der äußeren Welt und wirken dann in uns mit Hilfe des Ätherleibes, des eigentlichen Bildekräfteleibes (unten).“

GA 207, S 70

„So können wir uns eine Vorstellung machen von dem, was hinter unserer Welt ist. Unsere nächste Erkenntnis ist die imaginative, und das nächste Wesenhafte, das in unserer Umgebung ist, ist das Sich‑Imaginierende, das sich in lebendigen Bildern Auslebende. Und unserer eigenen Organisation liegt ein solches sich in lebendigen Bildern Auslebendes zugrunde. Wir sind unserem Ätherleib nach durchaus aus dem Kosmos herausgebildet, herausgestaltet. Wie wir also, indem wir in das Reich hinuntergehen, das unter uns liegt, unser Bewußtsein, wie wir es im Traume haben, dem Tiere zuzuschreiben haben, so haben wir, indem wir über uns hinaufgehen, das, was wir dann subjektiv erhalten in der Imagination. Was wir innerlich ausbilden als ein Gewebe von Imaginationen, das haben wir äußerlich vorhanden, das schauen wir gewissermaßen von außen an. Wir imaginieren nach innen. Die nächsten Wesen über dem Menschen imaginieren sich nach außen, offenbaren sich durch die nach außen getriebene Imagination, und wir selbst sind aus dieser Welt herausgegliedert durch eine solche nach außen getriebene Imagination. So daß unserer Welt tatsächlich ein Gedankenweben, ein Bildgedankenweben zugrunde liegt, daß wir finden, indem wir die geistige Welt suchen, ein Bildgedankenweben.“

GA 207, S 70/71

„Und dann tritt ja der Mensch im letzten Stadium seines Werdens so auf, daß er, wie ich Ihnen gestern gesagt habe, in den Bereich der planetarischen Kräfte kommt. Das ist jetzt gewissermaßen eine spätere Stufe, die der Mensch durchmacht. Nachdem er durchgemacht hat das Wirken aus und in dem tierischen Gruppenseelensystem, wird der Mensch abhängig von dem in der Außenwelt, was in den Bewegungen, in den Konstellationen der Planeten lebt. Dadurch aber wird vorbereitet des Menschen Ätherleib. Der Mensch neigt sich hin zum Wiedergeborenwerden. Sein Ätherleib wird ausgebildet. Sichtbar werden jetzt in diesem Ätherleib die Gedankengewebe, von denen ich Ihnen gesprochen habe, die dann im Menschen anzutreffen sind zwischen dem Ätherleib und dem physischen Leib. So daß der Mensch jetzt gewissermaßen einspinnt hier in seinem Organsystem das, was er mehr aus Gefühlen heraus gearbeitet hat, aus Gefühlen heraus, die aber durchaus schon durchsetzt sind von Gedanken. Da bildet er dann das Gedankengewebe herum. Dieses Gedankengewebe ist also ein Ergebnis dessen, was der Mensch aus der Wirkung der planetarischen Welt auf sein Wesen, das sich der Wiedergeburt nähert, erfahren hat. Dadurch aber wird der Mensch reif, einzutreten in die Hülle, die ihm jetzt hergegeben wird von demjenigen, was sich in der Reihenfolge der Generationen vollzieht.“

GA 207, S 126

„In dem, was wir nennen können den Durchgang der Menschenseele durch die Seelenwelt nach dem Tode, tritt etwas auf, was noch auf das Irdische einen Bezug hat, was den Menschen zurückweist auf das Irdische. Wir wissen ja, daß der Mensch da zurücklaufend in ungefähr einem Drittel seines Lebenslaufes sein Erdenleben durchwandert, durchwandert eben in der Weise, wie ich Ihnen das beschrieben habe. Gewissermaßen das polarisch Entgegengesetzte ist das, was dann der Mensch im Durchgang durch das Planetensystem vor der Geburt erlebt. Es teilt sich ihm da als Mensch etwas mit, was er noch aus den Himmeln mit auf die Erde bringt. Geradeso wie er für die Seelenwelt noch etwas hinausträgt, was in seinem astralischen Leibe ist, wodurch er in einer Rückwärtswanderung sein Erdenleben durchlebt, so bringt der Mensch etwas mit sich aus dem Kosmos, was dann seinen ätherischen Leib durchsetzt, was jetzt ebenso etwas zu tun hat mit seinem ätherischen Leibe, wie das, was ich genannt habe die astralische Erdenfrucht mit seinem astralischen Leibe. Mit seinem ätherischen Leib hat das, was er sich aus dem Kosmos bringt, zu tun, ebenso wie das, was er als die astralische Erdenfrucht hinausträgt, mit seinem astralischen Leibe zu tun hat.“

