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Brücken-Methode

Arbeitsmethode

Die Brücken-Methode verbindet Erden- und Geistwelt, sie dient dem Bewusstsein, in der Überschau zu bleiben, den inneren Beobachter wachsam zu erhalten.

Kosmologie und Wahrnehmungskunde

Dieses Kapitel leitet dazu an, Symbole geisteswissenschaftlich zu erfassen. Was sind Symbole? Was haben Symbole für eine Bedeutung? Ist die Bedeutung eines Symbols ausgedacht oder gibt es einen logischen Vorgang, wie man von der Wahrnehmung zum Symbolgehalt eines Symbols vordringen kann? Wenn Symbole eine objektive Kraft enthalten, die für das gewöhnliche Bewusstsein zunächst verborgen ist, dann muss es auch einen dem logischen Verstand zugänglichen Weg geben, diese Kraft zu erkunden. Dazu leitet dieser Studienbrief an.

 

Die vier Glieder der kosmischen Ordnung

Grundsatz: Um ein Symbol zu erfassen, bedienen wir uns einer einfachen, aus der spirituellen Forschung und Kosmologie entnommenen Methode. Sie entwickelt sich aus der reinen Phänomenologie der göttlich- kosmischen Ordnung.

Die kosmische Ordnung besteht aus vier Naturreichen: Stein, Pflanze, Tier und Mensch offenbaren vier verschiedene Prinzipien, deren innere Systematik grundverschieden ist:

Mineral: Im Stein haben wir Materie, leblos, gestaltet, der Stein wird nur von außen bewegt, angestoßen oder verändert. Kein Stein würde von sich aus in Bewegung kommen wie ein Tier sich von innen bewegt. Im Stein offenbart sich die reine leblose Materie, die physische Welt.

Pflanze: In der Pflanze offenbart sich Materie, die sich in Wachstumsprozessen befindet. Pflanzen sind an einen Standort gebunden, sie wachsen im Frühjahr und Sommer, blühen, welken im Herbst und degenerieren im Winter. Sie duften, bilden Früchte aus und vergehen. Sie bilden das Leben ab. Pflanzen sind Materie, in denen sich das Leben offenbart.

Tier: Tiere sind gegenüber Pflanzen frei, ihren Körper zu bewegen, sie verlassen ihren Standort, sie stoßen Laute aus, an denen wir etwas über ihr Seelenleben erfahren. Sie stoßen Gerüche aus, sie bewegen sich und sie bilden Herden. Jedoch haben sie nicht die Freiheit des Menschen, sie legen weder Friedhöfe an noch bauen sie Flugzeuge und wir haben noch kein Pferd gesehen, das sich einen Pferdeanhänger baut.

Mensch: Der Mensch ist nicht nur ein höheres Tier, mit dem er die Instinkte und Triebe teilt, er hat gegenüber dem Tier ein Bewusstsein von sich selbst und von seinen Lebensprozessen, und er beginnt, sich Instrumente und Hilfsmittel zu bauen, mit denen er sich sein Leben zu vereinfachen sucht. Man mag diese Leistungen des Selbst-Bewusstseins bewerten wie man will. Sie sind da, sie zeichnen den Menschen aus, sie unterscheiden ihn vom Tier und sie geben ihm die Möglichkeit, schöpferisch die Welt zu gestalten.

 

 

Zusammenfassung der Beobachtungsmethode

Physis:            Wir haben im Mineralischen die reine Materie, die Physische Welt. Wie erfährt man die physische Welt? In dem man sie beschreibt. In dem man beschreibt, was man sieht, hört, beobachtet, riecht, schmeckt, ertastet. Die Physische Welt ist die reine Tatsache dessen, was wir mit den Sinnen wahrnehmen.

Lebendiges: Wir haben in der Pflanze den Ausdruck des Lebens. Wie erfahren wir das Leben? Wir beobachten, wie die Pflanze wächst, wie sie Blätter, Blüten, Gerüche, Früchte offenbart und wie sie Degenerationsprozesse durchlebt. Erst diese Beobachtung über die Zeit offenbart uns das Leben. Das Leben wird beobachtet, in dem wir ein Objekt in seinen Prozessen in der Zeit beobachten. Mit dem nach-denkender zeitlichen Prozesse erfahren wir das reine Leben.

