Bildekräfte

Bildekraefte (1)

I.        Der Bildekräfte-Begriff

Bildekräfte im Zeitverlauf

Im Kapitel „Der Bildekräfte-Begriff“ geht es um die Abgrenzung des Bildekräfte-Begriffes am Werk Rudolf Steiner in rein selektiver Weise: „Was hat Rudolf Steiner gesagt (Rezeption) und wie lassen sich die steinerschen Bildekräfte-Begriffe an einer vom Verfasser implizierten meditativ-begrifflichen Ordnung kategorisieren?“

Dieser implizierten Ordnung liegen einige Jahre Erfahrung zugrunde, mit der Art, wie sich Bildekräfte zeigen und welche Gestaltungsautorität im Umgang mit Bildekräfte erworben werden kann. An ca. 1000 Transformationsprozessen mit kranken oder suchenden Menschen wurden die Bildekräfte in Aktion beobachtet. Aus dem was sie bewirkten wurde die implizierte Ordnung abgeleitet. Auf dieser Basis entstand diese Schrift.

Die Aufgabe der Abgrenzung

Bei der Durchsicht der Rudolf Steiner-Gesamtausgabe war besonders interessant, WIE Rudolf Steiner den Bildekräfte-Begriff in verschiedensten Kontexten formte. Vor allem in den letzten sieben Jahren seiner Biografie verband er den Bildekräfte-Begriff stärker mit dem Ätherbegriff[1]. In einigen Beispielen setzte er den Bildekräfte-Begriff gar an die Stelle des Ätherbegriffes[2]. Erschwerend für die Abgrenzung des Bildekräfte-Begriff vom Ätherbegriff wirkte der Eindruck, dass nicht immer deutlich wurde, ob der Bildekräfte-Begriff als Alternative eines anderen Begriffes Verwendung fand, oder ob seine Eigenbedeutung durch den Kontext Beschreibung findet[3]. In GA 16, Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen, ZWEITE MEDITATION, finden wir folgenden Satz von Rudolf Steiner:

So führt die Wanderschaft der Seele in Gebiete, die außerhalb des Sinnenleibes erschaut werden können, zur Anerken­nung eines elementarischen oder ätherischen oder Bildekräfte­leibes.

Mit dem Wort „oder“  kann das Verständnis verbunden sein, der ELEMENTARISCHE Leib könne auch ÄTHERISCHER Leib oder BILDEKRÄFTE-Leib genannt werden. Nimmt man den Satz als Ganzes in den Zusammenhang, so kann er aber auch bedeuten, dass die Seele durch ihre geistige Wanderschaft sowohl die Existenz eines ELEMENTARISCHEN als auch eines ÄTHERISCHEN und sogar eines BILDEKRÄFTE-Leibes anerkennen könne. In diesem Sinne sind manche Zitate Rudolf Steiners mehrdeutig und nur in einigen lässt sich klar nachweisen, dass der Bildekräfte-Begriff gleichbedeutend mit dem Ätherbegriff gemeint sein kann.

 

 

Bildekräfte des Äthers

Aus dem Studium des Bildekräfte-Begriffes lässt sich die These gewinnen, die Bildekräfte besitzen die Eigenschaft, den Äther zu bilden! Aus diesem Grund könne Rudolf Steiner dazu übergegangen sein, den Ätherbegriff durch den Bildekräfte-Begriff zu ersetzen. Schauen wir uns dazu das folgende Zitat an:

Mit dem Tode löst sich der physische Organismus von dem ätherischen und astralischen und von der Ich-Wesen­heit los. Der Mensch trägt nun seinen ätherischen und astralischen Organismus sowie seine Ich-Wesenheit an sich. Durch das Wegfallen des physischen Organismus ist für das Bewusstwerden der ätherischen Organisation durch den Menschen kein Hindernis mehr da. Vor die Menschenseele tritt das Bild des eben verflossenen Erdenlebens. Denn dieses Bild ist nur der Ausdruck der gestal­tenden Bildekräfte, welche in ihrer Summe den ätherischen Leib darstellen. Was so im ätherischen Leib lebt, ist aus dem ätheri­schen Wesen des Kosmos in den Menschen hineingewoben.[4]

In diesem Satz

Denn dieses Bild ist nur der Ausdruck der gestal­tenden Bildekräfte, welche in ihrer Summe den ätherischen Leib darstellen.

kommt deutlich zum Ausdruck, dass der ÄTHERISCHE Leib die Summe – oder um es deutlicher zu sagen: das Ergebnis – der Bildekräfte sei.