GA 207, S 128/129

„Ich kann also sagen: Der Mensch bringt sich aus dem Kosmos herein die ätherische kosmische Frucht. Diese ätherische kosmische Frucht, die sich da der Mensch hereinbringt, die lebt tatsächlich in seinem ätherischen Leibe weiter. Der Mensch hat von der ersten Stunde, von dem ersten Augenblicke seiner Geburt an in seinem Ätherleibe etwas wie eine kosmische Stoßkraft nach vorwärts, die durchwirkt durch das ganze Leben. Mit dieser kosmischen Stoßkraft verbindet sich das, was als die karmischen Tendenzen zurückgeblieben ist. In dieser kosmischen Stoßkraft wirken die karmischen Tendenzen.“

GA 207, S 129

„Und betrachten wir den heutigen Ätherleib des Menschen. Er bleibt unbewußt während des Lebens zwischen Geburt und Tod; aber er ist tätig. Er ist ja im Grunde genommen das, was uns einpflanzt das eigentliche Leben. Er ist das uns Belebende. Er ist das, was die Kräfte des Wachstums, auch der Ernährung enthält. Er bleibt im Unterbewußten. Seine wahre Gestalt können wir ja gar nicht wahrnehmen. Aber diese wahre Gestalt, wir nehmen sie wahr für kurze Zeit, nachdem wir durch des Todes Pforte gegangen sind. Da schauen wir zurück auf eine Bilderwelt, die also eine Welt webender Gedanken ist. Diese Bilderwelt ist die wahre Gestalt des ätherischen Leibes. Während wir beim physischen Leib durch das imaginative Bewußtsein Bilder wahrnehmen, welche uns verbürgen, daß im physischen Leibe der Keim liegt für ein späteres Pflanzen‑Mineralreich, bietet uns im rein natürlichen Verlauf der Entwickelung der ätherische Leib des Menschen nach dem Tode selber diese Bilder dar. Diese Bilder haben aber im gegenwärtigen Erdendasein wiederum keinen Bestand. Was in uns die Kräfte des Wachstums, die Kräfte der Ernährung sind, das also, was unser ätherisches, unser vitales Dasein bewirkt, das hat keinen Bestand innerhalb des Irdischen. Wenige Tage, nachdem wir durch des Todes Pforte gegangen sind, lösen sich diese Bilder auf; und wir treten ein in eine zukünftige Lebensentwickelung, innerhalb welcher wir diese Bilder als solche, als Bild‑Ätherleib, als Bildekräfteleib nicht haben. Sie lösen sich auf im ätherischen Kosmos, wie sich der physische Leib in den Kräften des Erdendaseins auflöst. Wieder aber zeigt dieses Bilddasein des ätherischen Leibes durch seine eigene Wesenheit, daß wir in ihm etwas haben, was keimhaft ist, was zwar jetzt verschwindet wie der Keim der Pflanze, den wir in die Erde senken, aber der dann als Pflanze, als gestaltete Pflanze aufgeht. So nimmt der Kosmos, gleichsam unseren Ätherleib auflösend bis ins Unendliche, unseren Ätherleib auf. Aber alles das, was so im Kosmos aus menschlichen Ätherleibern gewoben wird, wird in ihm zu Kräften eines zukünftigen Jupiter‑Naturreiches, eines Pflanzen‑Tierreiches, eines Tier‑Pflanzenreiches. Und die Beobachtungen bieten uns eine Gewähr, daß der menschliche ätherische Leib der Keim dieses zukünftigen Reiches ist, eines Reiches, das zwischen der Pflanzen‑ und der Tierwelt mitten drinnensteht.“