Seelisches: Wir haben in den Tieren die Offenbarung des reinen Seelischen, wie es sich auf der Erde zeigt. Dies ist nicht zu verwechseln mit der „reinen Seele des Menschen“, wie sie philosophisch moralisch gedacht oder erlebt werden kann. Das Seelische, wie es sich im Tier da lebt, wird ebenfalls wie die Pflanze durch Beobachtung über die Zeit erfahren, jedoch ist es kein reines Nachdenken, sondern neben dem nach-denken ein nachfühlen, ein Nach-Empfinden, das uns in den Äußerungen des Tieres, in den Lauten, Gerüchen, Körperfarben und Bewegungen der Tiere das Seelische offenbart.

Geistiges: Wir haben im selbstbewusst reflektierenden und schöpferisch handelnden Menschen die einfachste jedoch tatsächliche Offenbarung des Geistigen. Dieses Geistige beobachtet mit den Sinnen, dem nach-denken und nach-fühlen, und mit dem Logik erfassenden Verstand die Vorgänge in der Natur, im Tierreich oder zwischen Menschen und schafft sich Instrumente und Werkzeuge, die die innere Handlungskultur und die äußere Operation des Lebens nachstellen, unterstützen oder gar selbst ausführen. Dadurch kommen Menschen in manchen Bereichen zu immer mehr Wertschöpfung, und diese Produktivität ist direkter Ausdruck geistiger Potenz. Wir beobachten diese geistige Potenz dadurch, dass wir wie beim Tier die Verhaltensprozesse beobachten und nach-denken, nach-fühlen und die Übertragung aus dem Leben in die kulturelle Technik erkennen. Es ist also ein Erkennen notwendig, das sich an den Lebensbeobachtungen, Lebensgedanken und Lebensgefühlen bildet. Geistiges wird erkannt, wenn man die Beobachtungen zum Seelischen, Lebendigen und Physischen zusammen fasst und darin wirksame Prinzipien (Logik, Erkenntnisse, hermetische Gesetze) beobachtet.

Vier-Stufen-Modell der Symbolinterpretation

Wie kann man Symbole erfassen?

In diesem Sinne sind Symbole Bilder der Welt, die wir – im Sinne des Kosmos, im Sinne der vier kosmologischen Naturreiche – umfassend, ganzheitlich anschauen. Merke: „Symbole sind systematisch, kosmologisch betrachtete Erinnerungsbilder, die zum Menschen sprechen.“ Und Bilder der Welt, Erinnerungsbilder, Symbole beginnen dann zu sprechen, wenn wir sie kosmologisch-systematisch betrachten.

Beginnen wir mit einer solchen strukturierten Symbolbeobachtung. Mit der Methode der Betrachtung eines Symbols nach den Merkmalen

  1. Physisch-sinnliche Erscheinung,
  2. Lebendige Prozessentwicklung in der Zeit, durch nachdenken erfahren,
  3. Seelenkräfte offenbarende Prozesse in der Zeit, durch nachdenken, nachfühlen offenbart.
  4. Geistige Strukturen (Logik, Erkenntnisse, Gesetze) offenbarend, durch Zusammenfassung aller Erfahrung.

Der Hund:

Betrachten wir einen Hund, so können wir dieser Methode folgend finden:

  1. Wie zeigt sich der Hund als sinnliches Wesen: mit Kopf, Fell, Schwanz, Beinen, Geruch usw.
  2. Wie zeigt sich der Hund, wenn wir seine Lebensprozesse beobachten: er wacht auf, will fressen, will laufen, will Ausscheidungen vornehmen, will andere Hunde anbellen, will gestreichelt werden, will schlafen.
  3. Wie zeigt sich der Hund als Seelenwesen: in seinem Bellen fühlen wir, ob er sich freut oder traurig ist; in seinen Bewegungen erleben wir, ob er sich wohl fühlt oder Schmerzen hat, in seinem Verhalten gegenüber anderen Hunden erleben wir Sympathie (Schwanz wedeln, winseln) oder Ablehnung (Knurren).
  4. Betrachten wir alle diese Erscheinungen zusammen, dann haben wir sein ganzes Wesen vor uns. Und dann wird er uns zum „Symbol“ für ein bestimmtes „Schutzverhalten“, das sich im Hütehund, im Wachhund, im Schutzhund ganz besonders auslebt.

 

Vier-gliedrigen Symbolbetrachtung am Beispiel des Hundes

Rassen: derzeit ca. 400 (vom Pekinesen – Collie – Dogge)

Fellfarben: weiß, braun, schwarz, gestromt, gepunktet

Verwendung in der heutigen Zeit: Begleithunde (Freizeitpartner – Schosshunde) – Hütehunde – Herdenschutzhunde – Jagdhunde – Kampfhunde – Stöberhunde – Schlittenhunde – Einsatzbereich im Sport – Jagd – Therapie – Rettungsdienst – Spezialaufgaben (Drogenspürhunde- Lawinenhunde-Leichenhunde).