Für den Betrachter mögen die Bildekräfte im Ätherleib enthalten sein – so dass Formulierungen, die Rudolf Steiner vor allem ab 1917 häufiger verwandte, um „nicht missverstanden zu werden“ [5]. Daraus folgten Formulierungen wie „der Äther- oder Bildekräfte-Leib.“ Für den vor kurzer Zeit erst im Geiste erwachten Betrachter mögen die Bildekräfte als Bestandteil des Ätherleibes in der Imagination auftreten, doch für eine wissenschaftliche Arbeit muss die Abgrenzung des reinen Bildekräfte-Leibes deutlich werden, da die Bildekräfte im Ätherischen als Teil, ihrem Ursprung nach jedoch nicht als Äther oder Ätherleib beschaffen sind. Das wird vor allem in den frühen Aufzeichnungen Rudolf Steiners deutlich, vergl. GA 45, Anthroposophie ein Fragment:

Zunächst stehen im Wechselverhältnis die Sinnenwelt und der «Ich-Mensch». Diesem Wechselver­hältnis liegt ein anderes zu Grunde, das zwischen der Ätherwelt und dem astralischen Menschen. In der Ätherwelt müssen sinnlich-verborgen sein die Bildekräfte für die äußeren Sinnesfähigkeiten, für Geruchs-, Geschmackssinn und so weiter.[6]

Auch diese Formulierung zeigt deutlich, dass Bildekräfte und Ätherleib verbunden zu sein scheinen, und ebenso deutlich, dass mit den Bildekräften etwas über die Ätherwelt hinaus vorzustellen sei.

 

 

 

 

Beobachtungsort „universeller“ Bildekräfte

Der Beobachtungsort von Ätherleib und Bildekräfte gibt uns Auskunft, welche geistige Realität die beiden Begriffe beinhalten. Um den Beobachtungsort von Ätherleib und Bildekräften voneinander abzugrenzen, möchte ich den Erfahrungsmoment des Ätherischen und der Bildekräfte betrachten. Rudolf Steiner spricht in GA 312 deutlich davon, dass er „Bildekräfte-Leib“ sagt und „Ätherleib“ meint. Bezugnehmend auf die Frage: Wo entsteht die Imagination des Ätherleibes? Lautet die Antwort: „Als zweite Realität“ neben „der gewöhnlichen Wahrnehmung“[7] Das „imaginative Bewusstsein“[8] selbst entsteht aus den Welten-Bildekräften, mit den Rudolf Steiner hier Welten-Ätherkräfte meinen dürfte. Die reinen Bildekräfte werden nicht in gleicher Weise als „zweite Realität“ neben „der gewöhnlichen Wahrnehmung“ erfahren, ihr Erfahrungsort liegt hinter einer ganzen Reihe geistiger Vorerfahrungen verborgen. Vergleichen wir also den Beobachtungsort des Ätherleibes mit demjenigen der reinen Bildekräfte-Quellen, wie Rudolf Steiner sie 1905 im Anschluss an die Generalversammlung der Deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft skizziert.