GA 207, S 135/136

„Wir denken uns die heutige Pflanzenwelt, welche nur Leben entwickelt, die keine Empfindungen entwickelt. Wir denken uns aber, daß in 6iner Substantialität, die der heutigen Pflanzenwelt ähnlich ist, aber durchsetzt mit Empfindungsfähigkeit, sich ein Tier‑Pflanzenreich, ein Pflanzen‑Tierreich entwickelt, welches gewissermaßen die zukünftige Erde oder den Jupiterplaneten umweben wird. Die Empfindung wird nicht so sein, wie die Empfindung der heutigen Tiere, die sich auf die Wahrnehmungen des Irdischen beschränken, die Empfindung wird sein eine kosmische Empfindung, ein Wahrnehmen der den Jupiter umgebenden Vorgänge.“

GA 207, S 136

„Was nun in diese Form beim Menschen gewissermaßen einfließt, was in diese Form ergossen ist, das ist das Leben. Dieses Leben des Menschen, das finden wir ebenso im Ätherleib des Menschen lokalisiert, wie wir die Form im physischen Leib lokalisiert finden. Und es ist durchaus das Richtige, wenn man den physischen Leib des Menschen betrachtet, ihn seiner Form nach zu studieren, denn die Form ist das Wesentliche an dem physischen Leibe. Zu dem physischen Leibe kommt der Ätherleib hinzu, und dieser Ätherleib des Menschen, der repräsentiert vorzugsweise dasjenige, was das Leben ist. Wir haben also gestern die Form besprochen und wollen heute das Leben besprechen.“

GA 208, S 84

„Wir haben auf diese Weise, wie wir gestern zwölf Formelemente der Gesamtform des Menschen entwickelten, heute sieben Lebensstufen entwickelt. Diese sieben Lebensstufen, sie sind in der Tat so, daß der Mensch mit Bezug auf seinen Ätherleib in verschiedener Weise lebt auf diesen verschiedenen Lebensstufen. Wir können nicht von einem einzelnen, verwaschenen Leben reden, wenn wir die Dinge im Ernste ins Auge fassen wollen.“

GA 208, S 86

„Unser Ätherleib lebt zunächst, wenn ich so sagen darf, in der Sinnenschichte. Er lebt in der Sinnenschichte das Sinnesleben. Dieses Leben in der Sinnenschichte, das ist das Leben, das wir in der Tat kaum mehr als Leben empfinden. Wir nehmen dadurch an der Außenwelt teil. Unser Ätherleib, sagen wir, wenn wir da zum Beispiel das Auge haben, durchdringt das Auge. Er ist lebendig. Er belebt dadurch in einer gewissen Weise das Auge. Aber er berührt sich mit einem Substantiellen im Auge, das nahe dem Sterben ist. Nur dadurch, daß der Ätherleib dieses Auge noch durchdringt, ist es ein lebendiges Organ. Es ist eigentlich, abgesehen von dem es durchdringenden Ätherleib, ein physikalischer Apparat.“

GA 208, S 86

„Nun ist das bei den verschiedenen Sinnen in der verschiedensten Weise ausgebildet, daß sie auf der einen Seite ein physikalischer Apparat sind und dann vom Ätherleib durchdrungen sind. Aber im großen und ganzen ist es doch durchaus so, daß die Sinnesorgane eigentlich tote Organe sind, die eben nur einfach vom Ätherleib durchdrungen sind. So daß man das Sinnesleben schon nennen kann das ersterbende Leben (siehe Aufstellung Seite 89).“

GA 208, S 87

„Diese Attribute, die ich Ihnen hier rechts dazugeschrieben habe, die geben Ihnen eine Vorstellung von den Unterschieden, die zwischen den Lebensstufen bestehen. Indem unser Ätherleib in den Sinnen lebt, lebt er in einer Art ersterbendem Leben. In einem bewahrenden Leben lebt er, indem er im Nervenleben, in den Nervenströmen ist. Im Atmungsleben wird eigentlich unser Ätherleib der richtige Bildekräfteleib, der die Bilder entwirft. Und daß diese Bilder dann wirklich zur gesamten inneren Organisation werden, das vermittelt das Zirkulationsleben. Mit Stoff füllt sich das aus vom Stoffwechselleben. Indem der Ätherleib den Stoffwechsel durchdringt, fingiert er den eigentlichen Bildekräfteleib. Und dann kommt die subjektive menschliche Kraft hinein durch das Leben der Gliedmaßen und so weiter.“