Je nachdem welcher Hund dir erscheint (Rasse), mit welcher Farbe (hier kann auch Lila oder grün vorkommen) und in welcher Tätigkeit kann das zu unterschiedlichen Interpretationen führen und sollte immer im Kontext gesehen werden.

 

1. Sinnliche Betrachtung („Was sehe ich mit den Augen“)

Säugetier – Canis (lat.) mit 4 Beinen, Pfoten, Körper, Kopf, Rute, Steh – oder Hängeohren

Fell: Farbe- Schwarz  langes seidiges Haar

Geschlecht: Rüde

Größe: z.B. 58 cm Rückenhöhe

Rasse: Groendael – belgischer Schäferhund

Hierzu kann man sich am besten ein Rasseportrait ansehen

 

 

2. Prozess – Betrachtung

Aufnahme von Futter (Allesfresser ) –Verdauung – Ausscheiden von Kot und Urin

Schlafen im Liegen bzw. Ruhen und Dösen ca. 18 Stunden pro Tag

Ausgeprägter Geruchssinn, schnüffeln

Bewegungsarten: Schritt, Trab, Galopp

Kommunikation über Körpersprache (Rutenhaltung, Beschwichtigungssignale)

Kommunikation über Lautsprache:

Bellen bei Aufregung, Freude, Unsicherheit, Aufmerksamkeit erregen

Knurren bei Angst, Verteidigung

Heulen bei sehr lauten Geräuschen; Überschall,

Winseln: Schmerzen, Unruhe, Trauer, Langeweile

Markierungsverhalten von Rüden

Rangordungsverhalten

Von – 40 bis + 40  Grad

Paarung- Tragezeit- Geburt- Erziehung-Tod

Lebensfreude durch Lauf- oder Beißspiele – Wälzen – buddeln

 

3. Seelen-Betrachtung

Was empfindet der Mensch beim Hund

Treue

Freundschaft

Partnerersatz

Partner / Freund

Lebensretter

Schutz

Geborgenheit

Respekt / Angst

Eifer – Arbeitseinsatz

Der Hund bringt uns Menschen die Natur wieder näher – spazieren gehen

Verbindet Menschen

Löst die unterschiedlichsten Gefühle aus vom Wolf (Urbild) bis hin zum Kindchen

Schema (große Kulleraugen)

Dankbarkeit gegenüber dem Lebensretter – Lawinen, Krisenherde, Fährtenhunde

Wächter für Herden, Haus, Hof, Menschen – Beschützer

Jäger und Jagdgehilfe

Begleiter für Sport, Natur, Prestige,

Bestien (Hundekämpfe)

Therapieeinsatz für behinderte und schwererziehbare Kinder, Autismus

Freude und Dankbarkeit, die der Hund dem Mensch entgegenbringt – Geschenk

Seelentröster für Kinder, Senioren und einsame Menschen – Gesellschaft

Angst bei aggressiven Hunden

Bei Spiel zwischen Hunden hüpf die Seele

Gefühlsleben von Hunden

fühlen sich nur in einer Herde unter Artgenossen wohl

Trauer bei Trennung und Verlust von Freunden

Angst, Aggression

Freundschaft, Liebe

Mitgefühl, sehr sensibel

Depressionen, Langeweile,

Stolz (Mutterglück) Lebensfreude

Eifersucht

 

4. Sinn-Betrachtung – Zusammenfassung

Der Hund ist ein treuer Freund, der auf und für uns aufpasst – Schutz, Sicherheit, Verbundenheit.

Anwendung: So können wir dieses Vier-Stufen-Modell der Symbol-Beschreibung auf alle Bilddetails im Bild eines Seelenführers anwenden. Nach und nach beginnen die Symbole der Welt so zu uns zu sprechen. Stellen Sie sich vor, Sie machen es sich zur Gewohnheit und wenden diese Methode drei Mal am Tag auf Bilder in ihrem Leben an. Mit der Zeit beginnt dies zu einer Gewohnheit zu werden, und immer mehr Bilder der Welt beginnen zu ihnen zu sprechen. Nach einem Jahr haben Sie über tausend Symbole, die zu Ihnen sprechen, ergänzt um alle anderen Methoden in diesen Studienbriefen werden Sie zu einem überaus professionellen Seher und Zuhörer der Welt, der dem Kosmos seine Geheimnisse ablauschen kann.

 

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