So bildete der Schüler der Mysterienweisheit die Fähigkeit aus, in die früheren Zeiten hineinzublicken; dann kommt die Zeit, wo er die okkulte Pilgerschaft unternehmen kann. Er erreicht dies auf dem Wege einer bestimmten Übung, durch die er sein persönliches Selbst überwindet und dadurch aufhört, das kleine gebundene Ich zu sein. Erst dann kann er den Aufstieg in das Universum vollziehen. Noch einmal steigt er hinunter, indem er die Weltkraft so mitnimmt, in das Meer der Vergangenheit. In aufsteigender Linie kann er allmählich hinauf kommend dann im einzelnen den Weg verfolgen, den er so zurückgelegt hat. Langsam und allmählich lernt der Mensch hinunter schreiten in das Meer seiner Bildekräfte, und zuletzt kommt er an einen Punkt, der in der Nähe des Ursprungs liegt.[9]

Der Beobachtungsort für eine Wahrnehmung der reinen Bildekräfte-Quellen liegt der Schilderung entsprechend weit entfernt von den ersten Imaginationen des Ätherischen. Nicht nur die Erfahrung der Imagination, der Inspiration und Intuition[10] hat der geistige Wanderer gemeistert, er hat überdies die Wanderschaft in der Zeit erlernt[11], er löst seine Gebundenheit vom körperlichen Selbsterleben, vom kleinen Hüter, durch das Kennenlernen seines wahren Selbst, durch eine Geistselbst-Bindung[12] und ihm wird es möglich, sich frei im Mikro- und Makrokosmos zu bewegen[13]. Auf dieser Grundlage kann er seine Wanderung ausdehnen auf das Gebiet der Bildekräfte[14].

Man bemerke hier noch die Konotation „seine Bildekräfte“ – damit wird gekennzeichnet, dass auf dem beschriebenen Weg die im höheren Selbst manifesten Bildekräfte erfahren werden. – Diese dürften sich nochmals unterscheiden von jenen Bildekräften, die losgelöst vom individuellen, höheren Selbst erfahren werden können.[15] Zusammenfassend ergeben sich erste Anhaltspunkte einer Gestaltungsstufung:

  • Methode: Beherrschung von Imagination, Inspiration und Intuition
  • Freiheit: Lösung von allen (drei) Aspekten des (der) kleinen Hüter, Gestaltungsautorität der Geistselbst-Bindung
  • Grenzerfahrungs-Fähigkeit: Wanderung im Makrokosmos
  • Gestaltungsautorität über den Bildekräfte-Leib des höheren Selbst
  • Zugang zu den reinen (universellen) Bildekräfte (-Quellen) des „Ursprungs.“

Beobachtungsarten der Bildekräfte

Dieser Schilderung mag eine andere widersprechen, welche Rudolf Steiner in den letzten Jahren seines Vortragswerkes skizzierte:

Aber gerade so, wie das Tagesbewußtsein diese drei Zustände hat, Denken, Fühlen und Wollen, so hat auch das Nachtbewußtsein, das ja beim gewöhnlichen Menschen Bewußtlosigkeit ist, drei Zustände. Man schläft nicht vom Einschlafen bis zum Aufwachen immer in demselben Zustande, gerade so, wie man nicht immer in demselben Zustand wacht. Man wacht, indem man denkt, oder auch, indem man fühlt, oder auch, indem man will. In drei Zuständen kann man wachen, ebenso kann man in drei Zuständen schlafen. Denn daß derjenige, der ein imaginatives Bewußtsein hat, die Weltenbildekräfte, die Bildekräfte der Welt schaut, das kommt ja nur davon her, daß er sich ein Bewußtsein davon erworben hat, eine Erkenntnis. Aber jeder Mensch schläft in diese Bildekräfte der Welt hinein, in die Weltgedanken. So wahr Sie, wenn Sie ins Wasser springen, untertauchen, so wahr tauchen Sie, wenn Sie einschlafen, zunächst unter in die Bildekräfte der Welt.[16]