GA 208, S 89

„Erinnern Sie sich, daß ich gesagt habe: In den Sinnen ist schon mehr oder weniger etwas wie ein physikalischer Apparat vorhanden. Das Auge ist ein physikalischer Apparat, ist eben nur von dem Ätherleib des Menschen durchwebt. Da ist es schon so, wie ich es jetzt beschreibe für das übrige Haupt, für das Nervengewebe. So daß wir folgendes sagen können ‑ ich bitte Sie, diesen Satz, den ich jetzt aussprechen werde, recht genau ins Auge zu fassen: In den Sinnen, also namentlich in den rechts Hauptessinnen, ist abgesondertes ätherisches Wesen während der Wahrnehmung webend. ‑ Also insofern wir in den Sinnen leben, haben wir eine Art freien ätherischen Prozesses, der sich abspielt in der Sinnensphäre.“

GA 208, S 104

„Nehmen Sie das Auge. Es ist ein physikalischer Apparat, aber es ist durchzogen von dem Ätherischen. Und in diesem Durchziehen eines Unorganischen, eines solchen, welches fortwährend zerfallen will, das eigentlich ein Mechanisches, man möchte sagen, ein Untermechanisches darstellt, in dem lebt frei das ätherische Wesen. So ist es für die Sinnesregion.“

GA 208, S 104/105

„Für die Nervenregion, die ja die Fortsetzung der Sinnesregion nach innen ist, ist es so, daß zwar die Nervenregion inniger verbunden hat den Ätherleib mit der Materie, aber fortwährend will unser gesamtes Nervenleben Sinnesleben werden. Also stellen Sie sich vor: Sie sehen, sagen wir, irgendeine farbige Fläche. Da haben Sie zunächst die Sinneswahrnehmung. Da ist es so, daß der Ätherleib frei webt. Indem Sie jetzt absehen von der Sinneswahrnehmung und sich dem Nervenleben überlassen, wird das ganze Nervenwesen Sinneswesen: da ist die Vorstellung in Ihrem Bewußtsein anwesend. Man möchte sagen: Insofern der Mensch Nervenmensch ist, wird er in der Vorstellung durch und durch Sinneswesen.“

GA 208, S 105

„Dann kommt die Reaktion. Die Sinne, sie sind nach dem Physikalischen hin orientiert. Die vertragen ein fortwährendes Aufnehmen. Der Organismus der Nerven, der nimmt auf in sich, was ihm die Sinne darbieten. Er gestaltet sich um zum Sinneswesen. Aber damit errötet er sich. Er würde ganz Auge oder ganz Ohr oder so etwas werden. Damit er das nicht wird, durchdringt ihn wiederum das Vitalprinzip, das Lebensprinzip aus dem übrigen Organismus. Der Mensch läßt gewissermaßen die Vorstellung hinschwinden. So daß wir sagen können: Nach dem Kopfende hin vernichtet der Mensch seine Vergangenheit. Dadurch wird er als Nerven‑Sinnesmensch der Träger von Bildern, hat er ein Bild‑Erleben; ein Bild‑Erleben, das im Ätherischen webt.

Sie sehen, man kann, wenn man geisteswissenschaftlich‑anthroposophisch vorgeht, dieses Gedankenleben, wie es im Bewußtsein urständet, durchaus beschreiben. Und es ist notwendig, daß man zur Anthroposophie greift, um dieses Leben der Gedanken im Bewußtsein zu beschreiben.“