Das Schauen, von dem in diesem Zitat die Rede ist, ist ein Bildekräfte-Erleben im unbewussten Schlafzustand. Doch dieses unbewusste Erleben im Schlafzustand hat weder den Anthroposophen noch den Nicht-Anthroposophen Klarheit hinsichtlich der Einzelnen Aspekte des Bildekräfte-Begriffs gebracht. Unbewusst erlebt jeder Mensch die Bildekräfte – sowohl im Schlafzustand, als auch im Wachzustand. Doch im Wachzustand sind die Bildekräfte eingebettet in die Sinneswahrnehmung und treten nicht gesondert ins Bewusstsein. An diesem Einwand, der nahe legt, die Bildekräfte lägen unmittelbar am Rand der Sinneswelt und erschließen sich jedem imaginativen Bewusstsein sogleich, wird deutlich, dass wir unterscheiden müssen

  • Zwischen der Bildekräfte-Erfahrung im Schlafzustand, und
  • einer halbbewussten Bildekräfte-Erfahrung, d.h. der Erfahrung einer Bildekräfte-Wirkung, eingebettet in Sinnes- und Meditationserfahrungen oder
  • eingebettet in vollbewusste geistige Wahrnehmungen des Ätherleibes oder anderer geistiger Erfahrungen, (von diesem Bildekräfte-Begriff spricht Rudolf Steiner vor allem in seinem Spätwerk ab 1917) und
  • vollbewussten Erfahrung der „universellen“ Bildekräfte-Quellen im vollbewussten, geistigen Wahrnehmungsprozess, wie er jenseits der Geistselbst-Bindung möglich wird in der Erfahrung des „Ursprungs“.

Um die Gestaltungsstufen im Wahrnehmen (der Bildekräfte) und Handeln aus Bildekräften beschreiben zu können, fokussiere ich das weitere Quellenstudium auf das vollbewusste Wahrnehmen der Bildekräfte und der Bildekräfte-Wirkungen. Und eine zweite Differenzierung wird notwendig sein: Die Bildekräfte-Wirkungen „im gewöhnlichen Wahrnehmung“ und „in der Imagination“ werden von den reinen „universellen“ Bildekräfte-Quellen abzugrenzen sein, wie auch die Erfahrungsweise und die Erfahrungsorte der  Bildekräfte-Quellen abgegrenzt werden müssen, um die Stufen der Wahrnehmung und des Handelns erfassen zu können.

Um nun den Blick vom Wahrnehmen der Bildekräfte zum Handeln aus Bildekräften zu spannen, sei das Handlungsprinzip skizziert in einer Darstellung Rudolf Steiners aus dem Jahr 1906:

Wenn der neue Mensch in ihnen geboren wird, so werden alle den gleichen Christus aus sich heraus gebären. Der alte Mensch, die Mutter, kann in verschiedener Weise da sein. Als Christus am Kreuze ist, blickt er zurück auf seine Mutter, und zwar auf die drei Frauen als seine Mutter, als Repräsentanten dreier verschiedener Menschengestaltungen, aus denen der Mystiker herauswachsen kann. [] Dennoch nennt man sie Maria. Maria ist dasselbe Wort wie Maja, die Hülle, aus der der neue Mensch hervorgegangen ist.[] In der Atlantis besaß der Mensch noch die Fähigkeit, auf die ätherischen Bildekräfte einzuwirken. So konnte er die Keimkraft der Körnerfrüchte benutzen, um Luftschiffe in Bewegung zu bringen. Die Aufgabe []  ist es, die Kräfte und Fähigkeiten zu entwickeln, die sich auf das mineralische Reich beziehen [] Die Zeit, für die das Christentum im Mittelpunkt steht, ist die Zeit, in welcher der Mensch das mineralische Reich umwandelt [] wenn er einmal durch seine moralischen Kräfte auf die Erde wirkt.[17]

Ich stelle dieses Zitat auf die ersten Seiten dieser Arbeit, um deutlich zu machen, in welchem Kontext mir der Bildekräfte-Begriff im Werk Rudolf Steiners erscheint. Er setzt sämtliche in diesem letzten Zitat gesetzten Bezüge voraus. Die Erfahrung der reinen Bildekräfte-Quellen liegt nicht nur jenseits der Geistselbst-Bindung, sie setzt die Geburt des NEUEN MENSCHEN voraus[18], welche auf der „Einweihung“ der drei Mütter beruht.[19]  Die Erfahrung der Bildekräfte-Quellen führt zu einer Handlungskonzeption, welche die Evolution der Natur und des Menschen entfesselt[20]. Damit diese Handlungskonzeption (der Bildekräfte der Anthroposophie) nicht von den inbegriffenen Verwirrungsmächten vereinnahmt werden kann, vollzieht sie sich in Bezug zur mineralischen, sinnlichen Welt[21]. Ihre moralische Diktion ist nicht der erhobene Zeigefinger Rudolf Steiners sondern die in den Bildekräften liegende Regelungsgewalt, die sich mit der Handlungskonzeption (der Bildekräfte der Anthroposophie) in den Willen des Menschen überträgt.

Die genannten Zitate der letzten Seiten stammen aus der Zeit, in der Rudolf Steiner „das organisatorische und weltanschauliche Gebäude der Theosophie“ errichtete[22]. 1902 wurde er zum Generalsekretär der deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft Adyar gewählt und in den folgenden Jahren ging er vollständig darin auf, dieser Aufgabe zu dienen. An die Gründung einer „Anthroposophischen Bewegung“ war zu diesem Zeitpunkt nicht zu denken, und so dürfen die gesetzten Zitate als naheliegender Nachweis für jene Dimensionen gelten, die mit dem Bildekräfte-Begriff in Verbindung stehen, unbeeinflusst von politischen Motiven der Gestaltung in der Anthroposophischen Bewegung.

[1] Rudolf Steiner: “ Die heutige Wissenschaft hat den Menschen vor sich: physischer Leib, Bildekräfte- oder Ätherleib, astralischer Leib, Ich…“ GA 177 (1985) Die spirituellen Hintergründe der äußeren Welt – Der Sturz der Geister der Finsternis, ZWEITER VORTRAG, Dornach, 30. September 1917, Seite 26

[2] Rudolf Steiner: „Mit unserem physischen Leib und unseren Bildekräften sind wir hier in der physischen Welt; mit unserem astralischen Leib und unserem Ich gehen wir jede Nacht in eine ganz andere Welt hinein, in eine Welt, die zunächst außerordentlich wenig zu tun hat mit der Welt, in der wir das Tagwachen zubringen…“ ebd. – Oder, Rudolf Steiner in GA 181 (1967) Erdensterben und Weltenleben, ELFTER VORTRAG, Berlin, 9. April 1918: „Aber wichtiger ist, daß diese Kräfte ihm (dem Toten, d. Verf.) das fortwährend Gesetzmäßige dieser Auflösung des Äther- oder Bildekräfteleibes zeigen.“ Seite 208. “ Wenn der Tote auf die Auflösung des Bilde­kräfteleibes zurückschaut, dann hat er ihn als Erinnerung hinter sich, und er weiß dann: Das ist er, das bin ich!“ Seite 210.

[3] Rudolf Steiner: „Wir müssen ja am Menschen unterscheiden erstens seinen physi­schen Leib, seine physische Organisation, dann den feineren, den Äther-oder Lebensleib, der die Bildekräfte enthält, die Kräfte, die im Wachs­tum und in den Ernährungsverhältnissen leben, und die sich dann in den ersten Lebensjahren verfeinern und zu den Gedächtniskräften werden.“ GA 310 (1965) Der pädagogische Wert der Menschenerkenntnis und der Kulturwert der Pädagogik, ACHTER VORTRAG, Arnheim, 24. Juli 1924, Seite 139 – Oder: „Es ist so, daß die ätherischen Bildekräfte für den Kehlkopf tatsächlich ein Umwenden vollziehen, wenn wir sie verglei­chen mit denjenigen, die die Bildekräfte sind für die angezeigte Partie des Hinterhauptes mit dem Brustkorb daran. Wir tragen gewissermaßen in unserer Brust, in dem Kehlkopf, wenn wir die Sache ätherisch be­trachten, einen zweiten Menschen, der allerdings in einer gewissen Weise verkümmert ist, aber die Ansätze, das Verkümmerte doch in einer ge­wissen Ausbildung in sich trägt.“ GA 315, (1966) Heileurythmie, ERSTER VORTRAG, Dornach, 12. April 1921, Seite 12.
[4] Rudolf Steiner, GA 25, (1956) Kosmologie, Religion und Philosophie, IX. DAS EREIGNIS DES TODES IM ZUSAMMENHANG MIT DEM CHRISTUS, Seite 73.