GA 208, S 105

„So daß wir sagen können: In den Sinnen ist abgesondertes ätherisches Wesen während der Wahrnehmung webend. In dem Nervenorganismus ist dem Leibe verbundenes, abgeschwächtes Sinnenleben webend. ‑ Das Ganze bekommt einen Bildcharakter, weil das, was bewirken würde, daß man es nicht mit einem Bildcharakter zu tun hätte, sondern mit einem materiellen Charakter, vernichtet wird durch das Herausgehen des Menschen in die Menschenvertikale, während das Tier im Tierkreise drinnen bleibt. Das Tier hat eben nur Traumvorstellungen, nicht Bildvorstellungen, wie sie der Mensch hat. Und Traumvorstellungen sind etwas, was hervorsprießt aus dem Vitalprinzip des Organismus, während die Bildvorstellungen rein herausgehoben sind ins freie ätherische Leben, das nicht mehr mit dem physischen Leib verbunden ist. Es muß durchaus betont werden, daß durch die Organisation des Menschen, durch das Herausheben seines Kopfendes aus den Tierkreisbildern und aus dem Planetenweben, daß dadurch im Menschen ein freies ätherisches Leben nach dem Kopfende hin entsteht; daß dieses freie ätherische Leben in dem Kopf dann erst von dem astralischen Leib durchzogen ist, von dem Ich durchzogen ist, die dadurch teilnehmen an dem Gedanken‑ und Vorstellungsweben des ätherischen Leibes.

Dieses kann uns schon zeigen, wie man das Seelische dann erfaßt, wenn man weiß, wodurch eben das Gedankenleben im Menschen ein Seelisches ist, das heißt, nicht teilnimmt an dem materiellen Leben.“

GA 208, S 106/107

„Seelisch ist das aber so, daß wir innerlich etwas erleben, was auf der einen Seite, wie noch das Gedankenleben, rein ätherisch ist; aber der Ätherleib erfaßt gewisse Gebilde, Drüsengebilde. Diese Drüsen sondern Materie ab. Es ist das, was körperlich so vor sich geht, daß der Ätherleib auf die Drüsen wirkt. Die Drüsen verbinden sich nicht so wie etwa die Muskeln ‑ die dann vorzugsweise dem Gliedmaßenorganismus angehören ‑ mit dem ätherischen Leben, sondern indem das Ätherleben die Drüsen ergreift, sondert die Drüse Materie ab. Es ist also ein nicht vollständiges Zusammenschmelzen des ätherischen Lebens mit dem materiellen Leben. Es ist der Übergang. Es ist ein Ergreifen der Materie, aber zugleich ein Sich‑Wehren der Materie, ein Absondern der Materie. Wenn Sie den Muskel studieren, den Knochen studieren, was zum Gliedmaßensystem gehört, dann haben Sie das so, daß die Materie streng ‑ am meisten beim Knochen ‑ ergriffen wird von dem Ätherleib des Menschen. Da zerstäubt nichts, da bleibt alles frisch‑lebendig. Da wird die Materie unmittelbar ergriffen von dem Ätherleib des Menschen. Im Haupte wird nichts ergriffen von der Materie, sondern indem das Haupt sich entwickelt, zerstäubt die Materie. Das freie ätherische Weben entwickelt sich als Gedankenleben. Indem der Ätherleib die Drüsen ergreift, verbindet er sich zwar mit den Drüsen, aber die leiden ihn nicht; der Muskel leidet ihn. Der Muskel nimmt den Ätherleib auf. Die Drüse leidet ihn nicht; sie sondert sogleich Materie ab, treibt den Äther gleich wieder heraus. Das ist, seelisch, das Gefühlsleben.“

GA 208, S 111/112

„So daß wir jetzt wirklich beschreiben können, wie das Gedankenleben vor sich geht. Das Gedankenleben geht so vor sich, daß die Materie nicht in Anspruch genommen wird, daß es nur bis zu dem Ätherischen herankommt und das Bewußtsein in diesem Ätherischen lebt. Das Gefühlsleben geht so vor sich, daß der Ätherleib das Drüsenleben ergreift, aber das Drüsenleben leidet ihn nicht. Während aber der Ätherleib in das Drüsenleben hinein verschwindet, bevor die eigentliche Absonderung sich geltend macht, da hat der Mensch seinen Ätherleib nicht, da verschwindet ihm sein Ätherleib in die Drüsen hinein. Er erlebt sich daher nur in seinem Ich und in seinem astralischen Leib. Und so ist es beim Gefühl.“

GA 208, S 112

„Das Gefühlswesen: Da wird dem Menschen der Ätherleib genommen, indem der Ätherleib die Drüse ergreift; so lange bis die Drüse voll abgesondert hat, ist nun der Ätherleib dem Menschen entzogen. Er steckt drinnen im physischen Leib. Da hat der Mensch zu seinem inneren bewußten Erleben nur den Astralleib und das Ich. Das erlebt er gefühlsmäßig‑traumhaft, weil er ja untertaucht in den physischen Leib.“