[5] Rudolf Steiner „Dieses Unterbewußtsein, zu dem wir da herangekommen sind, nimmt diese Leiblichkeit in uns wahr. Ich habe, um nicht mißverstanden zu werden, in der Zeit­schrift «Das Reich» in der letzten Zeit dasjenige, was in uns lebt und webt als Gestaltungskraft, was nicht von dem gewöhnlichen Bewußtsein wahrgenommen wird, wohl aber von demjenigen, das wirkt und webt im Gedächtnis, den «Bildekräfteleib» genannt. Früher nannte ich es den «äthe­rischen Leib», aber da sich gewisse Leute schon einmal an Ausdrücken stoßen, habe ich versucht, mit den Worten näher heranzukommen an das, worum es sich handelt, und habe das, was unserem physischen Leib am nächsten liegt und unser ganzes Leben als die gestaltenbildende Kraft be­gleitet, den «Bildekräfteleib» genannt.“ In GA 67 (1962) Das Ewige in der Menschenseele – Unsterblichkeit und Freiheit, DER ÜBERSINNLICHE MENSCH, Zweiter Vortrag, Berlin, 18. April 1918, Seite 305 / 306.

 

[6] Rudolf Steiner, GA 45 (1979) Anthroposophie – Ein Fragment, ANHANG 1, Frühere Fassung, S. 117

[7]  Rudolf Steiner: „Mit dem, was ich Ihnen bisher geschildert habe, kommt man bis zu gewissen Einsichten. Man kommt zu der Einsicht, daß außer dem physischen Leib, den man an sich trägt und der das Objekt der Anatomie, der Physiologie, überhaupt der äußeren Naturwissenschaft ist, uns wirklich das eigen ist, was ich in meinen neueren Büchern, damit kein Mißverständnis entsteht, «Bildekräfteleib» nenne, während ich es früher «Ätherleib» genannt habe. – Es ist wirklich ein zweites Element, das in uns ist und das sich niemals der gewöhnlichen Wahrnehmung, dem gewöhnlichen seelischen Erleben ergeben kann, sondern das sich nur ergeben kann, wenn dieses seelische Erleben (von der gewöhnlichen Wahrnehmung, d. Verf.) bis zur Imagination fortschreitet. – […] Einen zweiten Leib, einen Bildekräfteleib tragen wir in uns. Er wird eine Realität, eine Wirklichkeit für das imaginative Bewußtsein. Aber weiter kommen wir mit diesem imaginativen Be- wußtsein nicht, als zu dem, was uns als Bildekräfteleib — der Ausdruck ist paradox, das macht aber nichts — von der Geburt bis zum Tode begleitet.“ In GA 312 (1961) Geisteswissenschaft und Medizin, ZEHNTER VORTRAG, Dornach, 30. März 1920, Seite 225 (?).

[8] Rudolf Steiner: „Denn daß derjenige, der ein imaginatives Bewußtsein hat, die Weltenbildekräfte, die Bildekräfte der Welt schaut, das kommt ja nur davon her, daß er sich ein Bewußtsein davon erworben hat, eine Erkenntnis. Aber jeder Mensch schläft in diese Bildekräfte der Welt hinein, in die Weltgedanken. So wahr Sie, wenn Sie ins Wasser springen, untertauchen, so wahr tauchen Sie, wenn Sie einschlafen, zunächst unter in die Bildekräfte der Welt.“ Aus GA 211 (1986) Das Sonnenmysterium und das Mysterium von Tod und Auferstehung DIE DREI ZUSTÄNDE DES NACHTBEWUSSTSEINS, Dornach, 24. März 1922, Seite 35

[9] Rudolf Steiner GA 93, Die Tempellegende und die Goldene Legende, Das Verhältnis des Okkultismus, zur Theosophischen Bewegung, Berlin, 22. Oktober 1905. Seite 199

[10] Rudolf Steiner In GA 211 (1986) Das Sonnenmysterium und das Mysterium von Tod und Auferstehung DIE DREI ZUSTÄNDE DES NACHTBEWUSSTSEINS, Dornach, 24. März 1922 schildert Rudolf Steiner, wie das Vorstellungsleben durch den Bildekräfte-Leib (gemeint ist der Ätherleib) zur Imagination gewandelt wird; er beschreibt, wie der Bildekräfte-Leib in der Vorstellungswelt die Imaginationen, Inspirationen und Intuitionen erweckt.

[11] Rudolf Steiner „So bildete der Schüler … die Fähigkeit aus, in die früheren Zeiten hineinzublicken…“ GA 93, Die Tempellegende und die Goldene Legende, Das Verhältnis des Okkultismus, zur Theosophischen Bewegung, Berlin, 22. Oktober 1905. Seite 199

[12] Rudolf Steiner „Übung, durch die er sein persönliches Selbst überwindet und dadurch aufhört, das kleine gebundene Ich zu sein.“ Ebd.

[13] Rudolf Steiner „Erst dann kann er den Aufstieg in das Universum vollziehen. Noch einmal steigt er hinunter … in das Meer der Vergangenheit.“ Ebd.

[14] Rudolf Steiner  “ Langsam und allmählich lernt der Mensch hinunter schreiten in das Meer seiner Bildekräfte…“ Ebd.

[15]  Rudolf Steiner: „…Und zuletzt kommt er an einen Punkt, der in der Nähe des Ursprungs liegt.“ Ebd.

[16] Rudolf Steiner, GA 211 (1986) Das Sonnenmysterium und das Mysterium von Tod und Auferstehung DIE DREI ZUSTÄNDE DES NACHTBEWUSSTSEINS, Dornach, 24. März 1922, Seite 199

[17]  Rudolf Steiner GA 97 (1968) – Das Christliche Mysterium, DAS JOHANNES-EVANGELIUM ALS EINWEIHUNGSURKUNDE, 2. Vortrag, Köln, 13. Februar 1906, 2. Teil des Johannes-Evangeliums, Seite 40/41

[18] Rudolf Steiner: „Wenn der neue Mensch in ihnen geboren wird, so werden alle den gleichen Christus aus sich heraus gebären.“

[19] Rudolf Steiner: „Der alte Mensch, die Mutter, kann in verschiedener Weise da sein. Als Christus am Kreuze ist, blickt er zurück auf seine Mutter, und zwar auf die drei Frauen als seine Mutter, als Repräsentanten dreier verschiedener Menschengestaltungen, aus denen der Mystiker herauswachsen kann.“ Diese können auch als drei Formen des kleinen Hüters beschrieben werden; die drei kleinen Hüter im Astralen, im Äther und im Leib.

[20] Rudolf Steiner: „In der Atlantis besaß der Mensch noch die Fähigkeit, auf die ätherischen Bildekräfte einzuwirken. So konnte er die Keimkraft der Körnerfrüchte benutzen, um Luftschiffe in Bewegung zu bringen.“

[21] Rudolf Steiner: „Die Aufgabe []  ist es, die Kräfte und Fähigkeiten zu entwickeln, die sich auf das mineralische Reich beziehen [] Die Zeit, für die das Christentum im Mittelpunkt steht, ist die Zeit, in welcher der Mensch das mineralische Reich umwandelt [] wenn er einmal durch seine moralischen Kräfte auf die Erde wirkt.

[22] Helmut Zander, Anthroposophie in Deutschland, 2008, Band 1, Seite 124

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