GA 208, S 113

„Nun kommen wir zum Willensleben. Da ist es wirklich so, daß der Mensch mit seinem ätherischen Leibe ganz untertaucht in die organische Materie. Aber im wachenden Zustand nimmt der ätherische Leib den astralischen Leib mit. Dadurch ist ja der Mensch imstande, die Bewegung auszuführen. Er nimmt den astralischen Leib mit in die Materie hinein. Da ist auch der astralische Leib dem Menschen entzogen, und der Mensch erlebt im Bewußtsein nur das Ich.“

 

Bild                                                 Vorstellung

Gefühlsleben

Keim                                               Wille

 

Vorstellung:     Ätherleib, Astralleib, Ich

Gefühlswesen   Astralleib, Ich

Willensleben     Ich“

GA 208, S 113

„Nun ist aber der Mensch eben nicht bloß ein physischer Leib, sondern er trägt in sich seinen Ätherleib. Was er durch seinen Ätherleib ist, das macht ihn wiederum als ein Wesen eins mit der Pflanzenwelt. So wie er durch seinen physischen Leib gewissermaßen die Umwelt repräsentiert, insofern diese mineralisch‑physisch ist, so repräsentiert er durch das, was er durch seinen Ätherleib ist, die Umwelt, insofern diese pflanzlich ist.“

GA 208, S 142

„Nun können wir zurückfragen: Mit welchem Kosmischen hängt denn das Polyedrische zusammen? Sehen Sie, indem die Erde uns entgegentritt, hat sie als Ganzes eigentlich die Lebeform, und sie würde nur diese Form zeigen, wenn sie nur Wasser wäre. Aber in das Wasser kommt in der mannigfaltigsten Weise Störung hinein. Sie können die Störungen beobachten zum Beispiel bei Ebbe und Flut. Da wird das Wasser gestaltet.

Und jetzt blicken wir zurück auf frühere Zeiten der Gestaltung der flüssigen Erde, wo sie die festen Einschläge bekommt. Heute noch kann man ja wissen, wie Ebbe und Flut zusammenhängt mit dem Monde. Ebenso hängt alles Polyedrische, alles das, was sich als Polyedrisches in die Erde hineingestaltet, mit dem Monde zusammen. So daß wir sagen können: Das polyedrische oder physische Wesen des Menschen hängt mit dem Monde zusammen, sein pflanzliches oder ätherisches Wesen mit der Erde, sein astralisches Wesen, das die Taschenform hervorbringen würde, mit der Planetensphäre, und die Erfüllung der Tasche mit dem Tierkreis.“

GA 208, S 145/146

„Nun haben wir außer dem physischen Leib dann den Ätherleib (siehe Zeichnung Seite 197, schraffiert). Dieser Ätherleib des Menschen ist in wachem Zustande ja fortwährend den Wirkungen unterworfen, welche vom Ich, das sich in der Welt betätigt, und vom astralischen Leibe, der mit diesem Ich in Verbindung steht, ausgehen. Während des wachen Zustandes sehen wir stets die aufleuchtenden und sich abdämpfenden Farben und die anderen Tingierungen, die im astralischen Leibe stattfinden und in den Ätherleib hinüberschlagen, und wir sehen eigentlich während des Wachzustandes den Ätherleib sich anpassen an den astralischen Leib. Wir sehen aber auch das, was das Ich durch seine Gestaltung ist, hereinschlagen in den Ätherleib. Kurz, wir sehen während des wachen Zustandes ein Spielen des Ich und des astralischen Leibes im Ätherleib. Während des Schlafes, da ist der Mensch als Ich und als astralischer Leib außerhalb des Ätherleibes. Da spielt der astralische Leib mit seiner Tingierung, das Ich mit seiner Gestaltung nicht herein in den Ätherleib. Da ist der Ätherleib seiner eigenen Gestaltung überlassen. Und diese eigene Gestaltung, sie drückt sich dadurch aus, daß der Ätherleib in einer ganz großartigen Weise sich während des Schlafes gestaltet als ein Abbild des Universums.“

GA 208, S 198/199

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